Ihre Fragen

Ich bin schwanger und derzeit im vorgeburtlichen Mutterschaftsurlaub (congé prénatal), wobei sich eine Frühgeburt abzeichnet. Wann müsste ich in diesem Fall meine Arbeit wieder aufnehmen?

Der Mutterschaftsurlaub besteht aus dem vorgeburtlichen Urlaub von acht Wochen und dem nachgeburtlichen Urlaub, das normalerweise ebenfalls acht Wochen dauert. Bei Frühgeburten (vor Ende der 37. Woche) wird das nachgeburtliche Urlaub jedoch auf 12 Wochen verlängert, genau wie bei Mehrfachgeburten und bei stillenden Müttern.

Erfolgt die Entbindung vor dem errechneten Termin, so wird der nicht in Anspruch genommene vorgeburtliche Urlaub dem nachgeburtlichen Urlaub hinzugerechnet (die Gesamtdauer des Mutterschaftsurlaubs darf jedoch nicht mehr als 20 Wochen betragen).

Mehr Informationen erhalten Sie im Formular Simulationsrechner des Mutterschaftsurlaubs auf der Internetseite der Nationalen Gesundheitskasse.

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Ich möchte mit meinem Baby meine im Ausland lebende Familie besuchen. Muss es ein auf seinen Namen lautendes Reisedokument besitzen?

Ja, selbst Babys müssen ein eigenes Reisedokument besitzen. Um innerhalb der EU zu reisen, benötigen sie demnach mindestens einen Personalausweis und außerhalb der EU in der Regel einen Reisepass. Seit der Einführung des biometrischen Reisepasses können Kinder nicht mehr auf dem Reisepass der Eltern stehen und benötigen einen eigenen.

Luxemburger können einen Reisepass oder einen Personalausweis (bei ihrer Gemeindeverwaltung oder bei der Stelle für die Beantragung des Personalausweises des Zentrums für Informationstechnologien des Staates - CTIE) erhalten. Nicht-Luxemburger müssen sich an die jeweilige Botschaft oder Konsulat in Luxemburg wenden.

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Können Sie mir eine Bescheinigung über die Zahlung von Kindergeld zuschicken?

Wenn Sie eine Bescheinigung über die Zahlung von Kindergeld benötigen, füllen Sie bitte folgendes Online-Formular aus. So können Sie die Bescheinigung direkt bei der Zukunftskasse (Caisse pour l'avenir des enfants - CAE) als zuständiger Behörde beantragen.

Sobald Sie das Online-Formular vollständig ausgefüllt haben, klicken Sie auf „Senden“. Sie erhalten die Bescheinigung dann in Kürze per Post.

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Ich arbeite in Luxemburg, lebe jedoch in Frankreich. Habe ich Anspruch auf Elternurlaub?

Der Elternurlaub ist ein Sonderurlaub, der aufgrund der Geburt oder der Adoption eines Kindes gewährt wird und bis zur Vollendung des 5. Lebensjahres in Anspruch genommen werden kann.

Sowohl Grenzgänger als auch in Luxemburg Ansässige, die im Großherzogtum arbeiten, können den Voll- oder Teilzeitelternurlaub beantragen, sofern sie die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.

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Ich habe im Ausland eine eingetragene Lebenspartnerschaft geschlossen. Wird diese in Luxemburg automatisch anerkannt?

Nein. Wenn Sie möchten, dass Ihre Lebenspartnerschaft in Luxemburg offiziell anerkannt wird, müssen Sie die Eintragung der Partnerschaft in das von der luxemburgischen Generalstaatsanwaltschaft geführte Personenstandsregister beantragen. Durch diese Eintragung wird die ausländische Lebenspartnerschaft der luxemburgischen Lebenspartnerschaft gleichgestellt. Ihnen und Ihrem Lebenspartner kommen nach der Eintragung alle Vorteile zu, die in Luxemburg geschlossene Partnerschaften genießen (zum Beispiel auf arbeitsrechtlicher oder steuerlicher Ebene).

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Ich fange bald wieder an zu arbeiten, möchte mein Kind aber weiterhin stillen. Ist im Arbeitsrecht etwas für Frauen in meinem Fall vorgesehen?

Laut dem Arbeitsgesetzbuch haben Sie auf Anfrage Anspruch auf Stillpausen von:

  • 2 x 45 Minuten zu Beginn und am Ende Ihrer normalen täglichen Arbeitszeit, wenn Sie Vollzeit arbeiten. Wird Ihr Arbeitstag nur von einer Pause von einer Stunde unterbrochen oder falls Sie Ihr Kind nicht in der näheren Umgebung Ihres Arbeitsplatzes stillen können, können die beiden Pausen zu einer einzigen Stillzeit von 90 Minuten zusammengezogen werden;
  • 1 x 45 Minuten, wenn Sie Teilzeit arbeiten.

Die Stillzeit gilt als tatsächliche Arbeitszeit und wird demnach normal vergütet.

Einige Arbeitnehmer verlangen eine von einem Gynäkologen erstellte Stillbescheinigung, die bei der Wiederaufnahme der Arbeit vorzulegen ist, und anschließend ein monatliches ärztliches Attest, dass die Mutter ihr Kind immer noch stillt. Es ist auf jeden Fall ratsam, den Arbeitgeber vor der Wiederaufnahme der Arbeit zu informieren, damit dieser sich gegebenenfalls organisieren kann.

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