Eine schulische Unterstützung für den Grundschulunterricht beantragen

Zusätzlich zum Grundschulunterricht, der für alle Schüler zwischen 4 und 12 Jahren identisch ist, werden für Schüler mit Förderbedarf spezielle schulische Unterstützungsmaßnahmen in den Schulen organisiert:

  • Förderunterricht während oder nach dem Unterricht für Schüler mit Lernschwierigkeiten;

  • fakultative Hausaufgabenbetreuung (oder Hausaufgabenhilfe) nach dem Unterricht – in einigen Gemeinden;

  • Auffangkurse und -klassen für Kinder, die im Laufe des Schuljahres nach Luxemburg einreisen. In den Auffangkursen werden die zu unterrichtenden Sprachen sowie die Reihenfolge der Sprachen unter Berücksichtigung des Alters des Kindes bei seiner Ankunft, seiner Vorkenntnisse, der von den Eltern beherrschten Sprachen und der Ähnlichkeit der Muttersprache mit der ersten zu lernenden Sprache bestimmt.

Zielgruppe

Für Grundschüler, die Schwierigkeiten haben, dem normalen Unterrichtsrhythmus zu folgen, stehen schulische Unterstützungsmaßnahmen in Form von Hausaufgabenbetreuung oder der Aufnahme in eine spezielle Klasse bzw. eine Förderklasse bereit.

Vorgehensweise und Details

Förderunterricht und Differenzierung

Ein Grundsatz der Grundschule ist die Absprache zwischen dem Klassenlehrer und seinen Kollegen aus demselben Zyklus, um den Unterricht an die Bedürfnisse der Schüler anzupassen.

Man spricht hierbei von „Differenzierung“. Demnach kann ein Schüler, der sich mit Schwierigkeiten konfrontiert sieht, eine zusätzliche Unterstützung (Förderunterricht) in Anspruch nehmen: Er kann sich einzeln oder in einer Gruppe von Schülern mit ähnlichen Schwierigkeiten während oder nach dem Unterricht vom Lehrer helfen lassen.

Hausaufgabenbetreuung (Hausaufgabenhilfe)

In einigen Gemeinden wird eine fakultative Hausaufgabenbetreuung oder -hilfe unter der Leitung des Klassenlehrers angeboten (die Uhrzeiten variieren je nach Schule). Diese Hausaufgabenhilfe findet nach dem Unterricht statt.

Zu Beginn des Schuljahres verteilt der Lehrer ein Anmeldeformular mit allen nützlichen Informationen. Die Eltern/Sorgeberechtigten müssen dem Klassenlehrer das unterzeichnete Formular grundsätzlich vor Ende September (persönlich oder per Post) übermitteln. Die Anmeldung gilt für das ganze Jahr.

Je nach Gemeinde kann diese schulische Unterstützungsmaßnahme kostenpflichtig sein.

Auffangkurs und -klasse

Neu eingereiste Kinder zwischen 4 und 5 Jahren werden in Zyklus 1 eingeschult; hier lernen sie Luxemburgisch.

Kinder zwischen 6 und 11 Jahren besuchen unter Berücksichtigung ihres Alters, ihres Bildungsstands (entsprechend den Zeugnissen/Bilanzen aus dem Herkunftsland) und den Ergebnissen der Einstufungstests in Mathematik und der Muttersprache eine Regelklasse (Zyklen 2 bis 4). Dort lernen sie Luxemburgisch, Deutsch und Französisch und besuchen den Auffangkurs.   

Zyklusverlängerung

Bei Lernschwierigkeiten kann ein Zyklus um ein Jahr verlängert werden.

Kann ein Schüler den jeweiligen Bildungsstandard (Kompetenzsockel) nicht innerhalb von 2 Jahren erreichen, arbeitet das pädagogische Team einen angepassten Lehrplan aus, der sich über 3 Jahre erstreckt. In diesem Fall handelt es sich nicht um eine Wiederholung der Klasse als solche, sondern der Schüler erhält einen an seine Lernbedürfnisse angepassten Unterricht.

Zuständige Kontaktstellen

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