Die Geburtsbeihilfe beantragen

Die Geburtsbeihilfe wird Frauen gewährt, die anhand vorgeschriebener Untersuchungen und entsprechender ärztlicher Bescheinigungen nachgewiesen haben, dass eine regelmäßige medizinische Überwachung und Kontrolle ihrer Schwangerschaft, der Entbindung und anschließend ihres Kindes bis zum Alter von 2 Jahren erfolgt ist.

Die Geburtsbeihilfe ist eine Pauschalleistung zur Geburt eines Kindes. Sie ist in 3 Teilbeträge gegliedert:

  • vorgeburtliche Beihilfe (1. Teilbetrag)
  • eigentliche Geburtsbeihilfe (2. Teilbetrag)
  • nachgeburtliche Beihilfe (3. Teilbetrag)

Nicht-Gebietsansässige können die luxemburgische Geburtsbeihilfe nicht mit einer in ihrem Wohnsitzland ausgezahlten Geburtsbeihilfe kumulieren.

Der Antrag auf die Geburtsbeihilfe muss bei der Zukunftskasse (Caisse pour l'avenir des enfants - CAE) eingereicht werden.

Zielgruppe

Folgende in Luxemburg ansässige Personen können die Geburtsbeihilfe in Anspruch nehmen:

  • Schwangere;
  • Frauen, die entbunden haben.

Der Anspruch auf diese Beihilfe wurde auch auf Nicht-Gebietsansässige ausgeweitet. Voraussetzung hierfür ist, dass sie in Luxemburg sozialversichert sind und in ihrem Wohnsitzland kein Anspruch auf eine ähnliche Leistung besteht.

Der Anspruch auf die Geburtsbeihilfe entsteht mit der Geburt eines lebensfähigen Kindes. Als lebensfähig gilt jedes Kind, das laut ärztlichem Attest mehr als 22 Wochen im Mutterleib überlebt hat.

Fristen

Der Antrag muss innerhalb eines Jahres eingereicht werden, gerechnet ab:

  • der Geburt – für die vorgeburtliche Beihilfe und die eigentliche Geburtsbeihilfe;
  • dem 2. Geburtstag des Kindes – für die nachgeburtliche Beihilfe.

Bei Adoptionen gelten die gleichen Fristen.

Die 3 Teilbeträge der Geburtsbeihilfe sind völlig unabhängig voneinander. Das heißt: Werden die Bedingungen für die Zahlung eines Teilbetrags nicht erfüllt, können die anderen Teilbeträge trotzdem ausgezahlt werden.

Vorgehensweise und Details

Höhe der Geburtsbeihilfe

Die Geburtsbeihilfe beläuft sich auf 1.740,09 Euro. Dieser Betrag wird in 3 Teilbeträgen von 580,03 Euro ausgezahlt.

Die Kosten für die medizinischen Untersuchungen, die zum Erhalt der 3 Teilbeträge der Geburtsbeihilfe erforderlich sind, übernimmt die für die Schwangere und das Kind zuständige Krankenkasse.

Die vorgeburtliche Beihilfe sowie die eigentliche Geburtsbeihilfe beziehen sich auf die Schwangerschaft. Deshalb werden diese beiden Teilbeträge auch bei Mehrlingsgeburten nur einmal ausgezahlt.

Vorgeburtliche Beihilfe

Die vorgeburtliche Beihilfe ist der 1. der 3 Teilbeträge der Geburtsbeihilfe. Sie wird an Schwangere ausgezahlt, um eine kontinuierliche ärztliche Überwachung der Schwangerschaft zu fördern.

Voraussetzungen für die vorgeburtliche Beihilfe

Falls die Schwangere in Luxemburg wohnt, muss sie:

  • bei der letzten ärztlichen Untersuchung vor der Geburt ihren gesetzlichen Wohnsitz in Luxemburg haben;
  • mindestens 5 ärztliche Untersuchungen bei einem Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe durchführen lassen. Die erste Untersuchung muss während der ersten 3 Schwangerschaftsmonate stattgefunden haben;
  • eine zahnmedizinische Untersuchung bei einem Zahnarzt durchführen lassen und den Nachweis dafür vorlegen.

Falls die Schwangere nicht in Luxemburg wohnt, muss sie die einzelnen medizinischen Untersuchungen durchlaufen haben und zum Zeitpunkt der letzten Untersuchung in Luxemburg sozialversichert sein.

Zu erledigende Formalitäten

Der Gynäkologe händigt der Schwangeren bei ihrem ersten Besuch zusammen mit dem Mutterpass ein Antragsformular für die vorgeburtliche Beihilfe aus.

Im weiteren Verlauf bestätigt er jede Untersuchung auf diesem Formular mit seinem Stempel und seiner Unterschrift. Der Zahnarzt bestätigt die zahnärztliche Untersuchung ebenfalls durch seinen Stempel und seine Unterschrift auf diesem Formular.

Nachdem das Formular vom Zahnarzt und vom Gynäkologen (beim letzten Besuch vor der Geburt) vollständig ausgefüllt wurde, muss die Schwangere bei der Gemeindeverwaltung ihrer Wohnsitzgemeinde noch ihren Wohnsitz auf dem Formular bestätigen lassen.

Anschließend ist das Formular an die Zukunftskasse zu schicken.

Schwangere, die sich in einem Beschäftigungs- oder Ausbildungsverhältnis befinden, müssen für die vorgeburtlichen Untersuchungen von der Arbeit freigestellt werden (ohne Verdienstausfall), falls die Untersuchungen während der Arbeitszeit stattfinden.

Zahlungsmodalitäten

Die vorgeburtliche Beihilfe wird an die künftige Mutter ausgezahlt. Dies kann wie folgt erfolgen:

  • zusammen mit der eigentlichen Geburtsbeihilfe nach der Geburt des Kindes;
  • sobald die letzte vorgeburtliche Untersuchung durchgeführt wurde.

Eigentliche Geburtsbeihilfe zur Geburt

Die eigentliche Geburtsbeihilfe zur Geburt ist der 2. Teilbetrag der Geburtsbeihilfe. Der Anspruch auf diesen Teilbetrag entsteht am Tag der Geburt des Kindes.

Nur die Mutter hat Anspruch auf diese Beihilfe.

Voraussetzungen für die eigentliche Geburtsbeihilfe

Falls die Mutter in Luxemburg wohnt, muss sie:

  • zum Zeitpunkt der Geburt ihren gesetzlichen Wohnsitz in Luxemburg haben;
  • nach der Geburt von einem Gynäkologen untersucht worden sein, um eine eventuelle Veränderung ihres Gesundheitszustands durch die Schwangerschaft zu überprüfen.

Die vorgeburtliche Beihilfe sowie die eigentliche Geburtsbeihilfe sind ausschließlich Schwangeren bzw. Frauen, die entbunden haben, vorbehalten.

Falls die Mutter nicht in Luxemburg wohnt, muss sie zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes in Luxemburg sozialversichert sein und (im Falle einer Geburt) die erforderliche gynäkologische Untersuchung durchlaufen haben.

Zu erledigende Formalitäten

Die Gemeindeverwaltung am Geburtsort des Kindes händigt das Antragsformular für die Geburtsbeihilfe bei der Anzeige der Geburt des Kindes beim Standesbeamten aus. Außerdem kann der Gynäkologe in der Geburtsklinik das Formular aushändigen.

Bei der nachgeburtlichen Untersuchung vervollständigt der Gynäkologe das Formular mit seinem Stempel und seiner Unterschrift.

Das Formular und die Geburtsurkunde müssen dann zusammen an die Zukunftskasse geschickt werden.

Zahlungsmodalitäten

Die Beihilfe wird der Mutter nach der nachgeburtlichen Untersuchung ausgezahlt.

Die beiden ersten Teilbeträge können nach der Geburt des Kindes zusammen überwiesen werden.

Nachgeburtliche Beihilfe

Die nachgeburtliche Beihilfe ist der 3. Teilbetrag der Geburtsbeihilfe. Sie wird nach dem 2. Geburtstag des Kindes gezahlt, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Im Gegensatz zur vorgeburtlichen Beihilfe und zur eigentlichen Geburtsbeihilfe kann die nachgeburtliche Beihilfe sowohl vom Vater als auch von der Mutter des Kindes beantragt werden.

Voraussetzungen für die nachgeburtliche Beihilfe

Für in Luxemburg Gebietsansässige:

  • Das Kind muss von der Geburt bis zur Vollendung seines 2. Lebensjahres ständig in Luxemburg gelebt haben (es sei denn, das Kind wurde im Ausland geboren und von einer in Luxemburg ansässigen Person adoptiert).
  • Das Kind muss innerhalb der auf dem Antragsformular angegebenen Fristen 6 medizinische Untersuchungen (davon 2 perinatale Untersuchungen) durch einen Kinderarzt durchlaufen haben.

Die Voraussetzung, dass das Kind ständig in Luxemburg gelebt haben muss, entfällt, wenn das Kind im Ausland geboren und von einer in Luxemburg ansässigen Person adoptiert wurde. In diesem Fall werden die im Ausland durchgeführten ärztlichen Untersuchungen berücksichtigt.

Bei Nicht-Gebietsansässigen muss das Kind die vorgeschriebenen Untersuchungen durchlaufen haben, und mindestens ein Elternteil muss seit der Geburt des Kindes in Luxemburg sozialversichert sein.

Die perinatalen Untersuchungen sind in der Geburtsklinik durchführen zu lassen. Die 1. Untersuchung findet innerhalb von 48 Stunden nach der Geburt statt, die 2. beim Verlassen der Geburtsklinik bzw. zwischen dem 5. und 10. Tag.

Zu erledigende Formalitäten

Die Mutter erhält nach der Entbindung ein Formular (oder Heft):

  • entweder direkt in der Geburtsklinik bzw. im Krankenhaus, in dem das Kind geboren wurde; oder
  • vom Standesbeamten bei der Anzeige der Geburt.

Im Falle einer Entbindung im Ausland kann das Formular schriftlich oder telefonisch bei der CAE beantragt oder dort abgeholt werden.

Sobald der Kinderarzt das Formular (oder Heft) vollständig ausgefüllt hat, muss die Mutter bei der Gemeindeverwaltung ihrer Wohnsitzgemeinde den Wohnsitz auf dem Formular bestätigen lassen.

Anschließend schickt sie das Formular der CAE zu. Nicht-Gebietsansässige müssen eine Wohnsitzbescheinigung beilegen.

Zahlungsmodalitäten

Die Beihilfe wird an denjenigen ausgezahlt, der zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Leistung für das Kind sorgt.

Wenn das Kind vor Vollendung des 2. Lebensjahres verstirbt, wird die nachgeburtliche Beihilfe trotzdem in voller Höhe ausgezahlt, sofern alle bis zum Tod des Kindes vorgesehenen Pflichtuntersuchungen durchgeführt wurden.

Formulare/Online-Dienste

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Antragsformular auf vorgeburtliche Zulage

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