Erziehungsjahre („Babyjahre“) für die Rente anerkennen lassen

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Die sog. „Babyjahre“ sind ein 2-jähriger Versicherungszeitraum, der im Rahmen der Rentenversicherung eines Elternteils, der sich in Luxemburg der Erziehung eines ehelichen, für ehelich erklärten, unehelichen oder Adoptivkindes, das bei der Adoption jünger als 4 Jahre war, gewidmet hat, angerechnet wird.

Der Zeitraum von 24 Monaten wird auf 48 Monate erweitert, wenn der Betreffende zum Zeitpunkt der Geburt oder der Adoption des Kindes in seinem Haushalt mindestens zwei weitere Kinder erzieht oder wenn das Kind an einer oder mehreren Krankheiten leidet, die eine mindestens 50%ige Insuffizienz oder Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Fähigkeit eines normalen Kindes im gleichen Alter zur Folge hat/haben.

Durch diese Maßnahme soll die Erziehungsarbeit der Eltern bei ihrem Renteneintritt anerkannt werden.

Sie darf nicht mit der Erziehungspauschale (Mammerent) oder dem Elternurlaub verwechselt werden. Im Gegensatz zur Erziehungspauschale werden hierbei 2 oder 4 Jahre beim Versicherungsverlauf des betroffenen Elternteils angerechnet. Der Elternurlaub ist hingegen eine Maßnahme für Eltern, damit diese ihre Berufstätigkeit unterbrechen können, um sich während einer gewissen Zeit der Erziehung ihrer Kinder zu widmen, wobei sie dafür eine Pauschalentschädigung beziehen und die Möglichkeit behalten, ihre Arbeit am Ende des Elternurlaubs wieder aufzunehmen.

Zielgruppe

Betroffen sind Eltern, die in Luxemburg sozialversichert sind und sich der Erziehung eines ehelichen, für ehelich erklärten, unehelichen Kindes oder Adoptivkindes, das bei der Adoption jünger als 4 Jahre alt ist, gewidmet haben.

Voraussetzungen

Der Versicherte muss während der 36 Monate, die der Geburt oder Adoption des Kindes vorausgehen, eine Pflichtversicherungszeit von 12 Monaten nachweisen.

Auch die in anderen EU-Mitgliedstaaten während dieser Zeit zurückgelegten Pflichtversicherungszeiten werden berücksichtigt. Was die in anderen Ländern geleisteten Zeiten angeht, sollten sich Betroffene direkt an die Nationale Rentenversicherungskasse (Caisse nationale d’assurance pension - CNAP) wenden, um prüfen zu lassen, ob diese Zeiten grundsätzlich berücksichtigt werden können oder nicht.

Dieser 36-monatige Referenzzeitraum kann verlängert werden, wenn er sich mit Erziehungszeiten überschneidet (sogenannte Zusatzzeiten), in denen der Betroffene die Verantwortung für die Erziehung eines oder mehrerer Kinder in Luxemburg übernommen hatte.

Ferner dürfen sich die „Babyjahre“ nicht mit anderen Versicherungszeiten überschneiden, in denen der Betroffene Beiträge in ein spezielles luxemburgisches Rentensystem (Altersversorgung für Staatsbeamte und Bedienstete des öffentlichen Sektors) oder in ein ausländisches System eingezahlt hat.

Fristen

Für die Stellung des Antrags auf Gewährung der „Babyjahre“ ist keine Frist vorgegeben.

Die endgültige Anerkennung der „Babyjahre“ erfolgt jedoch erst mit der Bearbeitung des Rentenantrags.

Vorgehensweise und Details

Dauer der Babyjahre

Die „Babyjahre“ sind auf einen maximalen Zeitraum von 24 Monaten begrenzt.

Zieht der Antragsteller zum Zeitpunkt der Geburt oder Adoption des Kindes (jünger als 4 Jahre) mindestens 2 weitere Kinder in seinem Haushalt groß oder leidet das Kind an einer schweren Behinderung, kann dieser Zeitraum auf 48 Monate verlängert werden.

Unter schwerer Behinderung ist jede Beeinträchtigung zu verstehen, die eine andauernde Verminderung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit um mindestens 50 % im Vergleich zu einem normalen gleichaltrigen Kind darstellt.

Antrag auf Babyjahre

Der Antrag auf Anerkennung der „Babyjahre“ muss im Falle der allgemeinen Rentenversicherungsregelung bei der Nationalen Rentenversicherungskasse (CNAP) gestellt werden. Das zu verwendende Formular ist auf ihrer Website verfügbar.

Beizufügende Unterlagen:

  • eine Kopie des Personalausweises oder des Reisepasses des Antragstellers;
  • die Geburts- oder Adoptionsurkunde des betreffenden Kindes;
  • falls das betreffende Kind als behindert gilt, ein medizinisches Attest zur Bescheinigung der Behinderung;
  • falls der Antragsteller einer beruflichen Tätigkeit im Ausland oder bei einer internationalen Einrichtung nachgegangen ist, Belege für diese Tätigkeit;
  • gegebenenfalls eine Schul-/Studienbescheinigung für die Kinder zwischen 18 und 27 Jahren, die im Haushalt des Antragstellers leben, sofern sie noch die Schule besuchen.

Antragsteller, die im öffentlichen Sektor tätig sind, müssen ihren Antrag an folgende Stelle richten:

Begründung des Rechtsanspruchs

Der 24-monatige Zeitraum für die „Babyjahre“ gilt ab dem Monat nach der Geburt bzw. der Adoption des Kindes oder gegebenenfalls ab dem Folgemonat nach dem Ende des Anspruchs auf Mutterschaftsgeld.

„Babyjahre“ und Rente

Für die Berechnung der „Babyjahre” gilt der monatliche Durchschnitt der beitragspflichtigen Einkünfte, die für die Pflichtversicherung im Laufe der 12 Versicherungsmonate, die unmittelbar dem Monat der Geburt oder Adoption vorangehen, berücksichtigt wurden.

Das berücksichtigte Einkommen darf nicht geringer sein als 270,28 Euro pro Kind und pro Monat zum Index 100 (Basisjahr 1984).

Der 24- oder 48-monatige Zeitraum kann einem einzigen Elternteil angerechnet werden oder zwischen den 2 Elternteilen aufgeteilt werden, sofern die von ihnen eingereichten Anträge gemeinsam die maximale Dauer von 24 bzw. 48 Monaten nicht überschreiten. Sind sich die Eltern über die Aufteilung dieses Zeitraums nicht einig, wird er vorrangig zugunsten desjenigen Elternteils berücksichtigt, der sich hauptsächlich um die Erziehung des Kindes gekümmert hat.

Die „Babyjahre“ sind eine Anerkennung der erzieherischen Arbeit des betroffenen Elternteils, dürfen aber nicht mit der Erziehungspauschale (Mammerent) oder dem Elternurlaub verwechselt werden. Im Gegensatz zur Erziehungspauschale werden hierbei 2 oder 4 Jahre beim Versicherungsverlauf des Elternteils angerechnet. Der Elternurlaub ist hingegen eine Maßnahme für Eltern, damit diese ihre Berufstätigkeit unterbrechen können, um sich während einer gewissen Zeit der Erziehung ihrer Kinder zu widmen, wobei sie dafür eine Pauschalentschädigung beziehen und die Möglichkeit behalten, ihre Arbeit am Ende des Elternurlaubs wieder aufzunehmen.

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Demande en obtention des baby-years

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