Nationale Reserve der Gesundheitsfachkräfte – befristeter Arbeitsvertrag für die Angehörigen der anderen Gesundheitsberufe, die freiberuflich tätig sind

Coronavirus / Covid-19

Angesichts der Organisation des Gesundheitssystems in Zeiten der COVID-19-Pandemie konnten freiberuflich tätige Ärzte oder Personen, die freiberuflich einen Gesundheitsberuf ausüben, einen befristeten Arbeitsvertrag als Staatsbedienstete vom 4. April bis zum 29. Mai abschließen.

Die Frist dieses Vorgangs ist nun abgelaufen.

Hier finden Sie nähere Auskünfte zu den Bereitschaftsgruppen und allgemeine Informationen zur Organisation des Gesundheitssystems in Zeiten der COVID-19-Pandemie.

Zielgruppe

Um eine Reserve für Gesundheitsfachkräfte zu bilden und einer etwaigen Knappheit von Angehörigen der Gesundheitsberufe vorzubeugen, hat der Staat den Inhabern einer Approbation/Zulassung in den folgenden Berufen die Möglichkeit eines befristeten Arbeitsvertrags als Staatsbediensteter geboten, als Gegenleistung für eine Verfügbarkeit von 16 Stunden pro Woche in der nationalen Reserve der Gesundheitsfachkräfte:

  • Tierärzte;
  • Psychotherapeuten;
  • Krankenpfleger und Diplomkrankenpfleger;
  • Physiotherapeuten;
  • Masseure;
  • Podologen;
  • Psychomotoriktherapeuten;
  • Logopäden;
  • Osteopathen;
  • Ernährungsberater;
  • Ergotherapeuten;
  • Hebammen.

Modalitäten für den Abschluss des befristeten Arbeitsvertrags als Staatsbediensteter für die Angehörigen der anderen Gesundheitsberufe

Zulässigkeit

Um diesen befristeten Arbeitsvertrag in Anspruch nehmen zu können, muss der Angehörige der Gesundheitsberufe über eine von dem für die Gesundheit zuständigen Regierungsmitglied ausgestellte Approbation/Zulassung verfügen.

Der befristete Arbeitsvertrag richtet sich an Angehörige der Gesundheitsberufe, die derzeit freiberuflich tätig sind und während der Dauer des befristeten Vertrags als Staatsbediensteter kein Vertragsverhältnis als Arbeitnehmer mit einer monatlichen Arbeitszeit von mehr als 50 % haben. Dies gilt ebenfalls für Elternurlaub von mehr als 50 %.

Dauer

Der befristete Arbeitsvertrag kann ab dem 4. April 2020 abgeschlossen werden. Alle Verträge laufen bis zum 29. Mai 2020. Der letzte Tag, an dem ein befristeter Vertrag abgeschlossen werden konnte, war der 3. Mai 2020.
Hinweis: Der befristete Arbeitsvertrag beginnt am Tag nach seiner Unterzeichnung, vorbehaltlich der Gültigkeit der Approbation/Zulassung. Im Falle einer ungültigen Approbation/Zulassung wird der Angehörige der Gesundheitsberufe davon in Kenntnis gesetzt, dass der befristete Arbeitsvertrag nicht in Kraft treten kann.

Beispiel: Ein Angehöriger der Gesundheitsberufe füllt den Vorgang bezüglich des befristeten Arbeitsvertrags am 5. April 2020 aus und unterzeichnet und übermittelt den Antrag am gleichen Tag. Nach Validierung seiner Approbation/Zulassung durch die zuständigen Dienste und Gegenzeichnung durch die Ministerin für Gesundheit tritt der Vertrag am 6. April 2020 in Kraft. Das Enddatum für alle Verträge ist der 29. Mai 2020.

Arbeitszeit/Aufgaben

Die im Arbeitsvertrag festgelegte Arbeitszeit beträgt 16 Stunden pro Woche. Es handelt sich demnach um eine Mindestarbeitszeit von 40 %.

Bei Bedarf und im gegenseitigen Einvernehmen der Parteien kann die Arbeitszeit erhöht werden und sogar die Arbeitszeit einer Vollzeitstelle erreichen.

Die im Rahmen der Reserve der Gesundheitsfachkräfte zugeteilten Aufgaben können von den jeweiligen beruflichen Zuständigkeiten abweichen.

In dem befristeten Arbeitsvertrag steht in der Tat Folgendes: „Zusätzlich zur Erbringung der für seinen eigenen Beruf vorgesehenen Pflegeleistungen kann der Bedienstete vorübergehend aufgrund der Gesundheitskrise mit Verwaltungsaufgaben, Logistik, Patiententransport und der Beteiligung an der primären Gesundheitsversorgung bei Patienten oder Bewohnern, wie z. B. Kommunikation, Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr, Mobilisierung, Hygiene und Komfort, betraut werden.“

Angehörige der Gesundheitsberufe, die sich für einen Arbeitsvertrag als Staatsbediensteter entschieden haben, können über ihre Verfügbarkeit für die nationale Reserve der Gesundheitsfachkräfte hinaus weiterhin ihrer freiberuflichen Tätigkeit nachgehen, sofern eine Nebentätigkeit vom Staat genehmigt wurde (siehe FAQ). Achtung: Im Prinzip können die während der Dauer der Verfügbarkeit für die nationale Reserve der Gesundheitsfachkräfte im Rahmen der freiberuflichen Tätigkeit erbrachten Leistungen gegenüber der CNS nicht geltend gemacht werden, sondern werden im Rahmen des Vertrags als Staatsbediensteter vergütet. Die über diese Verfügbarkeit hinaus für den Staat geleisteten Dienste werden entsprechend dem geltenden Standard vergütet.

Vergütung

Je nach Gesundheitsberuf wird folgende Grundvergütung gezahlt:

Vergütung
Gesundheitsberufe Monatliche Vergütung (40-%-Stelle)
Tierärzte 4.050 Euro
Psychotherapeuten
4.050 Euro
Diplomkrankenpfleger
3.592 Euro
Krankenpfleger 3.324 Euro
Physiotherapeuten 3.592 Euro
Masseure 3.324 Euro
Podologen 3.592 Euro
Psychomotoriktherapeuten 3.592 Euro
Logopäden 3.324 Euro
Osteopathen 3.592 Euro
Ernährungsberater 3.324 Euro
Ergotherapeuten 3.592 Euro
Hebammen 3.324 Euro
 
Hinzu kommen:
 
  • eine Essenszulage von 204 Euro netto, die anteilig zum Beschäftigungsgrad von 40 % berechnet wird;
  • gegebenenfalls eine Familienzulage von 554 Euro, die anteilig zum Beschäftigungsgrad von 40 % berechnet wird;
  • der der Dauer des befristeten Arbeitsvertrags entsprechende Anteil der Jahresendzulage.

FAQ

In den FAQ finden Sie die Antworten auf Ihre Fragen.

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