Förderschulsystem

Die Schulen und Dienste des Förderschulsystems richten sich an Schüler mit Förderbedarf, die aufgrund ihrer geistigen, charakterbezogenen, sensorischen oder motorischen Besonderheiten den gewöhnlichen Unterricht nicht besuchen können. Die jeweiligen Dienstleister unterstützen ebenfalls die Eltern oder Lehrkräfte bei Problemen schulischer, pädagogischer, erzieherischer und/oder psychologischer Art mit den Kindern.

Das Förderschulsystem zählt derzeit 14 Schulen, die in Regionalzentren und Sonderinstitute eingeteilt sind. Es schließt ebenfalls die multiprofessionellen Teams ein, die sich aus qualifizierten Personen zusammensetzen, welche eine individualisierte Betreuung und Begleitung der Schüler mit Förderbedarf übernehmen. Das Förderschulsystem arbeitet eng mit dem Logopädischen Zentrum (Centre de Logopédie) zusammen, welches gehörlose, schwerhörige oder sprachgestörte Kinder betreut.

Die Orientierung eines Kindes in eine Förderschule erfolgt auf Empfehlung der Nationalen schulmedizinischen Kommission (Commission médico-psycho-pédagogique nationale) und auf Beschluss der Eltern des betroffenen Kindes. Die Eltern sind berechtigt und dafür verantwortlich, die Schulart zu wählen, die ihnen für ihr Kind am angemessensten erscheint, d. h.:

  • die vollständige Integration eines in irgendeiner Weise behinderten Kindes in den Regelunterricht;
  • die teilweise Integration eines in irgendeiner Weise behinderten Kindes in eine Förderschule, und ergänzend dazu, für bestimmte Aktivitäten in eine Klasse des Regelunterrichts;
  • der Besuch einer Förderschule;
  • der Besuch einer spezialisierten Einrichtung im Ausland.

Die begrenzte Anzahl an Schülern im Förderschulsystem ermöglicht einen individualisierten Unterricht, in welchem der Lernstoff an die besonderen Bedürfnisse des jeweiligen Schülers angepasst werden kann. Die Gruppen werden von Lehrern, Sozialpädagogen, Erziehern, Krankenpflegern und anderen Akteuren aus dem sozialpädagogischen oder Rehabilitationsbereich betreut.

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