Beihilfe für die Stärkung des Ökosystems Wald durch Jungwaldpflege

Die Verordnung bezüglich der Beihilfen zur Verbesserung des Schutzes und der nachhaltigen Verwaltung von Waldökosystemen sieht eine Beihilfe für die Stärkung des Ökosystems Wald durch Jungwaldpflege vor.

Interessenten müssen ihren Antrag beim örtlich zuständigen Bezirk einreichen, der ihnen die Entscheidung der Naturverwaltung (Administration de la nature et des forêts) übermittelt.

Zielgruppe

Jeder, der eine Beihilfe für die Stärkung des Ökosystems Wald durch Jungwaldpflege in Anspruch nehmen möchte.

Voraussetzungen

Der Antragsteller hat sich zu vergewissern, dass die Fläche:

  • in einer Grünzone liegt. Ausgeschlossen sind Flächen, auf denen:
    • Pestizide zum Einsatz kommen oder;
    • Bodenarbeiten durchgeführt werden, die die Bodenstruktur schädigen (Pflügen und Stockrodung);
  • mindestens 40 Ar groß ist;
  • in einem einzigen Waldbestand liegt. Der Waldbestand muss:
    • zu mindestens 50 % aus Laubbäumen bestehen, außer die vorhandenen Nadelbaumbestände sind an den Standort angepasst und aus Naturverjüngung hervorgegangen;
    • eine durchschnittliche Höhe:
      • zwischen 5 und 10 Metern aufweisen oder;
      • von mehr als 3 Metern aufweisen, wenn es sich um Eichenbestände handelt.
Waldbestände, für die bereits Fördermittel für eine Naturverjüngung zugesprochen wurden, sind von dieser Maßnahme ausgeschlossen.

Fristen

Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten vom Antragsteller eingereicht werden.

Vorgehensweise und Details

Antragstellung

Der Antragsteller muss seinen Antrag beim jeweiligen Bezirksleiter einreichen und hat auf dem Antragsformular Folgendes anzugeben:

  • seinen Namen und Vornamen;
  • seine Adresse;
  • seine Telefonnummer;
  • seine Bankverbindung;
  • seine nationale Identifikationsnummer;
  • die Fläche des gesamten Waldbesitzes;
  • Angaben zur Fläche (Gemeinde, Abschnitt, Flurname, Katasternummer, Katasterfläche, bearbeitete Fläche, Höhe der Bestände).

Besitzt der Antragsteller einen landwirtschaftlichen Betrieb, muss er zudem Folgendes angeben:

  • seine Betriebsnummer;
  • die Nummer seiner landwirtschaftlichen Versicherung.

Belege

Der Antragsteller muss seinem Antrag folgende Unterlagen beifügen:

  • eine topografische Karte (Maßstab 1:10.000) mit Angabe des Durchführungsorts der Arbeiten;
  • einen Auszug aus dem Katasterplan der betreffenden Parzellen;
  • infolge von Windwurf oder Borkenkäferbefall eine Bescheinigung über das Vorliegen von höherer Gewalt.

Beschluss

Der jeweilige Bezirksleiter übermittelt dem Antragsteller die Stellungnahme der Naturverwaltung bezüglich der Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, um eine Beihilfe zu erhalten.

Höhe der Beihilfe

Die Beihilfe beläuft sich auf 10 Euro pro Ar.

Für die Durchführung von Arbeiten zur Jungwaldpflege nach Windwurf bzw. Borkenkäferbefall können diese Beträge verdoppelt werden. Der Antragsteller muss die durch Windwurf bzw. Borkenkäfer verursachten Schäden von der Naturverwaltung feststellen lassen, welche eine Bescheinigung über das Vorliegen von höherer Gewalt ausstellt. Diese Bescheinigung kann beim örtlich zuständigen Bezirk beantragt werden. Darüber hinaus hat der Minister das Vorliegen der Naturkatastrophe zu bestätigen.

Verpflichtungen

Der Begünstigte verpflichtet sich:

  • ein Erschließungsnetz anzulegen;
  • einzugreifen, um die apikale Dominanz von Zukunftsbäumen zu erhalten, die zur Herstellung von hochwertigem Holz bestimmt sind;
  • die Baumvielfalt zu erhalten.

Rückzahlung der Beihilfe

Der Begünstigte muss die erhaltene Beihilfe zurückzahlen, wenn:

  • diese aufgrund von unrichtigen oder unvollständigen Angaben gewährt wurde;
  • die Auflagen zur Gewährung der Beihilfen vom Begünstigten nicht beachtet wurden. In diesem Fall muss der Begünstigte auch Zinsen zum gesetzlichen Zinssatz zahlen, die ab dem Tag der Auszahlung bis zum Tag der Erstattung berechnet werden.

Darüber hinaus wird der Begünstigte unter folgenden Umständen für das betreffende Kalenderjahr von allen Beihilfen zur Verbesserung des Schutzes und der nachhaltigen Verwaltung des Ökosystems Wald ausgeschlossen:

  • bei Falschangaben wegen grober Fahrlässigkeit oder;
  • bei Nichtbeachtung der Grundsätze einer guten waldbaulichen Praxis.
Bei vorsätzlichen Falschangaben wird der Begünstigte auch im Folgejahr ausgeschlossen.

Rechtsmittel

Im Falle einer Ablehnung des Antrags oder eines Beschlusses zur Rückforderung der Beihilfen kann der Antragsteller diese behördliche Entscheidung mit den üblichen Rechtsmitteln (außergerichtlicher Rechtsbehelf, gerichtlicher Rechtsbehelf) anfechten, wobei die anwendbaren gesetzlichen Fristen einzuhalten sind.

Der Antragsteller kann sich darüber hinaus an den Ombudsmann wenden.

Formulare/Online-Dienste

Förderantrag zwecks Subventionierung von Forstarbeiten – Jungwaldpflege

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