Eine Teuerungszulage beantragen

Der Nationale Solidaritätsfonds (Fonds national de solidarité - FNS) gewährt Haushalten mit geringem Einkommen auf Antrag und unter bestimmten Bedingungen eine spezielle Zulage.

Um die Teuerungszulage in Anspruch nehmen zu können, darf das Haushaltseinkommen die in einer Verordnung des Regierungsrats festgelegte Obergrenze nicht überschreiten. Die Höhe der Zulage wird entsprechend der Zusammensetzung der Haushaltsgemeinschaft des Antragstellers (allein lebend oder mit mehreren Personen zusammenlebend) ermittelt.

Die Zulage ist steuerfrei und im Hinblick auf die Sozialversicherung beitragsfrei.

Zielgruppe

Anspruch auf diese Zulage hat jede Person, die:

  • rechtmäßig in Luxemburg ansässig ist;
  • im Hauptregister des Nationalen Registers natürlicher Personen (Registre national des personnes physiques) eingetragen ist;
  • während eines Bezugszeitraums von 12 aufeinanderfolgenden Monaten rechtmäßig in Luxemburg gelebt hat;
  • über ein geringes Jahreseinkommen verfügt.

Alle Personen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung zur Haushaltsgemeinschaft gehören, gelten als Antragsteller der Zulage für das laufende Jahr.

Folgende Personen können hingegen nicht in den Genuss der Teuerungszulage kommen:

  • Personen, die eine Studienbeihilfe des Staates erhalten;
  • Drittstaatsangehörige, die sich als Studierende, Schüler, Praktikanten, Freiwillige oder Au-pairs in Luxemburg aufhalten;
  • EU-Bürger oder Staatsangehörige gleichgestellter Länder (Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz), die sich im luxemburgischen Staatsgebiet aufhalten, um sich an einer öffentlichen oder privaten Hochschuleinrichtung einzuschreiben, und als Haupttätigkeit ein Studium oder eine Berufsausbildung absolvieren;
  • Personen, die sich in Untersuchungshaft befinden oder zu einer Haftstrafe verurteilt wurden, es sei denn, der Betroffene befindet sich im offenen Vollzug.

Voraussetzungen

Der Antragsteller muss folgende Bedingungen erfüllen:

  • er muss berechtigt sein, sich in Luxemburg aufzuhalten;
  • er muss im Hauptregister des Nationalen Registers natürlicher Personen eingetragen sein;
  • er muss tatsächlich an seinem gemeldeten Wohnsitz wohnen;
  • er muss während eines Bezugszeitraums von 12 aufeinanderfolgenden Monaten vor dem Monat der Einreichung des Antrags auf die Zulage beim Nationalen Solidaritätsfonds (FNS) in Luxemburg gelebt haben;
  • er muss zum Zeitpunkt der Antragstellung allein oder gemeinsam mit den anderen mit ihm in einer Haushaltsgemeinschaft lebenden Personen über ein Jahreseinkommen verfügen, das unterhalb der festgesetzten Grenze liegt.
Es muss sich um einen Erstantrag handeln. Die Zulage kann nur einmal pro Jahr beantragt werden. Diese Beschränkung gilt auch, wenn sich die Haushaltszusammensetzung oder die Einkommenssituation des Antragstellers geändert hat.

Fristen

Die Anträge sind vor dem 30. September des laufenden Jahres per Post an den FNS zu senden. Der Poststempel ist maßgeblich.

Nach dem 30. September des laufenden Jahres eingereichte Anträge werden nicht mehr berücksichtigt.

Vorgehensweise und Details

Antragstellung

Die Anträge müssen über ein Formular gestellt werden, das bei den Gemeindeverwaltungen oder beim Nationalen Solidaritätsfonds (FNS) erhältlich ist.

Der Antragsteller muss für die Beantragung der Teuerungszulage seine gesamten Einkünfte angeben (seine eigenen oder gegebenenfalls diejenigen der Haushaltsgemeinschaft). Die einzureichenden Belege müssen Folgendes betreffen:

  • Einkünfte aus einer regelmäßigen Arbeit oder sonstigen beruflichen Tätigkeit;
  • aufgrund luxemburgischer oder ausländischer Gesetzgebung geschuldete Einkommensersatzleistungen (Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Arbeitslosengeld, Unfall- und Berufsunfähigkeitsrente, Elterngeld usw.);
  • Einkünfte aus beweglichen und unbeweglichen Gütern (Miete, Pacht, Wohnrecht, Nießbrauch usw.);
  • Renten und Pensionen;
  • Zuwendungen oder Leistungen von einer öffentlichen oder privaten Einrichtung;
  • Unterhalt.

Dem Antrag ist zwingend ein Bankidentitätsnachweis des Hauptantragstellers beizufügen.

Hinweis: Für die Beantragung der Teuerungszulage für 2018 ist keine Zahlungsbescheinigung des FNS erforderlich.

Unvollständige Anträge werden vom FNS per Post an den Antragsteller zurückgeschickt.

Der Antragsteller hat anschließend 30 Tage Zeit, um den Antrag zu vervollständigen. Ansonsten wird die Zulage verweigert. Der Poststempel ist maßgeblich.

Der Antrag auf Teuerungszulage muss von allen volljährigen Personen der Haushaltsgemeinschaft oder deren gesetzlichem Vertreter unterzeichnet werden.

Obergrenze des Jahresgesamteinkommens

Damit dem Antrag stattgegeben wird, darf das Jahresgesamteinkommen des Haushalts eine bestimmte Obergrenze nicht überschreiten.

Dieses Einkommen wird für den Bezugszeitraum der 12 Monate vor dem Monat der Antragstellung berechnet.

Die Einkommensobergrenze erhöht sich mit jeder weiteren Person im Haushalt.

Die jährlichen Einkommensobergrenzen werden jedes Jahr an die Anpassungsquote (oder den Index), die ab dem 1. Januar des laufenden Jahres gilt, sowie an jede Änderung des sozialen Mindestlohns angepasst.

Hinweis: Es kann eine geminderte Zulage gezahlt werden, auch wenn die Haushaltsgemeinschaft die vorgesehene Obergrenze der monatlichen Bruttoeinkünfte überschreitet.

Höhe der Teuerungszulage

Die Höhe der Zulage wird anhand der Zusammensetzung der Haushaltsgemeinschaft des Antragstellers ermittelt.

Im Falle der Zahlung einer geminderten Zulage entspricht deren Höhe der Differenz zwischen:

  • dem Betrag der normalerweise von einem Antragsteller in gleicher Situation bezogenen Teuerungszulage und
  • dem Anteil des Betrags des jährlichen Einkommens, der die jährliche Einkommensobergrenze überschreitet.

Die Zulage wird nur einmal pro Kalenderjahr bewilligt. Sie ist steuer- und sozialbeitragsfrei.

Schuldet der Antragsteller dem Nationalen Solidaritätsfonds einen bestimmten Betrag, kann bis zur Hälfte der Teuerungszulage zur Rückzahlung des geschuldeten Betrags einbehalten werden.

Rechtsmittel

Gegen die Entscheidungen des Vorsitzenden des Nationalen Solidaritätsfonds (FNS) über die Zuerkennung oder Ablehnung der Teuerungszulage kann Widerspruch eingelegt werden.

Der Widerspruch muss innerhalb von 40 Tagen nach Zustellung der Entscheidung über die Zuerkennung oder Ablehnung beim Direktionsausschuss des FNS eingereicht werden.

Die Entscheidung des Direktionsausschusses ist endgültig.

Formulare/Online-Dienste

Demande en obtention d'une allocation de vie chère 2018 / Antrag zur Erlangung einer Teuerungszulage 2018

Demande en obtention d'une allocation de vie chère 2015

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