Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Der Staat unterstützt die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von natürlichen oder juristischen Personen mit 3 Vergütungsformen:

  • Einspeisetarifen;
  • Marktprämien;
  • Ausschreibungen.

Zielgruppe

Alle natürlichen und juristischen Personen kommen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien infrage und können eine Vergütung beantragen.

Die Verträge werden mit einem Stromnetzbetreiber geschlossen, der für die Zahlung der Vergütungen verantwortlich ist.

Voraussetzungen

Einspeisetarife

Ein Einspeisevertrag wird mit einem Netzbetreiber geschlossen.

Bei Photovoltaikanlagen mit einer Leistung zwischen 30 und 200 kW dürfen nur Genossenschaften oder Gesellschaften bürgerlichen Rechts (coopératives ou sociétés civiles) solche Verträge abschließen.

Marktprämien

Marktprämienverträge können nur mit einem Betreiber geschlossen werden, wenn die Anlage eine Mindestleistung von 500 kW hat, mit Ausnahme von Windkraftanlagen, deren Leistung höher als 3 MW oder 3 Erzeugungseinheiten sein muss.

Ausschreibungen

Ausschreibungen sind Photovoltaikanlagen vorbehalten, deren Leistung zwischen 500 kW und 5 MW liegt.

Fristen

Einspeise- oder Marktprämienverträge können das ganze Jahr über geschlossen werden.

Vorgehensweise und Details

Einspeisetarife

Es gibt Einspeisetarife für:

  • Windkraft, Solarenergie und Wasserkraft;
  • aus Biogas, Gas aus Kläranlagen, fester Biomasse und Altholz gewonnenen Strom.

Die Tarife werden für 15 Jahre ab dem Datum der ersten Einspeisung in das Netz garantiert.

Sie werden unter Berücksichtigung des Datums der ersten Einspeisung in das Netz mit einer jährlichen degressiven Staffelung berechnet.

Es gibt verschiedene Kategorien, die von der Leistung der Anlagen abhängig sind.

Die Einspeisetarife betreffen Anlagen mit einer Höchstleistung von 500 KW, mit Ausnahme von Windkraftanlagen, deren Leistung höher als 3 MW oder 3 Erzeugungseinheiten sein muss.

Marktprämien

Es gibt Marktprämienverträge für:

  • Windkraft und Wasserkraft;
  • aus Biogas, Gas aus Kläranlagen, fester Biomasse und Altholz gewonnenen Strom.

Das Prinzip der Marktprämien gilt nur für Anlagen mit einer Nennleistung von über 500 kW und für Windkraftanlagen, deren Leistung höher als 3 MW oder 3 Erzeugungseinheiten sein muss.

Dieses Prinzip verlangt vom Stromerzeuger, dass er den erzeugten Strom über einen Vermittler, den er frei wählen kann, direkt auf dem Markt verkauft.

Zudem erhält er eine variable Prämie vom Netzbetreiber. Der Erzeuger muss sich an den Netzbetreiber wenden, damit dieser ihm einen Standardvertrag betreffend die Marktprämie zukommen lässt. Die variable Prämie gleicht den Differenzbetrag zwischen dem Marktpreis und der von der Gesetzgebung vorgesehenen Bezugsvergütung aus.  

Die Prämien werden für 15 Jahre ab dem Datum der ersten Einspeisung in das Netz garantiert.

Ausschreibungen

Der für die Energie zuständige Minister kann Ausschreibungen durchführen, um die Besitzer von neuen Solarstromerzeugungsanlagen auf luxemburgischem Staatsgebiet auszuwählen.

Die Ausschreibungen werden im Amtsblatt der Europäischen Union und in folgenden Zeitungen veröffentlicht:

  • Luxemburger Wort;
  • Tageblatt;
  • Journal.

Derzeit gibt es keine laufenden Ausschreibungen.

Die Zuschlagsempfänger erhalten einen Marktprämienvertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren.

Die Gesetzgebung über die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sieht ebenfalls die Möglichkeit vor, auf europaweite Ausschreibungen zurückzugreifen. Eine solche Ausschreibung wurde bisher noch nicht durchgeführt.

Zuständige Kontaktstellen

Doppelklick, um die Karte zu aktivieren
Doppelklick, um die Karte zu aktivieren
Zum letzten Mal aktualisiert am