Sonderurlaub aus persönlichen Gründen beantragen

Arbeitnehmer (oder Auszubildende), die ihrer Arbeit aus vom Gesetz vorgesehenen persönlichen Gründen fernbleiben müssen, haben Anspruch auf Sonderurlaub bei voller Entgeltfortzahlung. Die Dauer des Sonderurlaubs hängt von der Art des Ereignisses ab (Geburt, Heirat, Todesfall usw.).

Dieser Sonderurlaub kann nicht vom normalen Urlaub des Arbeitnehmers abgezogen werden.

Zielgruppe

Jede durch einen Arbeitsvertrag gebundene Person hat Anspruch auf Sonderurlaub aus persönlichen Gründen.

Der Arbeitnehmer hat sofort ab Arbeitsantritt Anspruch auf diesen Urlaub: Er muss nicht die 3-monatige Wartezeit einhalten, die im Rahmen des gesetzlichen Urlaubs vorgesehen ist.

Diese Art von Urlaub muss in der Regel zu dem Zeitpunkt genommen werden, zu dem das Ereignis tatsächlich stattfindet. Er kann nicht übertragen werden.

Vorgehensweise und Details

Arten des Sonderurlaubs

Arten des Sonderurlaubs aus persönlichen Gründen

Ereignis

Beamter Arbeitnehmer aus dem Privatsektor

Eheschließung

6 Tage 3 Tage

Eingehung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft (*)

6 Tage 1 Tag

Tod des Ehegatten / Lebenspartners

3 Tage 3 Tage

Tod eines Verwandten ersten Grades (entweder des Arbeitnehmers / Beamten oder seines Ehegatten / Lebenspartners): Vater, Mutter, Sohn, Tochter

3 Tage 3 Tage

Tod eines minderjährigen Kindes

5 Tage

Eheschließung eines Kindes

2 Tage 1 Tag

Umzug

2 Tage 2 Tage

Adoption eines Kindes unter 16 Jahren (außer wenn der Arbeitnehmer in den Genuss des Adoptionsurlaubs kommt)

2 Tage 10 Tage

Geburt eines ehelichen oder anerkannten unehelichen Kindes (zugunsten des Vaters – unabhängig von der Anzahl der Kinder)

4 Tage 10 Tage

Musterung

1 Tag

Tod eines Verwandten 2. Grades (entweder des Arbeitnehmers / Beamten oder seines Ehegatten / Lebenspartners): Großeltern, Enkelkinder, Geschwister

1 Tag

3 Tage

1 Tag

 

Geltende Beschränkungen für Beamte:

  • Der Sonderurlaub bei Eheschließung oder Eintragung einer Lebenspartnerschaft des Beamten kann nur 2 Mal während der Laufbahn des in den Staatsdienst getretenen Beamten in Anspruch genommen werden, unabhängig vom Ereignis;
  • dieselbe Beschränkung gilt für Sonderurlaub bei Eheschließung oder Eintragung einer Lebenspartnerschaft eines Kindes.

Um den Sonderurlaub bei einer im Ausland eingetragenen Lebenspartnerschaft nutzen zu können, müssen die Arbeitnehmer, insbesondere die Grenzgänger, ihre Partnerschaft, die in ihrem Wohnsitzland geschlossen wurde, in das luxemburgische Personenstandsregister eintragen lassen.

Dem Beamten werden drei Urlaubstage bewilligt, wenn er und sein(e) verstorbene(r) Bruder bzw. Schwester den Wohnsitz teilten.

Antrag auf Sonderurlaub

Der Arbeitnehmer muss den Sonderurlaub ausdrücklich bei seinem Arbeitgeber beantragen, wobei Letzterer diesen Antrag nicht ablehnen kann.

Mit Ausnahme des Sonderurlaubs bei Geburt oder Aufnahme eines Kindes unter 16 Jahren im Hinblick auf dessen Adoption muss der Sonderurlaub zu dem Zeitpunkt genommen werden, zu dem das Ereignis, das den Urlaubsanspruch begründet, tatsächlich stattfindet. Der Sonderurlaub kann nicht verschoben werden und eröffnet auch keinen Anspruch auf eine Ausgleichsentschädigung, wenn er nicht innerhalb der vorgesehenen Fristen genommen werden konnte.

Er kann jedoch auf den 1. Werktag nach dem Ereignis verlegt werden, wenn der Sonderurlaubstag mit einem der folgenden Tage zusammenfällt:

  • Sonntag;
  • gesetzlicher Feiertag;
  • arbeitsfreier Werktag;
  • Ausgleichsruhetag.

Findet das Ereignis während des ordentlichen Urlaubs des Arbeitnehmers statt, so wird dieser durch die gesamte Dauer des Sonderurlaubs unterbrochen. Der Sonderurlaub kann hingegen nicht auf den ordentlichen Urlaub übertragen werden.

Diese Art von Urlaub kann mehrmals im Jahr in Anspruch genommen werden, wenn er durch persönliche Gründe gerechtfertigt ist.

Im Falle eines Umzugs werden die 2 Urlaubstage jedoch nur während eines Beschäftigungszeitraums von 3 Jahren beim gleichen Arbeitgeber bewilligt, außer der Arbeitnehmer muss aus beruflichen Gründen umziehen.

Der Anspruch auf Sonderurlaub besteht allerdings nicht, wenn das Ereignis in den Zeitraum einer Krankschreibung des Arbeitnehmers fällt.

Urlaub anlässlich einer Geburt oder Aufnahme eines Kindes unter 16 Jahren im Hinblick auf dessen Adoption

Diese Art von Sonderurlaub ist aufteilbar, muss jedoch innerhalb von 2 Monaten nach der Geburt oder der Aufnahme des Kindes genommen werden.

In der Regel wird dieser Urlaub nach den Wünschen des Arbeitnehmers festgelegt, es sei denn, betriebliche Gründe stünden dem entgegen.

Wenn es keine Vereinbarung zwischen dem Arbeitnehmer und seinem Arbeitgeber gibt, muss der Urlaub in einem Zuge und unmittelbar nach dem Ereignis genommen werden.

Der Arbeitnehmer muss seinen Arbeitgeber 2 Monate vor dem ersten Tag des geplanten Urlaubs schriftlich über die voraussichtlichen Daten, an denen er den Urlaub nehmen will, in Kenntnis setzen. Diese Mitteilung kann in sämtlichen Formen erfolgen, anhand derer er gegebenenfalls die Einhaltung der Vorankündigungsfrist beweisen kann.

Dieser Mitteilung sind folgende Unterlagen beizulegen:

  • eine Kopie der ärztlichen Bescheinigung, in der der voraussichtliche Entbindungstermin bescheinigt wird, oder
  • ein Nachweis, der den voraussichtlichen Termin der Aufnahme des adoptierten Kindes unter 16 Jahren im Hinblick auf dessen Adoption bescheinigt.

Hält der Arbeitnehmer diese Frist nicht ein, kann der Arbeitgeber den Urlaub auf 2 Tage reduzieren.

Bei einer Mehrlingsgeburt kann der Vater nur einen Vaterschaftsurlaub nehmen, da das Ereignis, das den Urlaubsanspruch begründet, die Geburt ist.

Ist der Arbeitnehmer während seines im Voraus festgelegten Vaterschaftsurlaubs einen oder mehrere Tage krank, wird der diesen Krankheitstagen entsprechende Vaterschaftsurlaub nicht geschuldet und kann also nicht übertragen werden.

Muss der ursprünglich festgelegte Urlaub wegen einer verfrühten Entbindung verschoben werden und fällt dadurch mit einem normalen Urlaubszeitraum zusammen, wird dieser durch die entsprechende Dauer des Vaterschaftsurlaubs unterbrochen.

Arbeitnehmer, die entweder aufgrund ihres Arbeitsvertrags oder eines Teilzeitelternurlaubs in Teilzeit arbeiten, haben ebenfalls Anspruch auf 10 Tage Vaterschaftsurlaub.

Freistellung von der Arbeit, um wählen zu gehen

Ein Arbeitnehmer kann von seinem Arbeitgeber von der Arbeit freigestellt werden, um seinen bürgerlichen Rechten und Pflichten nachzugehen, insbesondere um an den Kommunalwahlen, den nationalen Wahlen und den Europawahlen teilzunehmen.

Formulare/Online-Dienste

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Krankenkasse - Urlaubstage aus familiären Gründen

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Caisse de maladie- Jours de congés pour raisons familiales

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