Das Personal der Mini-Crèche

Das Personal der Mini-Crèche (Mini-Kita) muss mehrere Bedingungen erfüllen.

Die Betreuer

Die Betreuer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Die Aufgaben der Betreuer

Als Betreuer gelten alle Mitglieder des Personals, deren Hauptaufgabe darin besteht, den Kindern im Rahmen der Erbringung der Dienstleistungen der Mini-Crèche eine direkte pädagogische Betreuung zu bieten.

Zu den Aufgaben der Betreuer zählen:

  • die direkte pädagogische Betreuung der Kinder;
  • die Vorbereitung der Aktivitäten;
  • die Teilnahme an den Teambesprechungen;
  • die Teilnahme an den Besprechungen mit den Lehrkräften;
  • die Gespräche mit den Eltern der Kinder;
  • die Teilnahme an Weiterbildungskursen.

Jeder in Vollzeit angestellte Betreuer verfügt pro Jahr über 103 Stunden für Besprechungen und Vorbereitungen. Diese Stunden sind verhältnismäßig zur Arbeitszeit anzupassen:

  • 103 Stunden/Jahr für Mitarbeiter, die 40 Stunden/Woche arbeiten;
  • 77,25 Stunden/Jahr für Mitarbeiter, die 30 Stunden/Woche arbeiten;
  • 51,5 Stunden/Jahr für Mitarbeiter, die 20 Stunden/Woche arbeiten usw.

Die Qualifikationen der Betreuer

Die Betreuer der Mini-Crèche müssen bezüglich ihrer beruflichen Qualifikation folgende Mindestbedingungen erfüllen:

  • für mindestens 50 % der gesamten Betreuungsstunden müssen die Betreuer der Mini-Crèche Folgendes nachweisen:
    • entweder ein von dem für das Sekundarschulwesen zuständigen Minister anerkanntes und mindestens dem Abschluss des klassischen oder allgemeinen Sekundarunterrichts entsprechendes Diplom aus den Bereichen Sozialpsychologie, Pädagogik oder Sozialpädagogik, das zur beruflichen Kinderbetreuung berechtigt;
    • oder einen von dem für das Hochschulwesen zuständigen Minister anerkannten Hochschulabschluss aus den Bereichen Sozialpsychologie, Pädagogik oder Sozialpädagogik, der zur beruflichen Kinderbetreuung berechtigt;
  • für höchstens 50 % der gesamten Betreuungsstunden müssen die Betreuer der Mini-Crèche Folgendes nachweisen:
    • entweder eine Bescheinigung über die Schulung für Tageseltern und 5 Schuljahre nach der Grundschule;
    • oder einen Ausbildungsnachweis als Familienhelfer und 5 Schuljahre nach der Grundschule;
    • oder ein von dem für die Berufsausbildung zuständigen Minister anerkanntes Berufsbefähigungszeugnis oder Diplom über die berufliche Reife aus den Bereichen Sozialpsychologie, Pädagogik oder Sozialpädagogik, das zur beruflichen Kinderbetreuung berechtigt;
    • oder ein von dem für die Berufsausbildung zuständigen Minister anerkanntes Berufsbefähigungszeugnis oder Diplom über die berufliche Reife und eine Bescheinigung über eine von dem für die Kinder zuständigen Minister anerkannte Weiterbildung von mindestens 118 Stunden im Bereich der sozialpädagogischen Kinderbetreuung.

Weiterbildung von mindestens 118 Stunden

Inhaber eines Zeugnisses über die berufliche Befähigung (certificat de capacité professionnelle) oder eines Diploms über die berufliche Reife (diplôme d’aptitude professionnelle) aus einem anderen Bereich als der Sozialpsychologie, Pädagogik oder Sozialpädagogik mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag müssen eine Weiterbildung von mindestens 118 Stunden absolviert haben. Diese Weiterbildung ist auf die sozialpädagogische Kinderbetreuung ausgerichtet und wird von dem für die Kinder zuständigen Minister anerkannt.

Anerkennung von Diplomen

Für die Anerkennung von ausländischen Zeugnissen und Diplomen ist die Abteilung für Diplomanerkennung des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend (ministère de l'Education nationale, de l'Enfance et de la Jeunesse - MEN) zuständig.

Die Zulassung für die Ausübung eines sozialpädagogischen Berufs wird von der Abteilung für Diplomanerkennung ausgestellt.

Einstufung von beruflichen Qualifikationen

Bei dem für die Kinder zuständigen Minister wurde ein Ausschuss eingerichtet.

Dieser hat folgende Aufgaben:

  • dem Minister eine Liste der Diplome oder Abschlüsse aus den Bereichen Sozialpsychologie, Pädagogik oder Sozialpädagogik vorzuschlagen;
  • dem Minister eine Liste der Gesundheitsberufe vorzuschlagen, die für das leitende Personal infrage kommen;
  • dem Minister auf Ersuchen des Antragstellers seine Stellungnahme zu unterbreiten, um die Niveaustufe der beruflichen Qualifikation entsprechend den für die Betreuer und das leitende Personal vorgesehenen Qualifikationen zu bestimmen (sofern das Diplom nicht auf der oben genannten Liste steht).

Entsprechende Anträge sind an das Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend zu richten.

Es handelt sich um eine Einstufung der Qualifikation im Vergleich zu den Bestimmungen zur Qualifikation der Betreuer und nicht um eine Diplomanerkennung. Die Einstufung gilt nur für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie für Mini-Crèches.

Die Anerkennung und die Zulassung müssen vor dem Einstufungsantrag beantragt werden.

Personalakten

Während des Betriebs muss der Betreiber für jedes Mitglied des Personals über eine aktualisierte Personalakte verfügen, die Folgendes enthält:

  • den Arbeitsvertrag oder eine Kopie des Ernennungsbeschlusses;
  • Unterlagen zur Bescheinigung der beruflichen Qualifikation, Erfahrung und Fortbildungen;
  • Unterlagen zum Nachweis der Sprachkenntnisse;
  • eine Eignungsbescheinigung;
  • einen aktuellen Auszug aus dem Strafregister (Führungszeugnis Nr. 3, Führungszeugnis Nr. 5 und/oder ausländischer Strafregisterauszug).

Ein aktueller Auszug aus dem Strafregister ist ein Auszug, der vor weniger als 2 Monaten ausgestellt wurde.

Im Hinblick auf den Ablauf der Aufbewahrungsfrist des Führungszeugnisses muss der Arbeitgeber in der Personalakte des betreffenden Mitarbeiters angeben, dass er dessen Ehrenhaftigkeit geprüft hat und gegen Vorlage der Führungszeugnisse feststellen konnte, dass dieser die Ehrenhaftigkeitsbedingungen erfüllt.

Jedes Mitglied des Personals einer Einrichtung, das einer Straftat gegen Minderjährige beschuldigt oder wegen einer solchen Straftat verurteilt wird, muss seinen Arbeitgeber unverzüglich davon in Kenntnis setzen.

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