Ausbildungsvertrag

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Die Berufsausbildung beinhaltet:

  • die schulische Ausbildungszeit, deren Ziel im Erwerb spezifischer mit dem Handwerk/Beruf verbundener Kenntnisse besteht;
  • die praktische Ausbildungszeit in einem beruflichen Umfeld (im Rahmen eines Ausbildungsvertrags) durch einen Ausbildungsträger (entreprise formatrice), deren Ziel darin besteht, dem Auszubildenden die Kernkompetenzen des betreffenden Handwerks oder Berufs zu vermitteln.

Der Ausbildungsvertrag bereitet auf den Erhalt folgender Diplome/Zeugnisse vor:

Zielgruppe

Ausbildende

Im Rahmen des Abschlusses eines Ausbildungsvertrags handelt es sich bei den Ausbildenden um die Ausbildungsträger, d. h. die Einrichtungen, die einen Ausbildungsvertrag anbieten, wie z. B.:

  • ordnungsgemäß niedergelassene Unternehmen;
  • Verwaltungen;
  • öffentlich-rechtliche Anstalten;
  • Stiftungen;
  • Vereinigungen ohne Gewinnzweck.

Der Ausbildungsträger benennt einen Tutor, d. h. eine Person, die für die praktische Ausbildung und die Betreuung der Auszubildenden im Unternehmen verantwortlich ist. Der Verantwortliche des Ausbildungsträgers kann selbst Tutor eines Auszubildenden sein.

Die natürliche Person, die lehren oder dem Auszubildenden die Kompetenzen des Handwerks oder des Berufs vermitteln möchte, muss:

Handelt es sich bei dem Ausbildungsträger um eine juristische Person, muss sie, mit Ausnahme der Altersbedingung, dieselben Voraussetzungen erfüllen, die auch für natürliche Personen gelten.

Auszubildende

Im Rahmen der Errichtung eines Ausbildungsvertrags handelt es sich bei den Auszubildenden insbesondere um diejenigen, die einen Beruf erlernen und sich auf den Erhalt eines Techniker-Diploms (DT), eines Diploms über die berufliche Reife (DAP) oder eines Berufsbefähigungszeugnisses (CCP) vorbereiten möchten.

Sie müssen:

    • das 15. Lebensjahr vollendet haben;
    • die per großherzoglicher Verordnung festgelegten schulischen Mindestzulassungsbedingungen erfüllen;
    • ihrem Ausbildungsträger die regelmäßige Teilnahme an den schulischen Kursen belegen;
    • bezüglich der Geschäfte des Unternehmens größtmögliche Diskretion an den Tag legen.

Erwachsenenbildung

Erwachsene, die einen Beruf im Wege der Erwachsenenbildung erlernen möchten, müssen:

  • vor dem 1. September des Jahres der Anmeldung für die Ausbildung das 18. Lebensjahr vollendet haben;
  • seit mindestens 12 Monaten nicht mehr in der schulischen Grundausbildung sein;
  • seit mindestens 12 Monaten nicht mehr unter einem Grundausbildungsvertrag stehen;
  • mindestens 12 Monate lang (aufeinanderfolgend oder nicht) bei der Zentralstelle der Sozialversicherungen (Centre commun de la sécurité sociale - CCSS) für mindestens 16 Wochenstunden versichert sein;
  • zwischen dem 2. Mai und dem 15. September einen Antrag „Erwachsenenbildung“ bei der Berufsberatungsstelle der ADEM einreichen.

Eine Ausnahme von der Bedingung, seit mindestens 12 Monaten nicht mehr unter einem Ausbildungsvertrag zu stehen, kann von dem Ausschuss, der über den Zugang zur Erwachsenenausbildung entscheidet, bewilligt werden, dies für Erwachsene:

  • die Inhaber eines Berufsbefähigungszeugnisses (CCP) sind und ein DAP in der gleichen Fachrichtung erwerben wollen;
  • Inhaber eines DAP, die ein DT in der gleichen Fachrichtung erwerben wollen;
  • Inhaber eines CCP, DAP oder DT, die ein DAP oder DT für eine Zusatzqualifikation erwerben wollen.

Voraussetzungen

Das Unternehmen, das als Ausbildungsträger für einen Auszubildenden tätig werden möchte, muss im Vorfeld die Befugnis dazu erwerben und einen entsprechenden schriftlichen Antrag bei der Handwerkskammer (Chambre des métiers) stellen.

Um die Befugnis zur Ausbildung eines Auszubildenden zu erhalten, muss das Unternehmen folgende Bedingungen erfüllen:

  • in Luxemburg niedergelassen und im Handels-, Industrie-, Landwirtschafts- oder Handwerkssektor registriert sein;
  • eine mindestens 3-jährige Berufserfahrung in dem betroffenen Beruf nachweisen können;
  • das Handwerk oder der Beruf muss in der großherzoglichen Verordnung zur Festlegung der Berufe und Handwerke im Rahmen der Berufsausbildung aufgeführt sein.

Die Arbeitgeberkammern erstellen jedes Jahr eine Liste der Ausbildungsträger, die zur Ausbildung eines Auszubildenden befugt sind.

Fristen

Die nachfolgenden Fristen müssen eingehalten werden:

  • ab März muss der Arbeitgeber seine Meldungen eines Ausbildungsplatzes an die Berufsberatungsstelle der ADEM senden;
  • zwischen dem 16. Juli und dem 31. Oktober müssen die Ausbildungsverträge geschlossen werden;
  • der Arbeitgeber kann bis zum 1. Juli des auf das Ende des jeweiligen Ausbildungsjahres folgenden Jahres eine Beihilfe zur Förderung der Ausbildung bei der Berufsberatungsstelle der ADEM beantragen.

Vorgehensweise und Details

Suche nach Auszubildenden/Ausbildungsträgern

Jeder Ausbildungsträger, der einen Auszubildenden einstellen möchte, muss sich mit einer Meldung eines Ausbildungsplatzes an die Berufsberatungsstelle der ADEM wenden.

Diese bietet ihm anschließend potenzielle und geeignete Kandidaten an.

Der Ausbildungsträger kann einen nicht auf der Liste der Berufsberatungsstelle geführten Auszubildenden einstellen, sofern die Berufsberatungsstelle vor Vertragsabschluss davon in Kenntnis gesetzt wurde.

Jede Person, die einen Ausbildungsträger sucht, muss sich an die Berufsberatungsstelle der ADEM wenden, um dort hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft und des zu wählenden Berufs informiert und beraten zu werden. Die zukünftigen Auszubildenden müssen zwingend auch bei dieser Stelle gemeldet sein, bevor sie einen Ausbildungsvertrag abschließen können.

Auch wenn der Ausbildungsträger ohne die Inanspruchnahme der ADEM bereits einen Auszubildenden gefunden hat, ist er weiterhin zur Meldung des freien Ausbildungsplatzes an die ADEM verpflichtet.

Nach Validierung dieser Meldung durch die ADEM kann der Jugendliche oder der Erwachsene einen Ausbildungsvertrag abschließen.

Die maximale Anzahl an Auszubildenden pro Ausbildungsträger hängt von der Anzahl an Personen im Unternehmen ab, die in der Lage sind, auszubilden (Mitarbeiter im Besitz von mindestens einem DAP oder einem als gleichwertig anerkannten Beleg).

Niederlassungen gelten bei der Berechnung der höchstzulässigen Zahl an Auszubildenden als eigenständige Einrichtungen.

Ausbildungsvertrag

Art des Ausbildungsvertrags

Ein Ausbildungsträger, der eine(n) Auszubildende(n) einstellen möchte, muss einen Ausbildungsvertrag schließen.

Das Datum des Ausbildungsbeginns darf keinesfalls vor dem Datum der Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags liegen. Ansonsten läuft der Ausbildungsträger Gefahr, unbefristet einen nicht qualifizierten Arbeitnehmer ohne Probezeit eingestellt zu haben. Das Datum des Ausbildungsbeginns muss somit mit dem Datum übereinstimmen, ab dem der Auszubildende bei der CCSS gemeldet ist.

Bestimmte Bestimmungen des Arbeitsgesetzbuchs gelten auch für Ausbildungsverträge:

Form des Ausbildungsvertrags

Der Ausbildungsvertrag, dessen Vorlage ausschließlich von den Berufskammern vorgegeben wird, muss folgendermaßen abgeschlossen werden:

  • schriftlich spätestens zum Ausbildungsbeginn;
  • in 5 Ausfertigungen, von denen:
    • eine beim Ausbildungsträger verbleibt;
    • eine dem Auszubildenden ausgehändigt wird;
    • eine der zuständigen Arbeitgeberkammer oder dem Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend (MENEJ) im Falle von Ausbildungsträgern, die keiner Arbeitgeberkammer unterstehen, ausgehändigt wird;
    • eine der Arbeitnehmerkammer ausgehändigt wird;
    • eine an die Berufsberatungsstelle der ADEM geht.

Der Ausbildungsvertrag wird direkt von der zuständigen Arbeitgeberkammer an den jeweiligen Ausbildungsträger geschickt. An diesem Ausbildungsvertrag dürfen keine Veränderungen vorgenommen werden, um seine Art nicht zu verändern.

Der Ausbildungsvertrag muss vom Ausbildungsträger und vom Auszubildenden bzw. – wenn Letzterer minderjährig ist – von seinem gesetzlichen Vertreter unterzeichnet werden.

Abschluss und Eintragung des Ausbildungsvertrags

Sobald der Ausbildungsvertrag geschlossen ist, muss der Ausbildungsträger Ersteren per Versand an folgende Stellen registrieren:

Probezeit

Ein Ausbildungsvertrag sieht in der Regel eine Probezeit von höchstens 3 Monaten vor. Diese muss schriftlich im Ausbildungsvertrag festgehalten sein.

Zweck der Probezeit ist es:

  • dem Auszubildenden zu ermöglichen, festzustellen, ob der gewählte Beruf ihm zusagt;
  • dem Ausbildungsträger zu ermöglichen, die Motivation und die notwendigen Fähigkeiten des Auszubildenden im Hinblick auf seine Ausbildung zu beurteilen.

Während dieses Zeitraums können beide Parteien den Ausbildungsvertrag ohne Kündigungsfrist und ohne Angabe von Gründen auflösen, wozu sie jedoch die vorherige Einwilligung der beiden zuständigen Berufskammern (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberkammer) einholen müssen.

Wird diese vorherige Einwilligung nicht gegeben, gilt die Auflösung als willkürlich und eröffnet entsprechende Schadenersatzansprüche.

Im Falle einer Aussetzung des Ausbildungsvertrags während der Probezeit (beispielsweise im Krankheitsfall) wird Letztere um die entsprechende Zeit verlängert, wobei sie jedoch um höchstens 1 Monat verlängert werden kann.

Gesundheit und Sicherheit

Medizinische Untersuchung

In Sachen Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sind Auszubildende den Arbeitnehmern und jungen Arbeitnehmern gleichgestellt.

Ziel der Einstellungsuntersuchung ist festzustellen, ob die betroffene Person fähig ist, die vorgesehene Stelle zu besetzen oder nicht. Sie muss innerhalb von 2 Monaten nach der Einstellung erfolgen.

Bei Auszubildenden unter 21 Jahren sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen vorzusehen.

Minderjährige Auszubildende und ihre gesetzlichen Vertreter müssen vor Unterzeichnung des Vertrags bzw. spätestens vor Ausbildungsbeginn schriftlich über etwaige Risiken, denen sie ausgesetzt sein werden, sowie über sämtliche Maßnahmen, die bezüglich ihrer Sicherheit und Gesundheit ergriffen wurden, aufgeklärt werden.

Auszubildende unter 21 Jahren müssen zudem vor Ausbildungsbeginn gewisse Einweisungen erhalten, dies in Anwesenheit folgender Personen:

  • Beauftragter für junge Arbeitnehmer;
  • Sicherheitsbeauftragter;
  • Fachkraft für Arbeitssicherheit, die sich um den Schutz vor und die Vorbeugung von beruflichen Risiken kümmert.

Seit dem 1. Januar 2016 ist die Reform des Sozialdialogs in Kraft. Dadurch fällt die Funktion des Beauftragten für junge Arbeitnehmer ab 2018 weg und wird vom Betriebsrat übernommen.

Arbeitszeiten

Die Arbeitszeit beinhaltet:

  • die Zeiten der betrieblichen Ausbildung;
  • die Zeiten der schulischen Ausbildung.

Der Ausbildungsträger muss für die Einhaltung der verschiedenen Regelungen in folgenden Sachen Sorge tragen:

Der Ausbildungsträger muss sich für die praktische Umsetzung der Arbeitszeiten an das Gewerbe- und Grubenaufsichtsamt (Inspection du travail et des mines - ITM) wenden.

Mitgliedschaft des Auszubildenden bei der Sozialversicherung

Für die Dauer der Ausbildung muss der Arbeitgeber den Auszubildenden bei allen Zweigen der Sozialversicherung (Krankheit, Unfall, Rente) anmelden und zu diesem Zweck das Formular „Anmeldung für Arbeitnehmer“ ausfüllen und das Kästchen „Ausbildung“ (Rubrik 3, Punkt A) ankreuzen.

Es ist nicht notwendig, anzugeben, ob es sich um einen unbefristeten Vertrag handelt, und es muss kein Abmeldedatum angegeben werden.

Wenn der Auszubildende das Unternehmen verlässt, ist eine Abmeldung auszufüllen.

Wenn der Ausbildungsvertrag im Falle der bestandenen Ausbildung endet und der Arbeitnehmer im Rahmen eines unbefristeten Vertrags eingestellt wird, ist:

  • am letzten Tag seiner Tätigkeit als Auszubildender eine Abmeldung vorzunehmen;
  • eine auf den Folgetag datierte Anmeldung als Arbeitnehmer im Rahmen eines Arbeitsvertrags einzureichen.

Ende des Ausbildungsvertrags

Ende des Ausbildungsvertrags

Der Ausbildungsvertrag endet in folgenden Fällen:

  • Bestehen der Ausbildung;
  • höhere Gewalt;
  • bei gegenseitigem Einvernehmen zwischen den Parteien;
  • infolge eines Beschlusses der Arbeitgeberkammer, wenn der Auszubildende oder der Ausbildungsträger offensichtlich gegen den Vertrag verstoßen haben oder es dem Auszubildenden offensichtlich an hinreichenden Fähigkeiten für den gewählten Beruf fehlt;
  • bei Einstellung der Tätigkeiten des Ausbildungsträgers oder bei Entzug der Ausbildungsbefugnis.

Kündigung des Ausbildungsvertrags seitens einer der Parteien

Der Ausbildungsvertrag kann in den folgenden Fällen vom Ausbildungsträger oder vom Auszubildenden oder seinem gesetzlichen Vertreter fristlos aufgelöst werden:

  • während der höchstens 3-monatigen Probezeit und ohne Angabe der Kündigungsgründe;
  • wenn der Auszubildende aus ärztlich festgestellten gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, das zu erlernende Handwerk oder den zu erlernenden Beruf auszuüben;
  • bei schwerwiegendem oder wiederholtem Verstoß gegen die Vertragsbedingungen;
  • wenn eine der Parteien wegen eines Verbrechens verurteilt wird.

Der Ausbildungsvertrag kann mit einer 15-tägigen Kündigungsfrist aufgelöst werden, wenn festgestellt wird, dass der Auszubildende unfähig ist, den Beruf zu erlernen.

Die vorherige Einwilligung der zuständigen Berufskammern ist für jede von einer der Parteien beabsichtigte Auflösung des Ausbildungsvertrags erforderlich. Ohne diese Einwilligung handelt es sich um eine willkürliche Auflösung des Vertrags, die entsprechende Schadenersatzansprüche eröffnen kann.

Die Partei, die den Ausbildungsvertrag auflösen möchte, sendet dem zuständigen Ausbildungsberater einen schriftlichen Auflösungsantrag, es sei denn, die Auflösung findet während der Probezeit statt.

In diesem Auflösungsantrag sind die genauen Gründe für die Auflösung anzugeben (es können Dokumente zur Bekräftigung dieser Gründe beigefügt werden).

Der Ausbildungsberater setzt unverzüglich einen Termin mit den Vertragsparteien an, um zu versuchen, sie zu versöhnen. Die Mediation muss innerhalb von 15 Kalendertagen ab Eingang des Antrags stattfinden.

Ist die Mediation erfolgreich, wird der Auflösungsantrag:

  •  hinfällig und der Vertrag wird fortgesetzt;
  •  oder der Vertrag wird im gegenseitigen Einvernehmen der Parteien aufgelöst.

Der Ausbildungsberater sendet den zuständigen Berufskammern (oder dem Minister im Falle von Ausbildungsträgern, die keiner Arbeitgeberkammer unterstehen) innerhalb von 15 Kalendertagen nach Vorladung der Parteien einen Bericht über diese Mediation.

Scheitert die Mediation:

  • informiert der Ausbildungsberater die Arbeitnehmerkammer und die zuständige Arbeitgeberkammer oder gegebenenfalls den Minister darüber;
  • beruft die zuständige Berufskammer bzw. der Minister innerhalb von 15 Kalendertagen nach Vorladung der Parteien eine Sitzung der Streitschlichtungskommission (Commission des litiges) ein.

Nach Anhörung der Parteien tut die Kommission Folgendes:

  • entweder sie gibt ihre schriftliche Einwilligung zur Auflösung des Ausbildungsvertrags.
    Die Partei, die die Auflösung beantragt hat, lässt der anderen Partei anschließend per Einschreiben eine Kündigung zukommen. In diesem Kündigungsschreiben sind die genauen Gründe für die Kündigung anzugeben, außer wenn sie während der Probezeit erfolgt. Der Vertrag endet am Datum der Zustellung des Kündigungsschreibens, außer wenn nach der Probezeit festgestellt wird, dass der Auszubildende unfähig ist, den Beruf zu erlernen. In diesem Fall endet er nach Ablauf einer Kündigungsfrist von 15 Tagen;
  • oder sie gibt ihre Einwilligung zur Auflösung des Ausbildungsvertrags nicht. In diesem Fall kann sich die betroffene Partei an das Arbeitsgericht wenden. Der Ausbildungsberater erstellt einen Bericht über die Sitzung der Streitschlichtungskommission, der die Beschlüsse dieser Sitzung enthält, und gibt darin die Stellungnahme der Kommission wieder. Dieser Bericht wird von den Mitgliedern der Kommission unterzeichnet. Die Stellungnahme der Kommission wird den Vertragsparteien von der zuständigen Berufskammer bzw. dem Minister per Einschreiben unter Angabe der Begründung der Stellungnahme übermittelt. Eine Kopie dieses Schreibens wird den betroffenen Berufskammern zugeschickt.

Auflösung des Ausbildungsvertrags durch die zuständige Arbeitgeberkammer (oder, in Ermangelung einer solchen, durch den Minister)

Der Ausbildungsvertrag kann ebenfalls im Einvernehmen mit der Arbeitnehmerkammer von der Arbeitgeberkammer aufgelöst werden, falls:

  • der Auszubildende oder der Ausbildungsträger offensichtlich gegen den Vertrag verstößt oder;
  • beim integrierten Zwischenprojekt, das in der Mitte der Ausbildungszeit stattfindet, festgestellt wird, dass es dem Auszubildenden an den hinreichenden Fähigkeiten für den gewählten Beruf fehlt.

Die Auflösung des Vertrags durch die Berufskammer (oder gegebenenfalls den Minister) erfolgt per Einschreiben unter Angabe der Gründe für die Auflösung an den Auszubildenden und den Ausbildungsträger.

Die schriftliche Einwilligung der Arbeitnehmerkammer ist erforderlich. Diese Einwilligung kann auf elektronischem Weg erteilt werden.

Der Vertrag endet am Datum des Kündigungsschreibens.

Falls festgestellt wird, dass der Auszubildende unfähig ist, den Beruf zu erlernen, muss eine 15-tägige Kündigungsfrist eingehalten werden.

Ausbildungsvergütung

Die monatliche Mindestausbildungsvergütung, die von den Ausbildungsträgern an die Auszubildenden zu zahlen ist, hängt von dem gewählten Handwerk/Beruf, dem bestandenen Ausbildungsjahr oder dem bestandenen integrierten Zwischenprojekt sowie von der Änderung des Lebenshaltungskostenindexes ab.

Beihilfen und Prämien zur Förderung der Ausbildung

Der Ausbildungsträger kann profitieren von:

Bei erfolgreichem Abschluss des Ausbildungsjahres erhält der Auszubildende eine Ausbildungsprämie, die folgenden Beträgen entspricht:

  • 130 Euro/Ausbildungsmonat im Rahmen der CCP-Ausbildungen;
  • 150 Euro/Ausbildungsmonat im Rahmen der DAP- und DT-Ausbildungen.

Der Antrag auf Gewährung der Beihilfe zur Förderung der Ausbildung für das laufende Schuljahr, einschließlich einer Kopie der Lohnabrechnungen des Auszubildenden, muss der Berufsberatungsstelle der ADEM zwingend vor dem 1. Juli des Folgejahres zugehen. Nach Ablauf dieser Frist besteht für den Ausbildungsträger kein Anspruch mehr auf die Beihilfen.

Beispiel: Anträge für das Ausbildungsjahr 2017/2018 müssen vor dem 1. Juli 2019 eingereicht werden.

Formulare/Online-Dienste

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Déclaration d'entrée - salarié du secteur privé

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Déclaration de sortie - salariés

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