Verpflichtungen der Unternehmen bezüglich Buchhaltung

Die Verpflichtung der Unternehmen eine Buchhaltung zu führen und einen Jahresabschluss aufzustellen betrifft:

Andere Gesellschaften unterliegen je nachdem einer spezifischen oder leichteren Regelung.

Für Unternehmen, die generellen Buchhaltungsregeln unterliegen, kan die Identifizierung der variablen rechtlichen Verpflichtungen anhand gewisser Kriterien festgelegt werden, wie z. B. der Unternehmensgröße, der Rechtsform, der Niederlassung, der Tätigkeitsbereich, die Ausgabe von Wertpapieren, die Gemeinnützigkeit des Unternehmens...

Zielgruppe

Die Verpflichtung der Unternehmen eine ihrer Tätigkeit entsprechende Buchhaltung zu führen und eine Bestandsaufnahme zu erstellen betrifft:

Vorgehensweise und Details

Verpflichtungen

Die Buchführung des Geschäftsbetriebs muss mit einem System von Büchern und Konten, gemäß den üblichen Vorschriften der doppelten Buchführung, geführt werden.

Diese Verpflichtung trifft nicht auf Gewerbebetreibende zu, die natürliche Personen sind, mit einem Jahresumsatz des letzten Geschäftsjahres von unter 100.000 Euro ohne Mehrwertsteuer.  

Diese Gewerbebetreibende können:

Das Gesetz sieht keine EDV-gestützte Buchführung vor, aber die Buchführung muss:

  • chronologisch;
  • vollständig sein und sämtliche Einträge enthalten:
    • Transaktionen;
    • Aktiva und Rechte jeglicher Art;
    • Verbindlichkeiten, Schuldverschreibungen und Verpflichtungen jeglicher Art;
  • Einträge in die Bücher müssen unverzüglich und wahrheitsgemäß erfolgen.

Die Hinterlegungspflichten der Buchhaltungsunterlagen beim Handels- und Firmenregister (RCS) sind jedoch anders, falls das Unternehmen den standardisierten Kontenplan (plan comptable normalisé - PCN) benutzt. In diesem Fall muss das Unternehmen die Plattform für die elektronische Erfassung der finanziellen Daten (plateforme de collecte des données financières - eCDF) benutzen.

Die Buchhaltungsunterlagen müssen für folgenden Zeitraum aufbewahrt werden:

  • 10 Jahre, oder;
  • 5 Jahre im Falle einer Liquidation;
  • in Luxemburg;
  • in elektronischer Form oder auf Papier.
In Handelsangelegenheiten können regelmäßig geführte Buchhaltungsunterlagen vom Richter als Beweis in Streitigkeiten zwischen Kaufleuten zugelassen werden.

Standardisierter Kontenplan

Manche luxemburgische Unternehmen müssen ihre Konten grundsätzlich gemäß dem standardisierten Kontenplan (plan comptable normalisé - PCN) darstellen.

Der standardisierte Kontenplan (plan comptable normalisé - PCN) gibt für sämtliche Unternehmen dieselbe Struktur für die Buchführung vor. Auf diese Weise kann:

  • die Erfüllung der Unternehmenspflichten im Berichtswesen gegenüber Behörden und Verwaltung erleichtert werden;
  • die Analyse der Finanzlage von Unternehmen durch ihre Partner (Prüfer, Banken, Lieferanten usw.) vereinfacht werden.

Nach Abschluss des Geschäftsjahrs müssen die betroffenen Unternehmen:

Zuständige Kontaktstellen

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