Friedensgerichtsbarkeit

Die Friedensgerichtsbarkeiten bilden die 1. Stufe der Hierarchie der Gerichte. Es gibt 3 Friedensgerichtsbarkeiten, die sich in Luxemburg-Stadt, Esch-sur-Alzette und Diekirch befinden.

Die Friedensgerichtsbarkeit Luxemburg ist für die Kantone Luxemburg, Grevenmacher, Mersch und Remich sowie die Gemeinden Garnich, Hobscheid, Kehlen, Koerich, Kopstal, Mamer, Septfontaines und Steinfort zuständig. Die Friedensgerichtsbarkeit Esch-sur-Alzette ist für den Kanton Esch-sur-Alzette und die Gemeinden Bascharage, Clemency und Dippach zuständig. Die Friedensgerichtsbarkeit Diekirch ist für die Kantone Diekirch, Clervaux, Echternach, Redange, Vianden und Wiltz zuständig. Um herauszufinden, in welchem Kanton eine Ortschaft oder Gemeinde liegt, können die Datenblätter aller Gemeinden im Verzeichnis der luxemburgischen Gemeinden auf der Website des Syvicol eingesehen werden.

Die Friedensgerichtsbarkeiten sind ausschließlich zuständig für weniger bedeutende Angelegenheiten in Zivil-, Handels- und Eilsachen sowie in Strafsachen (in welchen sie als eine Art Polizeigericht fungieren).

Der Streitgegenstand in Zivil-, Handels- und Eilsachen darf nicht mehr als 1.250 Euro oder 10.000 Euro unter Berufungsvorbehalt betragen.

Bei jeder Friedensgerichtsbarkeit gibt es ein Arbeitsgericht, welches zuständig ist, um über Rechtsstreitigkeiten in Bezug auf Arbeits- und Ausbildungsverträge zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu erkennen.

Zudem sind die Friedensgerichtsbarkeiten zuständig, um über Streitigkeiten in Mietsachen zu erkennen, sowie über Lohnpfändungen (in beiden Fällen spielt der Betrag des Streitgegenstands keine Rolle).

Die Berufungsgerichte, die dem Obersten Gerichtshof unterstehen, sind zuständig um über gegen die Entscheidungen der Arbeitsgerichte eingelegte Berufungen zu erkennen.

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