Wiederherstellung des Ökosystems Wald durch Wiederaufforstung

Die Regelung bezüglich der Beihilfen zur Verbesserung des Schutzes und der nachhaltigen Verwaltung der Ökosysteme Wald sieht eine Beihilfe für die Wiederherstellung dieses Ökosystems durch Wiederaufforstung vor.

Interessenten müssen ihren Antrag beim örtlich zuständigen Bezirk einreichen, der ihnen die Entscheidung der Naturverwaltung (Administration de la nature et des forêts) übermittelt.

Zielgruppe

Jeder, der eine Beihilfe für die Wiederherstellung des Ökosystems Wald durch Wiederaufforstung in Anspruch nehmen möchte, muss diese beim zuständigen Bezirksleiter beantragen.

Voraussetzungen

Um in den Genuss der Beihilfe zu kommen, muss der Antragsteller überprüfen, ob die wiederaufzuforstende Fläche:

  • in einer Grünzone liegt. Ausgeschlossen sind Flächen, in denen Pestizide zum Einsatz kommen oder in denen Bodenarbeiten durchgeführt werden, die die Bodenstruktur schädigen (Bearbeitung und Stockrodung);
  • mindestens 40 Ar groß ist oder in mehrere Parzellen von mindestens 10 Ar unterteilt werden kann, die über den Waldbestand verteilt sind;
  • in einem einzigen Waldbestand liegt.

Ausgeschlossen sind:

  • Wiederaufforstungen im Hinblick auf die Produktion von Weihnachts- oder Zierbäumen;
  • Kurzumtriebsplantagen mit Gehölzen auf landwirtschaftlichen Flächen;
  • Wiederaufforstungen unter Schirm, wenn der Deckungsgrad des Altbestandes über 0,5 liegt;
  • als Ausgleich für Rodungen durchgeführte Wiederaufforstungen;
  • Wideraufforstungsmaßnahmen, zu denen Personen verurteilt wurden, die:
    • eine Rodung oder einen exzessiven Holzschlag ohne Genehmigung angeordnet oder durchgeführt haben;
    • Bäume verstümmelt oder verstümmeln lassen haben;
  • Umwandlungen von Laubbaumbeständen in Nadelbaumbestände.

Fristen

Der Antragsteller muss seinen Antrag vor Beginn der Arbeiten beim Bezirksleiter einreichen.

Vorgehensweise und Details

Antragstellung

In seinem Antrag muss der Antragsteller folgende Angaben machen:

  • seinen Namen und Vornamen;
  • seine Anschrift;
  • seine Telefonnummer;
  • seine Bankverbindung;
  • seine nationale Identifikationsnummer;
  • die Fläche des gesamten Waldbesitzes;
  • Angaben zur wiederaufzuforstenden Fläche (Gemeinde, Abschnitt, Gemarkung, Katasternummer, Katasterfläche und bearbeitete Fläche).

Besitzt der Antragsteller einen landwirtschaftlichen Betrieb, muss er zudem Folgendes angeben:

  • seine Betriebsnummer;
  • die Nummer seiner landwirtschaftlichen Versicherung.

Eine Beschreibung der geplanten Arbeiten und Informationen zur Art der Pflanzung (Pflanzung zur Anreicherung einer bestehenden Regeneration, Pflanzung eines vorwiegend aus Laub- oder Nadelbäumen bestehenden Bestands) sind ebenfalls erforderlich.

Belege

Der Antragsteller muss seinem Antrag folgende Unterlagen beifügen:

  • eine topografische Karte (Maßstab 1 : 10.000) mit Angabe des Durchführungsorts der Arbeiten;
  • einen Auszug aus dem Katasterplan der betreffenden Parzellen.

Nach Beendigung der Arbeiten muss eine Kopie der Stammzertifikate beim Anbieter des Pflanzguts verlangt werden.

Beschluss

Der jeweilige Bezirksleiter übermittelt dem Antragsteller den Bescheid der Naturverwaltung bezüglich der Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, um eine Beihilfe zu erhalten.

Höhe der Beihilfe

Die Höhe der Beihilfe ist wie folgt festgelegt:

  • 50 Euro pro Baumgruppe bei Pflanzungen zur Anreicherung einer bestehenden Regeneration;
  • 50 Euro pro Ar der wiederaufzuforstenden Fläche bei sonstigen Pflanzungen von vorwiegend aus Laubbäumen bestehenden Beständen;
  • 30 Euro pro Ar der wiederaufzuforstenden Fläche bei sonstigen Pflanzungen von vorwiegend aus Nadelbäumen bestehenden Beständen.

Bei Wiederaufforstungsmaßnahmen nach Windwurf können die Beträge verdoppelt werden. Die Naturverwaltung muss die Schäden vor Ort feststellen, und die Kalamität, die den Windwurf verursacht hat, muss vom Minister bestätigt werden.

Die Beihilfe wird in Form von 2 Teilzahlungen ausgezahlt:

  • die 1. nach Beendigung der Pflanzungsarbeiten aufgrund eines vorläufigen Abnahmeprotokolls;
  • die 2. innerhalb von 3 Jahren nach der 1. Teilzahlung aufgrund eines endgültigen Abnahmeprotokolls:
    • in dem ein Anwachsen von mindestens 80 % des Pflanzguts festgestellt wird;
    • in dem versichert wird, dass die Pflege der neuen Pflanzungen gewährleistet ist.

Das Nachsäen, um ein Anwachsen von mindestens 80 % des Pflanzenguts sicherzustellen, wird nicht subventioniert.

Verpflichtungen

Was die Vorbereitungsarbeiten für die Wiederaufforstung betrifft, verpflichtet sich der Begünstigte:

  • den Schlagabraum, der aus Ästen mit einem Durchmesser von weniger als 5 cm am stärkeren Ende besteht, auf dem Boden der wiederaufzuforstenden Fläche zu belassen;
  • den natürlich aufgekommenen Jungwuchs von Bäumen nicht zu zerkleinern und nicht in den Boden zu fräsen.

Bei den Wiederaufforstungs- und Pflegearbeiten, verpflichtet sich der Begünstigte:

  • einen Mindestabstand von 2 m zwischen den Pflanzen und den Schotterwegen im Wald einzuhalten;
  • die Wiederaufforstung im Sinne der Erhaltung der bewaldeten Fläche vorzunehmen und bestimmte ökologische Kriterien einzuhalten;
  • den natürlich aufgekommenen Jungwuchs, der keine Gefahr für die gepflanzten Bäume darstellt, zu erhalten, außer bei Umwandlung des Bestands zwecks Reduzierung der standortfremden Bäume;
  • die eingebrachten Pflanzen nur dann von der aufkommenden Begleitvegetation zu befreien, wenn sie in ihrem Wachstum beeinträchtigt werden. Um Adlerfarn, Ginster und Brombeersträucher zu bekämpfen, ist eine vollflächige Bekämpfung gestattet;
  • im Falle einer Pflanzung unter Schirm die Bäume des Altbestands nach und nach zu entfernen;
  • im Falle einer Umwandlung eines Niederwalds in einen Mittelwald eine gewisse Anzahl an Trieben zu erhalten, um die einwandfreie Entwicklung der Jungpflanzen zu gewährleisten. Die Triebe des Altbestands müssen im Laufe der Entwicklung der neuen Pflanzung nach und nach entfernt werden;
  • das Verhältnis der gepflanzten Laubbaumarten bei der Pflege und den folgenden Einsätzen nicht absichtlich zu reduzieren;
  • der Naturverwaltung nach Beendigung der Arbeiten Folgendes zukommen zu lassen:
    • eine Kopie der Stammzertifikate, die beim Anbieter des Pflanzguts erhältlich sind;
    • eine schematische Darstellung der Pflanzung mit den Abständen, den Beständen und der räumlichen Verteilung des Pflanzguts sowie gegebenenfalls den Standorten der Baumgruppen und -streifen.
Pflanzungen zur Anreicherung einer bestehenden Regenerationsfläche

Der Empfänger muss darauf achten, dass:

  • die Pflanzung in Gruppen erfolgt;
  • jede Gruppe mindestens 25 Setzlinge beinhaltet;
  • die Gruppen (Mindestanzahl 10) in die Lücken der natürlichen Regenerationsfläche gepflanzt werden, die eine für die Entwicklung der Setzlinge ausreichende Belichtungssituation aufweisen;
  • die Gruppen von Rand zu Rand einen Mindestabstand von 10 Metern aufweisen und ihr Zentrum mit einem farbigen Pflock gekennzeichnet wird;
  • für die Anreicherungspflanzungen zulässige Baumarten sind Traubeneiche, Stieleiche, Rotbuche, Bergahorn, Spitzahorn, Schwarzerle, Speierling, Elsbeere, Bergulme, Feldulme, Flatterulme, Schwarzpappel, Eibe, Kultur-Birne, Wildapfel, Vogelkirsche, Sommerlinde, Winterlinde, Lärche.
Geschützte Pflanzungen oder Pflanzungen nach Kahlschlag

Er muss sich darüber hinaus vergewissern, dass:

  • die Dichte der Hauptbaumarten mindestens 2.500 Setzlinge pro Hektar beträgt;
  • die Pflanzung 70 % einer oder mehrerer zugelassener Hauptbaumarten beinhaltet;
  • zulässige Baumarten sind Traubeneiche, Stieleiche, Rotbuche, Bergahorn, Spitzahorn, Schwarzerle, Douglasie, Fichte, Lärche und Waldkiefer;
  • die Pflanzung 30 % einer oder mehrerer anderer standortgeeigneter, von den für diese Pflanzung gewählten Hauptbaumarten enthält;
  • in einer Pflanzung mit laubtragenden Hauptbaumarten der Anteil der Nadelbäume 10 % in Gruppen von mindestens 10 Setzlingen beträgt;
  • in einer Pflanzung mit nadeltragenden Hauptbaumarten der Anteil der Laubbäume mindestens 30 % in Gruppen von mindestens 50 Setzlingen beträgt;
  • in einer Pflanzung mit den Hauptbaumarten Rotbuche oder Eiche die Pflanzung in Gruppen von mindestens 25 Setzlingen oder in Reihen von mindestens vier Setzlingsreihen erfolgt. Die Gesamtfläche der tatsächlich gepflanzten Gruppen oder Reihen muss zwischen 35 und 50 % der aufzuforstenden Fläche liegen. Die Gruppen und Reihen müssen gleichmäßig auf der Bestandsfläche verteilt sein. Der natürliche Anwuchs zwischen den Gruppen und Reihen muss initiiert werden.

Zurückzahlung der Beihilfe

Die gewährten Beihilfen müssen der Staatskasse erstattet werden, wenn:

  • sie durch Erklärungen erlangt wurden, deren Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit dem Empfänger bewusst waren;
  • die Auflagen zur Gewährung der Beihilfen vom Empfänger nicht beachtet wurden. In diesem Fall muss der Empfänger auch Zinsen zum gesetzlichen Zinssatz zahlen, die ab dem Tag der Auszahlung bis zum Tag der Erstattung berechnet werden.

Im Falle der Feststellung einer Falschangabe durch grobe Fahrlässigkeit oder Nichtbeachtung der Grundsätze einer guten waldbaulichen Praxis wird der Empfänger für das betreffende Jahr ausgeschlossen.

Bei vorsätzlicher Falschangabe wird er auch im Folgejahr ausgeschlossen.

Formulare/Online-Dienste

Förderantrag zwecks Subventionierung von Forstarbeiten - Wiederaufforstung

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Demande d'aide pour la restauration de l'écosystème forestier par le reboisement

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