Als Forscher aus einem Drittstaat eingestellt werden

Letzte Änderung dieser Seite am 01-04-2016

Drittstaatsangehörige, die sich für mehr als 3 Monate in Luxemburg als Forscher an einer zugelassenen Forschungseinrichtung niederlassen möchten, müssen ein 2-stufiges Verfahren befolgen:

  • 1. Schritt: vor der Einreise nach Luxemburg:
    • eine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis bei der Einwanderungsbehörde (Direction de l’immigration) des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten (Ministère des Affaires étrangères et européennes) beantragen;
    • im Besitz eines gültigen Reisepasses sein;
    • im Falle von Personen, die für die Einreise nach Luxemburg einer Visumpflicht unterliegen: nach Erhalt der vorübergehenden Aufenthaltserlaubnis ein Visum vom Typ D beantragen.
  • 2. Schritt: nach der Einreise nach Luxemburg:
    • sich bei ihrer neuen Wohnsitzgemeinde anmelden;
    • sich einer medizinischen Untersuchung unterziehen;
    • anschließend einen Aufenthaltstitel für Forscher aus einem Drittstaat beantragen.

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Zielgruppe

Eine Aufenthaltserlaubnis und ein anschließender Aufenthaltstitel sind in der Regel für sämtliche Drittstaatsangehörigen (d. h. Angehörige eines Landes, das weder ein EU-Mitgliedstaat noch einem EU-Mitgliedstaat gleichgestellt ist – Island, Norwegen, Liechtenstein und die Schweiz) erforderlich, die in einem Drittstaat leben und sich in Luxemburg niederlassen möchten, um dort an einem Forschungsprojekt zu arbeiten.

Insbesondere folgende Personen sind betroffen:

  • Forscher aus Drittstaaten (d. h. aus einem Land, das weder ein EU-Mitgliedstaat noch einem EU-Mitgliedstaat gleichgestellt ist – Island, Norwegen, Liechtenstein oder die Schweiz), die im Besitz eines Hochschul- oder Universitätsdiploms sind, das ihnen den Zugang zu einer Promotion ermöglicht, und die sich in Luxemburg niederlassen möchten, um dort an einem Forschungsprojekt an einer zugelassenen Forschungseinrichtung zu arbeiten;
  • Forscher aus Drittstaaten, die ein Aufnahmeabkommen in einem anderen EU-Mitgliedstaat abgeschlossen haben.

Betroffen sind ebenfalls öffentliche oder privatrechtliche Forschungseinrichtungen, die beabsichtigen, einen Forscher aus einem Drittstaat zu Forschungszwecken einzustellen.

Der Antrag auf Aufenthaltserlaubnis muss vom Antragsteller eingereicht werden. Er kann jedoch eine Drittperson (z. B. die Forschungseinrichtung) bevollmächtigen, die erforderlichen Schritte zu unternehmen.

Es sei angemerkt, dass Drittstaatsangehörige, bei denen es sich um Familienangehörige eines Bürgers eines EU-Mitgliedstaates (oder eines gleichgestellten Staates) handelt, der in Luxemburg lebt, keine besondere Genehmigung benötigen, um an einem Forschungsprojekt zu arbeiten.

Für bestimmte Forscher gelten die Bedingungen bezüglich der Aufenthaltserlaubnis als Forscher nicht (z. B. im Hinblick auf eine Promotion oder im Rahmen einer Entsendung).

Drittstaatsangehörige, die berechtigt sind, sich in einem EU-Mitgliedstaat als Forscher aufzuhalten, und beabsichtigen, aufgrund eines in diesem Staat abgeschlossenen Aufnahmeabkommens während eines nicht länger als 3 Monate andauernden Zeitraums einen Teil ihrer Forschungsarbeiten in Luxemburg durchzuführen, benötigen keine Aufenthaltserlaubnis, sofern sie über ausreichende Mittel verfügen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, und keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Gesundheit darstellen.

Voraussetzungen

Ein Drittstaatsangehöriger, der sich in Luxemburg niederlassen möchte, um dort an einem Forschungsprojekt zu arbeiten, muss:

  • im Besitz eines gültigen Reisepasses sein;
  • überprüfen, ob er ein Visum benötigt;
  • ein mit einer zugelassenen Forschungseinrichtung unterzeichnetes Aufnahmeabkommen vorlegen;
  • Inhaber eines Hochschuldiploms sein, welches zur Promotion berechtigt.

Im Vorfeld zu erledigende Schritte

Forschungseinrichtungen, die Forschungsarbeiten durchführen oder sich anbieten, um Forschungsarbeiten durchzuführen, und über eine Zulassung verfügen, können ein Aufnahmeabkommen abschließen.

Die Zulassung ist bei folgenden Stellen zu beantragen:

  • bei dem für die Forschung zuständigen Minister im Falle von öffentlichen Forschungsinstituten aus Luxemburg;
  • bei dem für die Wirtschaft zuständigen Minister im Falle von privatrechtlichen Forschungsinstituten aus Luxemburg.

Dem Zulassungsantrag sind folgende Unterlagen bzw. Informationen beizufügen:

  • Angabe des Ortes, an dem die Tätigkeiten ausgeübt werden;
  • Satzung bzw. Gesellschaftszweck des Instituts;
  • Beschreibung der Tätigkeiten;
  • Anzahl der beschäftigten Forscher;
  • Beschreibung der Forschungsarbeiten;
  • geprüfte Jahresabschlüsse der letzten 3 Geschäftsjahre.

Um die Zulassung zu erhalten, muss die Einrichtung nachweisen können, dass sie in Luxemburg Forschungsarbeiten durchführt.

Die Zulassung wird für eine maximale Dauer von 5 Jahren oder gegebenenfalls 3 Jahren, falls die Einrichtung erst kürzlich gegründet wurde, erteilt.

Öffentliche Forschungseinrichtungen, bei denen die Forschung zu den gesetz- oder verordnungsmäßigen Befugnissen gehört, sind davon befreit, diese Unterlagen vorzulegen.

Die Forschungseinrichtung und der Forscher müssen ein Aufnahmeabkommen abschließen, in welchem der Forscher sich verpflichtet, das Forschungsprojekt durchzuführen, und die Einrichtung sich verpflichtet, den Forscher zu diesem Zweck aufzunehmen, unter dem Vorbehalt, dass das Forschungsprojekt von den zuständigen Organen der Einrichtung angenommen wurde. Folgende Aspekte werden geprüft:

  • Gegenstand und Dauer der Forschungsarbeiten sowie Verfügbarkeit der zur Durchführung erforderlichen finanziellen Mittel;
  • Qualifikationen des Forschers im Hinblick auf den Gegenstand der Forschungsarbeiten, welche anhand einer beglaubigten Kopie der verlangten Diplome bescheinigt werden;
  • ausreichende monatliche finanziellen Mittel des Forschers, welche mindestens dem sozialen Mindestlohn für qualifizierte Arbeitnehmer entsprechen müssen, um die Aufenthalts- und Rückreisekosten zu bestreiten, ohne auf das Sozialversicherungssystem zurückgreifen zu müssen, und Deckung des Krankheitsrisikos;
  • im Aufnahmeabkommen angegebenes rechtliches Verhältnis sowie Arbeitsbedingungen des Forschers.

Die Forschungseinrichtung muss:

  • vor Dienstantritt auf der Vorlage der Aufenthaltserlaubnis/des Aufenthaltstitels des Forschers bestehen;
  • eine Kopie der Aufenthaltserlaubnis/des Aufenthaltstitels des Forschers verlangen, die er während der gesamten Beschäftigungszeit aufbewahren muss;
  • dem MAE den Beginn der Beschäftigungszeit innerhalb von 3 Werktagen nach dem 1. Arbeitstag mitteilen.

Die Forschungseinrichtung muss der Einwanderungsbehörde den Beginn der Beschäftigungszeit schriftlich (per Post, E-Mail oder Fax) mitteilen und dabei Folgendes angeben:

  • die Personalien und nationale Identifikationsnummer (matricule – 13-stellige Sozialversicherungsnummer) des Forschers;
  • das Datum des Beginns der Arbeit;
  • die Daten der Forschungseinrichtung.

Forschungseinrichtungen, die Drittstaatsangehörige beschäftigen, die sich illegal in Luxemburg aufhalten, setzen sich verwaltungs- und strafrechtlichen Sanktionen aus.

Vorgehensweise und Details

1. Schritt: Vor der Einreise nach Luxemburg

Antrag auf Aufenthaltserlaubnis

Der Forscher muss von seinem Herkunftsland aus bei einer der folgenden Stellen einen (formlosen) Antrag auf eine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis einreichen:

Außer in Ausnahmefällen (z. B. Drittstaatsangehörige, die bereits über einen Aufenthaltstitel für Luxemburg verfügen) muss der Antrag vor der Einreise nach Luxemburg eingereicht und bewilligt werden. Ein Antrag, der nach der Einreise eingereicht wird, wird für unzulässig erklärt.

Im Antrag auf die vorübergehende Aufenthaltserlaubnis sind die Personalien des Antragstellers (Name, Vornamen und genaue Adresse) anzugeben und folgende Unterlagen und Informationen sind beizufügen:

  • eine beglaubigte Kopie des vollständigen gültigen Reisepasses;
  • eine Geburtsurkunde;
  • ein Auszug aus dem Strafregister oder Affidavit (eidesstattliche Erklärung) des Antragstellers aus dem Wohnsitzland;
  • ein Lebenslauf;
  • eine beglaubigte Kopie der Diplome oder der beruflichen Qualifikationen;
  • ein zuvor mit einer zugelassenen Forschungseinrichtung unterzeichnetes Aufnahmeabkommen, unter dem Vorbehalt, dass das Forschungsprojekt von den zuständigen Organen der Einrichtung angenommen wurde;
  • eine namentliche Verpflichtungserklärung bezüglich der Aufenthalts- und Rückreisekosten des Forschers. Die Verpflichtungserklärung ist nach Unterzeichnung des Aufnahmeabkommens von der Forschungseinrichtung auszustellen;
  • gegebenenfalls eine Vollmacht.
    Vollmacht: Drittstaatsangehörige können einer Drittperson (beispielsweise der Forschungseinrichtung) eine Vollmacht erteilen, um den Antrag an ihrer Stelle einzureichen. In diesem Fall muss der Vollmachtnehmer, mit Ausnahme von juristischen Beratern, eine vom Vollmachtgeber ordnungsgemäß datierte und unterzeichnete Vollmacht vorlegen können, wobei der Unterschrift der handschriftliche Vermerk „gilt als Vollmacht“ (bon pour procuration) vorangehen muss.

Die Unterlagen müssen in Form eines Originals oder einer beglaubigten Kopie beigefügt werden. Bei Zweifeln hinsichtlich der Echtheit eines Dokuments kann der für die Einwanderung zuständige Minister verlangen, dass von der zuständigen örtlichen Behörde die Echtheit bestätigt wird und das Dokument von der Botschaft beglaubigt wird (oder dass es mit der Haager Apostille versehen wird).

Sofern die Dokumente nicht auf Deutsch, Französisch oder Englisch verfasst sind, ist eine beglaubigte Übersetzung eines vereidigten Übersetzers beizufügen.

Nur vollständige Anträge werden bearbeitet. Unvollständige Anträge werden an den jeweiligen Antragsteller zurückgeschickt.

Die Antwortfrist des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten liegt in der Regel bei maximal 4 Monaten. Bei Ausbleiben einer Antwort innerhalb dieser Frist ist davon auszugehen, dass der Antrag abgelehnt wurde.

Wird dem Antrag stattgegeben, erhält der Drittstaatsangehörige eine „vorübergehende Aufenthaltserlaubnis“, die ihm per Post zugeschickt wird. Diese vorübergehende Aufenthaltserlaubnis ist 90 Tage lang gültig. Während dieser Zeit muss der Drittstaatsangehörige:

  • entweder ein Einreisevisum beantragen, falls eine Visumpflicht zur Einreise in den Schengen-Raum besteht,
  • oder, wenn er keiner Visumpflicht unterliegt, nach Luxemburg einreisen und sich bei der Gemeindeverwaltung seines Wohnsitzortes anmelden.

Nach seiner Einreise nach Luxemburg muss der Drittstaatsangehörige die erforderlichen Formalitäten erledigen, um einen Aufenthaltstitel zu bekommen.

Reisepass und Visum

Falls keine Visumpflicht besteht, kann der Drittstaatsangehörige mit seiner Aufenthaltserlaubnis und einem gültigen Reisepass nach Luxemburg einreisen.

Falls er für die Einreise ein Visum benötigt, muss er vor seiner Reise in seinem Herkunftsland ein Visum vom Typ D beantragen und dabei seine Aufenthaltserlaubnis vorlegen, dies:

  • bei der diplomatischen oder konsularischen Vertretung Luxemburgs in seinem Wohnsitzland;
  • oder, sofern es dort keine solche Vertretung gibt, bei der Botschaft oder beim Konsulat des Schengenstaates, der Luxemburg in Visumangelegenheiten vertritt (nur belgische Botschaft oder belgisches Konsulat).

Das Visum mit einer höchstens 3-monatigen Gültigkeitsdauer wird in Form eines Aufklebers in den Reisepass eingetragen.

Falls der Reisepass des Antragstellers in weniger als 6 Monaten abläuft, wird empfohlen, vor der Einreise nach Luxemburg einen neuen Reisepass zu beantragen.

Sofern ein Drittstaatsangehöriger im Besitz einer Aufenthaltskarte für Familienangehörige eines Unionsbürgers oder eines von einem anderen EU-Mitgliedstaat ausgestellten gültigen Aufenthaltstitels ist, benötigt er kein Visum. Der Drittstaatsangehörige muss jedoch im Besitz der vorübergehenden Aufenthaltserlaubnis für Luxemburg sein.

2. Schritt: Nach der Einreise nach Luxemburg

Anmeldung

Bei seiner Einreise muss der Drittstaatsangehörige ein gültiges Reisedokument (Reisepass und gegebenenfalls Visum) sowie seine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis mit sich führen.

Innerhalb von 3 Tagen nach seiner Ankunft in Luxemburg muss er sich bei seiner neuen Wohnsitzgemeinde anmelden und dort folgende Unterlagen vorlegen:

  • ein gültiges Reisedokument (Reisepass und gegebenenfalls Visum oder von einem anderen EU-Mitgliedstaat ausgestellte(r) Aufenthaltskarte bzw. Aufenthaltstitel);
  • das Original der vorübergehenden Aufenthaltserlaubnis;
  • gegebenenfalls einen Wohnsitznachweis (z. B. Mietvertrag, Stromrechnung usw.).

Der Anmelder erhält dann eine Kopie seiner Anmeldung als Empfangsbestätigung.

Diese Kopie gilt zusammen mit der Aufenthaltserlaubnis als Arbeitsgenehmigung und als Aufenthaltsgenehmigung.

Medizinische Untersuchung

Der Forscher aus einem Drittstaat muss sich vor Beantragung des Aufenthaltstitels einer medizinischen Untersuchung für Ausländer unterziehen, die sich aus folgenden Teilen zusammensetzt:

  • einer medizinischen Untersuchung bei einem in Luxemburg niedergelassenen und zugelassenen Allgemeinmediziner, Facharzt für innere Medizin oder Kinderarzt;
  • einem Tuberkulintest bei der Sozialmedizinischen Liga (Ligue médico-sociale - LMS).

Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchungen stellt der Medizinische Dienst für Einwanderer (Service médical de l'immigration - SMI) der Gesundheitsbehörde (Direction de la santé) eine ärztliche Bescheinigung aus, welche der Einwanderungsbehörde des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten im Hinblick auf die Bearbeitung des Antrags auf Erhalt eines Aufenthaltstitels übermittelt wird.

Antrag auf Aufenthaltstitel

Innerhalb von 3 Monaten nach seiner Einreise muss der Forscher aus einem Drittstaat einen Antrag auf Aufenthaltstitel für Drittstaatsangehörige beim Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten stellen.

Der Antrag auf Aufenthaltstitel ist anhand eines speziellen Formulars zu stellen und es sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • eine beglaubigte Kopie der ausgefüllten Seiten des gültigen Reisepasses;
  • eine Kopie der Aufenthaltserlaubnis;
  • eine Kopie der von der Gemeindeverwaltung ausgestellten Anmeldebescheinigung;
  • ein Nachweis über eine geeignete Wohnung in Luxemburg (z. B. Mietvertrag, Eigentumsurkunde);
  • ein Zahlungsbeleg über die Gebühr von 80 Euro auf das Konto IBAN LU46 1111 2582 2814 0000 (BIC: CCPLLULL, Zahlungsempfänger: Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten, Einwanderungsbehörde; Verwendungszweck: Aufenthaltstitel für …).

Sofern dem Antrag stattgegeben wird, erhält der Antragsteller ein Schreiben, durch welches er aufgefordert wird, während der Öffnungszeiten mit seinem gültigen Reisepass persönlich bei der Einwanderungsbehörde des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten vorstellig zu werden, damit dort für seinen Aufenthaltstitel ein Foto von ihm gemacht wird und seine Fingerabdrücke abgenommen werden. Der Antragsteller kann ebenfalls ein aktuelles den ICAO-Normen entsprechendes Passbild (Standard biometrischer Reisepass) mitbringen.

Einige Tage nach Erfassung der biometrischen Daten kann der Antragsteller seinen Aufenthaltstitel persönlich bei der Einwanderungsbehörde abholen. Das genaue Datum hierfür wird ihm bei der Erfassung seiner biometrischen Daten mitgeteilt.

Der Aufenthaltstitel wird für die Dauer eines Jahres oder für die Dauer des Forschungsprojekts ausgestellt, und ist erneuerbar, sofern die Bedingungen für die Erteilung weiterhin erfüllt sind.

Der Aufenthaltstitel hat die Form einer Chipkarte mit den biometrischen Daten des Inhabers. Er beinhaltet die Arbeitserlaubnis für Forscher.

Der Aufenthaltstitel enthält Informationen über seinen Inhaber (Name, Vorname, Staatsangehörigkeit, Geburtsdatum und -ort) sowie spezifische Angaben zum Aufenthaltstitel (Art, Beginn und Ende der Gültigkeit).

Einige Arten von Aufenthaltstiteln enthalten zusätzliche Informationen, die unter „Anmerkungen“ auf dem Titel angegeben sind.

Gültigkeit und Erneuerung

Der Aufenthaltstitel für Forscher aus einem Drittstaat gilt für ein Jahr oder für die Dauer des Forschungsprojekts, und ist erneuerbar, sofern die Bedingungen für die Erteilung weiterhin erfüllt sind.

Achtung: Ausländer, die das Großherzogtum Luxemburg für mehr als 6 Monate verlassen wollen, müssen ihren Aufenthaltstitel beim Minister abgeben und sich bei der Gemeindeverwaltung ihres bisherigen Wohnortes abmelden.

Erneuerung des Aufenthaltstitels

Spätestens 2 Monate vor Ablauf der Gültigkeit des Aufenthaltstitels müssen Drittstaatsangehörige einen Antrag auf Erneuerung bei der Einwanderungsbehörde des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten einreichen und ihrem Antrag folgende Unterlagen beifügen:

  • eine beglaubigte Kopie der ausgefüllten Seiten des gültigen Reisepasses;
  • ein mit einer zugelassenen Forschungseinrichtung unterzeichnetes Aufnahmeabkommen;
  • eine Verpflichtungserklärung einer zugelassenen Forschungseinrichtung;
  • einen Sozialversicherungsnachweis, welcher sämtliche Mitgliedschaftszeiträume des Forschers bei der luxemburgischen Sozialversicherung auflistet;
  • einen aktuellen luxemburgischen Strafregisterauszug;
  • einen Zahlungsbeleg über die Gebühr von 80 Euro auf das Konto IBAN LU46 1111 2582 2814 0000 (BIC: CCPLLULL, Zahlungsempfänger: Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, Einwanderungsbehörde; Verwendungszweck: Aufenthaltstitel für …).

Nach 5 Jahren ordnungsgemäßem und ununterbrochenem Aufenthalt auf luxemburgischem Staatsgebiet kann der Drittstaatsangehörige eine langfristige Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Verlust, Diebstahl oder Beschädigung der Bescheinigung

Bei Verlust, Diebstahl oder Beschädigung des Aufenthaltstitels ist ein spezielles Verfahren zu befolgen.

Zuständige Kontaktstellen

Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten
26, route d'Arlon
Luxemburg
Postanschrift Postfach 752 L-2017 Luxemburg
Großherzogtum Luxemburg
Tel: (+352) 247-84040 (von 14.00 bis 16.00 Uhr)
Fax: (+352) 22 16 08
E-Mail immigration.public@mae.etat.lu

Öffnungszeiten
Informationsschalter: 8.30 bis 12.00 Uhr von Montag bis Freitag; Antrags- und Austellungstelle für biometrische Aufenthaltstitel (nur mit Termin): 8.30 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr von Montag bis Freitag