Die technische Prüfung (Hauptuntersuchung) eines Fahrzeugs durchführen lassen

Alle in Luxemburg zulassungspflichtigen und im Verkehr befindlichen Kraftfahrzeuge, Anhänger und Auflieger müssen regelmäßig zu einer technischen Prüfung (Hauptuntersuchung) vorgeführt werden.

Diese Prüfung wird in bestimmten Abständen von einer der in Luxemburg zugelassenen Prüfstellen durchgeführt: der Nationalen Gesellschaft für technische Überwachung (Société nationale de contrôle technique - SNCT) oder der Gesellschaft DEKRA.

Zielgruppe

Dies betrifft jeden, der in Luxemburg wohnt und Eigentümer eines in Luxemburg zugelassenen und im Verkehr befindlichen Fahrzeugs ist und dessen Prüfbescheinigung in Kürze abläuft.

Ein Fahrzeug kann bis zu 8 Wochen vor Ablauf der Prüfbescheinigung der turnusmäßigen Hauptuntersuchung unterzogen werden. Die Gültigkeit der neuen Bescheinigung wird weiterhin ab dem Tag berechnet, an dem die vorherige Bescheinigung abgelaufen wäre.

Folgende Fahrzeuge müssen keiner wiederkehrenden technischen Prüfung unterzogen werden:

  • kleine Anhänger (deren höchstzulässige Gesamtmasse 750 kg nicht überschreitet);
  • Kraftfahrzeuge, deren Höchstgeschwindigkeit 25 km/h nicht überschreitet;
  • Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge;
  • Zugfahrzeuge und selbstfahrende Maschinen, deren Höchstgeschwindigkeit 40 km/h nicht überschreitet, deren Leergewicht 600 kg überschreitet und deren Geschwindigkeit 25 km/h nicht überschreiten soll, wenn sie ein oder mehrere andere Fahrzeuge ziehen;
  • historische Fahrzeuge, die vor dem 1. Januar 1950 zum ersten Mal in Betrieb genommen wurden.

In Luxemburg zulassungspflichtige Fahrzeuge, die keiner technischen Prüfung unterzogen werden müssen, dürfen nur mit einer gültigen Konformitätsvignette in Betrieb genommen werden.

Fristen

Fälligkeit der Hauptuntersuchung

Die Hauptuntersuchung muss in folgenden Fällen durchgeführt werden:

  • vor der erneuten Inbetriebnahme eines Fahrzeugs, bei dem die technischen Eigenschaften der genehmigten Standardausgabe geändert wurden (Beispiel: Tuning);
  • nach einer größeren Reparatur infolge eines Unfalls (Räder, Aufhängung, Knautschzonen, Lenkung, Bremsen, Airbagsysteme usw.);
  • nach einer Reparatur oder einem Umbau des Fahrwerks;
  • auf besondere Vorladung hin, wenn der Sachverständige einer Versicherungsgesellschaft infolge eines Unfalls einen technischen Mangel an einem sicherheitsrelevanten Bauteil des Fahrzeugs festgestellt hat;
  • im Rahmen der turnusmäßigen Hauptuntersuchungen;
  • auf besondere Vorladung hin, wenn die Polizei bei einer Kontrolle festgestellt hat, dass:
    • das Fahrzeug nicht mit den genehmigten technischen Eigenschaften übereinstimmt;
    • das Fahrzeug einen offensichtlichen technischen Mangel aufweist.

Abstände der Hauptuntersuchung

Die Hauptuntersuchung von Personenkraftwagen (einschließlich Fahrschulautos und Wohnmobile (deren höchstzulässige Gesamtmasse 3.500 kg nicht überschreitet)), Motorrädern und Anhängern (höchstzulässige Gesamtmasse zwischen 750 kg und 3.500 kg) sind zu folgenden Terminen fällig:

  • zur 1. regulären Hauptuntersuchung: 4 Jahre nach der Erstinbetriebnahme des Fahrzeugs;
  • zur 2. regulären Hauptuntersuchung: 6 Jahre nach der Erstinbetriebnahme des Fahrzeugs;
  • anschließend jedes Jahr für die turnusmäßigen Hauptuntersuchungen.

Folgende Fahrzeuge müssen einer jährlichen technischen Prüfung unterzogen werden:

  • Lkw und Anhänger von mehr als 3.500 kg;
  • Anhänger, die zur Personenbeförderung bestimmt sind;
  • Lieferwagen;
  • Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit bis zu 9 Sitzplätzen, einschließlich des Fahrersitzes, die als Taxi, Mietwagen oder Krankenwagen zugelassen sind.
Fahrzeuge von mehr als 3.500 kg, die geringe Mängel oder Nichtübereinstimmungen aufweisen, die eine unmittelbare Auswirkung auf die Fahrzeugsicherheit haben, müssen binnen 6 Monaten erneut einer technischen Prüfung unterzogen werden.

Bei einer Einfuhr oder einem Kauf im Ausland bleibt die Prüfbescheinigung eines zuvor in einem anderen Mitgliedstaat oder in der Schweiz zugelassenen Straßenfahrzeugs im Falle der Zulassung des betreffenden Fahrzeugs in Luxemburg gültig, wobei jedoch die im luxemburgischen Gesetz vorgesehene Gültigkeitsdauer berücksichtigt wird.

Kosten

Der für in einer Kfz-Prüfstelle der Nationalen Gesellschaft für technische Überwachung (SNCT) durchgeführte Untersuchungen zu zahlende Betrag ist einer Tariftabelle zu entnehmen, die auf der Website der SNCT verfügbar ist.

Die anderen in Luxemburg zugelassenen Prüfstellen können ihre Tarife für die Untersuchungen selbst festlegen. Die entsprechende Tariftabelle der Gesellschaft DEKRA ist auf ihrer Website verfügbar.

Vorgehensweise und Details

Art der Untersuchung

Die Hauptuntersuchung bezieht sich auf den Zustand und die Instandhaltung des Fahrzeugs, und zwar insbesondere auf:

  • die Fahrzeugidentifikation (Fahrgestellnummer, Nummernschilder);
  • Umweltbeeinträchtigungen (Lärm, Abgas);
  • die Bremsanlage;
  • die Beleuchtungsanlage und Rückstrahler;
  • die elektrische Ausstattung;
  • Achsen, Räder und Reifen, die Aufhängung;
  • das Fahrwerk und Fahrwerkzubehör;
  • Sicherheitsgurte;
  • die Lenkung des Fahrzeugs;
  • die Sichtbarkeit.

Organisation der Hauptuntersuchung

Was die wiederkehrende Hauptuntersuchung angeht, wird etwa 8 Wochen vor Ablauf der Prüfbescheinigung eine Mitteilung per Post zugesandt.

Durch dieses Schreiben wird der Halter des betreffenden Fahrzeugs aufgefordert, bei einer der in Luxemburg zugelassenen Prüfstellen einen Termin zu vereinbaren.

Die Terminvereinbarung kann wie folgt erfolgen:     

  • direkt online bei der SNCT oder;    
  • direkt bei der Gesellschaft DEKRA oder über eine Partnerwerkstatt.
Ist die Steuervignette seit mehr als 60 Tagen abgelaufen, wird die Durchführung der Hauptuntersuchung verweigert.

Belege

Die vorgeführten Fahrzeuge müssen sich in einem angemessenen Sauberkeitszustand befinden und versichert sein.

Zu einer turnusmäßigen Hauptuntersuchung muss der Betroffene folgende Fahrzeugpapiere mitbringen:

  • Zulassungsschein (Fahrzeugschein) oder Zulassungsbescheinigung Teil I (grau);
  • letzte Prüfbescheinigung;
  • europäische Konformitätsbescheinigung (für nach dem 1. Januar 1998 zugelassene Fahrzeuge);
  • gültiger Versicherungsnachweis (grüne Karte);
  • gültige Steuervignette.

Werden die verlangten Fahrzeugpapiere nicht vorgelegt, ist die technische Prüforganisation berechtigt, den Einlass in die technische Prüfstelle zu verweigern.

Nachuntersuchung

Wird das Fahrzeug wegen eines oder mehrerer Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung nicht für straßenverkehrstauglich befunden, ist der Eigentümer verpflichtet, die Reparaturen durchzuführen oder das Fahrzeug wieder in einen verkehrstauglichen Zustand zu bringen.

In diesem Fall wird eine 4 Wochen gültige vorläufige Prüfbescheinigung ausgestellt. Der Fahrzeugeigentümer ist verpflichtet, diese Unregelmäßigkeiten zu beheben und sich vor Ablauf der Frist von 4 Wochen zur Nachuntersuchung zu begeben.

Während dieses Zeitraums deckt die vorläufige Bescheinigung folgende Fahrten mit dem Fahrzeug in Luxemburg ab:

  • zwischen der Prüfstelle und dem Ort, an dem das Fahrzeug abgestellt, repariert, nachgerüstet oder verschrottet wird;
  • zwischen der Prüfstelle und dem Gesellschaftssitz oder dem Wohnsitz des Eigentümers oder Halters des Fahrzeugs;
  • zwischen dem Gesellschaftssitz oder dem Wohnsitz des Eigentümers oder Halters des Fahrzeugs und dem Ort, an dem das Fahrzeug abgestellt, repariert, nachgerüstet oder verschrottet wird.

Nach der Reparatur der Mängel oder Behebung der Nichtübereinstimmungen wird eine neue Prüfbescheinigung ausgestellt.

Prüfbescheinigung

Wurde bei der technischen Prüfung kein erheblicher Mangel festgestellt, wird eine Prüfbescheinigung ausgestellt, die der Person, die das Fahrzeug zur Prüfung vorgeführt hat (Eigentümer, Halter oder Beauftragter), ausgehändigt wird.

Bei geringen Mängeln oder Nichtübereinstimmungen ohne bedeutende Auswirkung auf die Fahrzeugsicherheit oder auf die Umwelt wird eine gültige Prüfbescheinigung ausgestellt. Diese Mängel bzw. Nichtübereinstimmungen sind zu beheben.

Gültigkeitsdauer der Prüfbescheinigung

Die Gültigkeitsdauer der Prüfbescheinigung wird ab dem Tag der technischen Prüfung berechnet. Wird die technische Prüfung innerhalb der 8 Wochen vor Ablauf der Gültigkeit der Bescheinigung durchgeführt, wird deren Gültigkeitsdauer hingegen ab Ablauf der Gültigkeit der letzten Prüfbescheinigung berechnet.

Vor dem 1. Februar 2016 ausgestellte Prüfbescheinigungen bleiben für die darauf eingetragene Gültigkeitsdauer gültig.

Derzeit im Verkehr befindliche Fahrzeuge, die seit dem 1. Februar 2016 keiner technischen Prüfung mehr unterzogen werden müssen, können weiterhin mit ihrer Prüfbescheinigung im Straßenverkehr fahren, bis diese abläuft. Nach Ablauf der Prüfbescheinigung dürfen diese Fahrzeuge nur mit einer gültigen Konformitätsvignette am Straßenverkehr teilnehmen.

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