Gutscheine für außerschulische Kinderbetreuung (chèques-services) in Anspruch nehmen

Das System der Gutscheine für Kinderbetreuung (chèque-service accueil - CSA) richtet sich an Kinder, die für dieses System angemeldet sind. Die Gutscheine für Kinderbetreuung sind eine Sachleistung, durch die den Eltern je nach verfügbaren Plätzen reduzierte Tarife für Erziehungs- und Betreuungsdienstleistungen im Bereich der nicht formalen Bildung bewilligt werden. Die Höhe der staatlichen Beteiligung (Betrag der CSA) und die Höhe des finanziellen Eigenanteils der Eltern werden je nach Sachlage und unter Berücksichtigung folgender Elemente berechnet:

  • Einkommenslage;
  • Anzahl der Kinder im Haushalt und Rang des betroffenen Kindes in der Geschwisterfolge;
  • Zahl der Stunden nicht formaler Bildung, während derer das Kind betreut wird.

Der Betrag der CSA wird direkt an den Dienstleister gezahlt.

Die Eltern müssen sich für einen Dienstleister (Bildungs- und Betreuungseinrichtung und/oder Tageseltern) entscheiden, der die Bedingungen für den Erhalt des Titels „CSA-Dienstleister“ und gewisse Qualitätsanforderungen erfüllt.

Die Absicht des Staates ist es, die Integration der Kinder auf Ebene der lokalen Gemeinschaft in der luxemburgischen Gesellschaft zu verstärken und ihre Einschulung in der luxemburgischen Grundschule zu fördern. Die Gutscheine sind Teil der öffentlichen Dienstleistungsaufgabe, die folgende Ziele verfolgt:

  • sozialer Zusammenhalt durch Integration;
  • Chancengleichheit für alle Kinder.

Zielgruppe

Die Gutscheine für Kinderbetreuung richten sich an alle Kinder:

  • mit Wohnsitz in Luxemburg oder
  • von denen ein Elternteil oder gesetzlicher Vertreter als aus der Europäischen Union stammender Arbeitnehmer in Luxemburg beschäftigt ist.

Voraussetzungen

Damit die Gutscheine für Kinderbetreuung genutzt werden können, müssen die Kinder:

  • jünger als 13 Jahre alt sein und/oder
  • noch die Grundschule besuchen.

Nicht gebietsansässige Arbeitnehmer müssen zusätzliche Bedingungen erfüllen:

  • der Elternteil oder gesetzliche Vertreter muss selbst bei der Zentralstelle der Sozialversicherungen (Centre commun de la sécurité sociale - CCSS) angemeldet sein;
  • er muss für sein Kind, für das die CSA beantragt werden, in Luxemburg Kindergeld beziehen.

Vorgehensweise und Details

Teilnahme am Gutscheinsystem

Um die Vorteile der Gutscheine für Kinderbetreuung in Anspruch nehmen zu können, müssen Eltern, die in Luxemburg ansässig sind und ihr Kind für das Gutscheinsystem anmelden wollen, bei der Gemeindeverwaltung ihres Wohnsitzorts vorstellig werden.

Nicht in Luxemburg ansässige, aber dort beschäftige EU-Bürger, die ihr Kind für das Gutscheinsystem anmelden wollen, müssen am Schalter der Zukunftskasse (Caisse pour l'Avenir des Enfants - CAE) vorstellig werden oder das entsprechende Antragsformular per Post einsenden.

Die Teilnahme am Gutscheinsystem muss bei der Wohnsitzgemeinde des Kindes oder – im Falle von nicht gebietsansässigen Kindern – bei der CAE erklärt werden und nicht bei der Gemeinde, in der sich die Kinderbetreuungseinrichtung befindet.

Bei der Anmeldung erhalten die Eltern einen Beitrittsvertrag als Nachweis für die Gültigkeit der CSA. Pro Kind kann nur ein Beitrittsvertrag abgeschlossen und eine Rechnungsadresse angegeben werden.

Der Beitrittsvertrag wird nach Wahl der Eltern in französischer, deutscher, englischer oder portugiesischer Sprache erstellt.

Er ist ab Unterzeichnung 12 Monate gültig und muss an jedem Jahrestag erneuert werden. Die Eltern sind für die Erneuerung des Vertrags vor Ablauf der Gültigkeit verantwortlich. Wird die Karte nicht erneuert, können die CSA-Leistungen nicht mehr in Anspruch genommen werden.

Ausnahmsweise und aus ordnungsgemäß belegten Gründen kann die Teilnahme auf 3 Monate begrenzt werden.

Der Beitrittsvertrag enthält Folgendes:

  • die CSA-Tarife für das betreffende Kind;
  • den finanziellen Eigenanteil der Eltern pro Mittagessen;
  • die Dauer der Teilnahme und die Daten des Beginns und des Endes des Vertrags;
  • einen Anhang mit den speziellen Vorteilen je nach Alter des Kindes.

Einen Dienstleister auswählen

Die Eltern müssen sich für einen Dienstleister (Bildungs- und Betreuungseinrichtung und/oder Tageseltern) entscheiden, der die Bedingungen für den Erhalt des Titels „CSA-Dienstleister“ und gewisse Qualitätsanforderungen erfüllt.

Auch bei Inanspruchnahme der Gutscheinleistungen müssen die Eltern ihr(e) Kind(er) in den Betreuungseinrichtungen ihrer Wahl selbst anmelden. Die Kinder werden je nach der Anzahl der verfügbaren Plätze und entsprechend den vom Dienstleister festgelegten Aufnahmeprioritäten aufgenommen.

Der Antragsteller muss einen Erziehungsvertrag mit dem Dienstleister im Rahmen des Gutscheinsystems für Kinderbetreuung unterzeichnen.

Mitzuteilende Daten

Die Eltern müssen folgende Pflichtangaben machen:

  • Name und Vorname des Kindes;
  • nationale Identifikationsnummer des Kindes;
  • Name, Vorname und nationale Identifikationsnummer des gesetzlichen Vertreters;
  • nationale Identifikationsnummer des Partners des gesetzlichen Vertreters (im Falle einer Stieffamilie);
  • Adresse des Kindes;
  • Adresse des Antragstellers;
  • Rechnungsadresse;
  • Zahl der Kinder des Haushalts des gesetzlichen Vertreters, die Kindergeld beziehen (bei der Zukunftskasse (Caisse pour l'Avenir des Enfants - CAE) zu beantragen);
  • gewählte Kommunikationssprache (Deutsch, Französisch, Luxemburgisch, Englisch oder Portugiesisch);
  • wahlweise Angaben zur Einkommenslage des gesetzlichen Vertreters.

Wert und Tabellen des Gutscheins

In dem Beitrittsvertrag wird der Wert des Gutscheins je nach Einkommen des Haushalts und Zahl der Kinder, die im Haushalt leben und Kindergeld beziehen, festgelegt.

Anhand der Tabelle „Eigenbeteiligung der Eltern“ können die geltenden CSA-Tarife berechnet werden.

Die finanzielle Beteiligung des Staates ist auf 60 Stunden pro Woche begrenzt. Die entsprechenden Obergrenzen sind für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen auf 6 Euro/Stunde und für Tageseltern auf 3,75 Euro/Stunde festgesetzt. Alle darüber hinausgehenden Gebühren gehen zulasten der Eltern.

Der Staat beteiligt sich an höchstens 5 Mittagessen pro Wochen. Jedes zusätzliche Mittagessen geht zulasten der Eltern.

Finanzieller Eigenanteil der Eltern

Wenn die Eltern von einer Ermäßigung im Rahmen der Gutscheine für Kinderbetreuung profitieren möchten, müssen sie Angaben zur Einkommenslage ihres Haushalts machen.

Ehepaare, eingetragene Lebenspartner und Lebensgefährten werden bei der Berechnung des Einkommens des Haushalts gleichwertig behandelt.

Hierzu muss der gesetzliche Vertreter alle kürzlich ausgestellten erforderlichen Belege zum Nachweis der derzeitigen Einkommenslage seines Haushalts vorlegen:

  • eine Kopie des zuletzt ausgestellten Steuerbescheids oder ansonsten eine von der ACD ausgestellte Einkommensbescheinigung;
  • jeglichen Nachweis für die Einkommenslage des Haushalts (kürzlich von der CCSS ausgestellte Lohn-/Gehalts-, Renten- oder Arbeitslosengeldbescheinigung), falls das Einkommen nicht im Wege der Steuerveranlagung steuerpflichtig ist;
  • bei Nicht-Gebietsansässigen von den zuständigen Behörden an die nicht in Luxemburg steuerpflichtigen Personen ausgestellte Nachweise oder
  • jeden sonstigen Beleg zum Nachweis des derzeitigen Einkommens.
Kann der Antragsteller aus von ihm nicht zu verantwortenden Gründen einen dieser Belege nicht vorlegen, wird das steuerpflichtige Einkommen des Haushalts durch jeden sonstigen vom Arbeitgeber ausgestellten Beleg bescheinigt.

Der Beamte kann zusätzliche Belege als Nachweis für das Einkommen des Haushalts verlangen.

Falls die Eltern keine Daten zu ihrem Einkommen mitteilen möchten, werden die in der letzten Rubrik der Tabelle der Beteiligung der Eltern namens „Ohne Angabe zum Einkommen“ vorgesehenen Beträge angewandt.

Es wird dringend geraten, sich im Voraus bei der Wohnsitzgemeinde oder der CAE nach den Belegen, die bei Unterzeichnung des Beitrittsvertrages verlangt werden, zu erkundigen.

Hinweis: Wenn das zu versteuernde Monatseinkommen über dem 4,5-Fachen des sozialen Mindestlohns, d. h. 8.645 Euro, liegt oder das zu versteuernde Jahreseinkommen über 103.736 Euro, gelten die Höchstsätze, und ein Nachweis der Einkommensverhältnisse ist nicht erforderlich.

Spezielle Vorteile

Beim Gutscheinsystem gibt es zusätzliche Vorteile zu den CSA-Tabellen und -Tarifen. Diese Vorteile betreffen alle Kinder unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern.  

Kostenlose Stunden der mehrsprachigen Erziehung für Kinder ab 1 Jahr bis zum Besuch von Zyklus 1.1

Jedes Kind ab 1 Jahr und bis zum Besuch von Zyklus 1.1 hat Anspruch auf eine finanzielle Beihilfe im Rahmen des mehrsprachigen Erziehungsprogramms. Der Zugang zum mehrsprachigen Erziehungsprogramm ist von den verfügbaren Angeboten des Systems der Gutscheine für Kinderbetreuung abhängig. Tageseltern sind nicht Teil dieses Programms.

Die Kinder haben während 46 Wochen pro Kalenderjahr Anspruch auf bis zu 20 kostenlose Stunden pro Woche in einer Bildungs- und Betreuungseinrichtung für Kinder (SEA).

Das Angebot des mehrsprachigen Erziehungsprogramms ist mit der im Rahmen des CSA-Systems gewährte Beihilfe kumulierbar.

Es ist nicht kumulierbar mit der Anmeldung des Kindes in der Früherziehung für 8 vorgegebene Zeiträume pro Woche während 36 Wochen pro Schuljahr. Es ist hingegen kumulierbar mit der Anmeldung des Kindes in der Früherziehung für weniger als 8 vorgegebene Zeiträume pro Woche während 36 Wochen pro Schuljahr. In diesem Fall liegt die Höchstzahl der Stunden für mehrsprachige Erziehung bei 10 Stunden pro Woche während 46 Wochen pro Kalenderjahr.

Pauschale von 100 Euro pro Woche während der Schulferien

Der Betrag zulasten der Eltern ist während der Schulferien auf 100 Euro pro Woche (ohne Mittagessen) begrenzt.

Neuberechnung

Im Falle eines Fehlers bei der Berechnung der Beihilfe kann der Antragsteller eine Berichtigung seines Antrags beantragen:

  • bei der Gemeindeverwaltung oder
  • bei der CAE.

Hierzu muss er jeglichen als stichhaltig erachteten Beleg vorlegen. Eine Neuberechnung der in Rechnung gestellten Leistungen ist mit Zustimmung der Gemeindeverwaltung und des Dienstleisters möglich.

Im Falle eines Fehlers bei der Berechnung der Betreuungsstunden beantragt der Antragsteller eine Neuberechnung beim Dienstleister. Diese Neuberechnung kann nur mit Zustimmung des Dienstleisters erfolgen. 

Formulare/Online-Dienste

Demande d’adhésion aux chèques-services accueil (CSA) pour les non-résidents

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