Investitionsbeihilfe

Jedes kleine oder mittlere Unternehmen (KMU), das ein Investitionsvorhaben zur Förderung der Gründung, des Ausbaus, der Diversifizierung sowie der grundlegenden Veränderung des Produktionsprozesses durchführen möchte, kann in den Genuss einer Investitionsbeihilfe für KMU kommen.

Investitionen zum Ersatz vorhandener Maschinen und/oder Anlagen sind im Rahmen dieser Beihilferegelung nicht förderfähig.

Zielgruppe

Beihilfefähige Unternehmen

Diese Beihilfe richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen mit einer von der Generaldirektion für Mittelstand (Direction générale des classes moyennes) erteilten Niederlassungsgenehmigung, deren Tätigkeiten nicht auf der Liste der ausgeschlossenen Tätigkeiten aufgeführt sind, dies gemäß den für alle Beihilfen für KMU geltenden allgemeinen Bedingungen.

Förderfähige Kosten

Um als förderfähig im Rahmen dieser Beihilferegelung zu gelten, muss es sich um eine der folgenden Investitionen handeln:

  •  Investitionen in materielle und/oder immaterielle Vermögenswerte mit Bezug auf:
    • die Gründung eines Betriebs;
    • die Erweiterung eines bestehenden Betriebs;
    • die Diversifizierung der Produktion eines Betriebs durch neue zusätzliche Produkte;
    • eine grundlegende Veränderung des gesamten Produktionsprozesses eines bestehenden Betriebs;
  • den Erwerb der Vermögenswerte eines Betriebs, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:
    • der Betrieb wurde geschlossen oder wäre ohne die Übernahme geschlossen worden;
    • die Vermögenswerte werden von einem Dritten erworben, der nicht mit dem Käufer verbunden ist, und;
    • die Transaktion läuft zu den Marktbedingungen ab.
Falls ein Familienmitglied des ursprünglichen Eigentümers oder ein Arbeitnehmer ein kleines Unternehmen übernimmt, muss die Bedingung des Erwerbs der Vermögenswerte von einem Dritten, der nicht mit dem Käufer verbunden ist, nicht erfüllt sein. Der einfache Erwerb der Aktien eines Unternehmens wird nicht als Investition betrachtet. Das Gleiche gilt für einfache Ersatzinvestitionen.

Voraussetzungen

Um in den Genuss einer Investitionsbeihilfe für KMU zu kommen, muss das Unternehmen die für alle Beihilfen für KMU geltenden allgemeinen Bedingungen erfüllen.

Vorgehensweise und Details

Antragstellung

Das Ministerium für Wirtschaft (Ministère de l'Economie) stellt den Unternehmen ein Beihilfeantragsformular für Investitionsvorhaben zur Verfügung.

Die vollständigen Unterlagen müssen – datiert und von einer zeichnungsberechtigten Person des Unternehmens unterzeichnet – zusammen mit den entsprechenden Anlagen vor Beginn der Arbeiten am Projekt eingesandt werden, d. h.:

  • entweder vor Beginn der Bauarbeiten im Zusammenhang mit der jeweiligen Investition;
  • oder vor der ersten rechtlich verpflichtenden Bestellung von Ausrüstung oder jeder sonstigen Zusage, durch die die Investition unwiderruflich wird, je nachdem welches Ereignis zuerst eintritt.

Die Unterlagen müssen dem Minister für Wirtschaft entweder per Post oder in elektronischer Form zugestellt werden. Bei Postsendungen ist Folgendes auf dem Umschlag anzugeben:

Ministère de l'Economie
Demande d'aides d'Etat
L-2937 LUXEMBOURG

Belege

Die Antragsunterlagen für die Beihilfe müssen insbesondere folgende Angaben und Dokumente enthalten:

  • Name und Größe des Unternehmens (um die Größe des Unternehmens zu bestimmen, können sämtliche für zweckmäßig erachteten Belege verlangt werden);
  • Beschreibung des Investitionsvorhabens, einschließlich Anfangs- und Enddaten;
  • Beschreibung der Kriterien für den Betrieb des Investitionsvorhabens und des wirtschaftlichen Potenzials;
  • Standort des Investitionsvorhabens;
  • Gesamtkosten des Vorhabens;
  • Auflistung der zulässigen Kosten des Investitionsvorhabens;
  • Gewinne und Betriebskosten, sofern vorhanden;
  • Finanzierungsplan;
  • Form und Höhe der für das Investitionsvorhaben benötigten Finanzierung;
  • alle relevanten Informationen, die den zuständigen Ministern helfen, die Merkmale oder Besonderheiten des Vorhabens/Programms oder seinen Anreizeffekt zu beurteilen.

Das Unternehmen gestattet dem Minister für Wirtschaft und dem Minister für Finanzen, bei der Steuerverwaltung (Administration des contributions directes), der Einregistrierungs-, Domänen- und Mehrwertsteuerverwaltung (Administration de l’enregistrement, des domaines et de la TVA) und der Zentralstelle der Sozialversicherungen (Centre commun de la sécurité sociale) zu überprüfen, dass das Unternehmen sich nicht seinen Steuer- und Sozialabgabepflichten entzogen hat. Ansonsten kann das Unternehmen Bescheinigungen dieser Verwaltungen beifügen, die belegen, dass alle Steuern und Sozialabgaben entrichtet wurden.

Alle Unternehmen, die vor weniger als 3 Jahren gegründet wurden, müssen einen Businessplan vorlegen.

Das Ministerium kann zusätzliche Informationen zum richtigen Verständnis des Vorhabens verlangen.

Höchstbetrag der Beihilfe

Der Umfang der Beihilfe ist nicht höher als:

  • 20 % der förderfähigen Kosten im Falle von kleinen Unternehmen;
  • 10 % der förderfähigen Kosten im Falle von mittleren Unternehmen.

Für jedes Investitionsvorhaben muss die Höhe der Beihilfe mindestens 1.000 Euro betragen.

Auszahlung der Beihilfe

Die Beihilfe kann folgendermaßen gewährt werden:

  • in Form von Subventionen;
  • in Form von rückzahlbaren Vorschüssen;
  • in Form von Zinsvergünstigungen. Sie kann über ein Kreditinstitut oder ein Finanzinstitut öffentlichen Rechts ausgezahlt werden.

Die Kapitalsubvention und der rückzahlbare Vorschuss werden nach Fertigstellung des Investitionsvorhabens ausgezahlt. Eine oder mehrere Anzahlungen können jedoch schrittweise entsprechend der Umsetzung der Investitionen geleistet werden.

Bei der Gewährung der Beihilfe vereinbaren das Unternehmen und das Ministerium für Wirtschaft gemeinsam die Modalitäten für die Erstattung des rückzahlbaren Vorschusses im Falle des Erfolgs des Vorhabens.

Hat das Unternehmen Schulden in Bezug auf die Steuern oder Sozialabgaben kann die Gewährung der Beihilfe an die Bedingung von deren vollständigen Zahlung oder der Annahme eines Tilgungsplans seitens der betroffenen Behörden gebunden werden. Das Unternehmen kann zwischen einer vollständigen oder teilweisen Zahlung dieser Schulden durch eine Zahlung der bewilligten Beihilfe an die betroffenen Behörden wählen.

Die Zahlung der Beihilfen muss innerhalb einer Frist (Ausschlussfrist) von 5 Jahren ab Auszahlung des Aufwendungsbetrages beantragt werden, auf den sich die Beihilfe bezieht. Diese Frist kann auf schriftlichen Antrag des Beihilfeempfängers an den Minister für Wirtschaft verlängert werden.

Formulare/Online-Dienste

Investitionsbeihilfe zugunsten der KMU

Ihre in diesem Formular erfassten personenbezogenen Informationen werden von der zuständigen Verwaltungsbehörde verarbeitet, um Ihren Antrag erfolgreich abzuschließen.

Diese Informationen werden von der Behörde für den zur Verarbeitung erforderlichen Zeitraum gespeichert.

Die Empfänger Ihrer Daten sind die im Rahmen Ihres Antrags zuständigen Verwaltungsbehörden. Um die Empfänger der in diesem Formular erfassten Daten zu erfahren, wenden Sie sich bitte an die für Ihren Antrag zuständige Behörde.

Gemäß der Verordnung (EU) 2016/679 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr haben Sie das Recht auf Zugang, Berichtigung und gegebenenfalls Löschung Ihrer personenbezogenen Informationen. Sie haben zudem das Recht, Ihre erteilte Einwilligung jederzeit zu widerrufen.

Weiterhin können Sie, außer in Fällen, in denen die Verarbeitung Ihrer Daten verpflichtend ist, Widerspruch einlegen, wenn dieser rechtmäßig begründet ist.

Wenn Sie diese Rechte ausüben und/oder Einsicht in Ihre Informationen nehmen möchten, können Sie sich unter den im Formular angegebenen Kontaktdaten an die zuständige Verwaltungsbehörde wenden. Sie haben außerdem die Möglichkeit, bei der Nationalen Kommission für den Datenschutz Beschwerde einzulegen (Commission nationale pour la protection des données, 1, Avenue du Rock'n'Roll, L-4361 Esch-sur-Alzette).

Wenn Sie Ihren Vorgang fortsetzen, akzeptieren Sie damit, dass Ihre personenbezogenen Daten im Rahmen Ihres Antrags verarbeitet werden.

Modèle de demande pour une aide à l'investissement en faveur des PME

Les informations qui vous concernent recueillies sur ce formulaire font l’objet d’un traitement par l’administration concernée afin de mener à bien votre demande.

Ces informations sont conservées pour la durée nécessaire par l’administration à la réalisation de la finalité du traitement

Les destinataires de vos données sont les administrations compétentes dans le cadre du traitement de votre demande. Veuillez-vous adresser à l’administration concernée par votre demande pour connaître les destinataires des données figurant sur ce formulaire. Conformément au règlement (UE) 2016/679 relatif à la protection des personnes physiques à l'égard du traitement des données à caractère personnel et à la libre circulation de ces données, vous bénéficiez d’un droit d’accès, de rectification et le cas échéant d’effacement des informations vous concernant. Vous disposez également du droit de retirer votre consentement à tout moment.

En outre et excepté le cas où le traitement de vos données présente un caractère obligatoire, vous pouvez, pour des motifs légitimes, vous y opposer.

Si vous souhaitez exercer ces droits et/ou obtenir communication de vos informations, veuillez-vous adresser à l’administration concernée suivant les coordonnées indiquées dans le formulaire. Vous avez également la possibilité d’introduire une réclamation auprès de la Commission nationale pour la protection des données ayant son siège à 1 Avenue du Rock'n'Roll, L-4361 Esch-sur-Alzette.

En poursuivant votre démarche, vous acceptez que vos données personnelles soient traitées dans le cadre de votre demande.

Investment aid for SME

To complete your application, the information about you collected from this form needs to be processed by the public administration concerned.

That information is kept by the administration in question for as long as it is required to achieve the purpose of the processing operation(s).

Your data will be shared with other public administrations that are necessary for the processing of your application. For details on which departments will have access to the data on this form, please contact the public administration you are filing your application with.

Under the terms of Regulation (EU) 2016/679 on the protection of natural persons with regard to the processing of personal data and on the free movement of such data, you have the right to access, rectify or, where applicable, remove any information relating to you. You are also entitled to withdraw your consent at any time.

Additionally, unless the processing of your personal data is compulsory, you may, with legitimate reasons, oppose the processing of such data.

If you wish to exercise these rights and/or obtain a record of the information held about you, please contact the administration in question using the contact details provided on the form. You are also entitled to file a claim with the National Commission for Data Protection (Commission nationale pour la protection des données), headquartered at 1, Avenue du Rock'n'Roll, L-4361 Esch-sur-Alzette.

By submitting your application, you agree that your personal data may be processed as part of the application process.

Zuständige Kontaktstellen

Doppelklick, um die Karte zu aktivieren
Doppelklick, um die Karte zu aktivieren
Zum letzten Mal aktualisiert am