Beihilfe zur Bewahrung des Ökosystems Wald durch Schutzmaßnahmen – Weisergatter

Die Verordnung bezüglich der Beihilfen zur Verbesserung des Schutzes und der nachhaltigen Bewirtschaftung von Waldökosystemen sieht eine Beihilfe für den Erhalt des Ökosystems Wald durch Schutzmaßnahmen wie das Aufstellen von Zäunen, Staketenzäunen, Einzelschutzvorrichtungen oder Weisergattern vor.

Interessenten müssen ihren Antrag beim örtlich zuständigen Bezirk einreichen, der ihnen die Entscheidung der Naturverwaltung (Administration de la nature et des forêts) übermittelt.

Zielgruppe

Jeder, der eine Beihilfe für Schutzmaßnahmen und/oder die Errichtung von Weisergattern in Anspruch nehmen möchte.

Voraussetzungen

Die Beihilfe für Schutzmaßnahmen betrifft nur Pflanzungen oder natürliche Verjüngungsflächen mit anderen Laub- oder Nadelbäumen als Fichte oder Kiefer.

Folgende Bedingungen sind zu erfüllen:

  • Die Forstflächen müssen sich in einer Grünzone befinden. Ausgeschlossen sind Flächen, auf denen:
    • Pestizide zum Einsatz kommen oder;
    • Bodenarbeiten durchgeführt werden, die die Bodenstruktur schädigen (Pflügen und Stockrodung).
  • Die Anlagen dürfen nur zum Schutz von Pflanzungen oder Naturverjüngungen von Laub- oder Nadelbäumen errichtet werden, bei denen es sich weder um Fichten noch um Waldkiefern handelt. Das Aufstellen von Zäunen vor der Naturverjüngung ist nur zulässig, wenn:
    • eine bedeutende Fruchtbildung festgestellt wurde;
    • der Altbestand entsprechend präpariert wurde, um eine Naturverjüngung zu ermöglichen.
  • Ein Zaun muss mindestens 250 Meter lang sein. Die Länge kann auf ein Minimum von 100 Metern begrenzt werden, wenn es sich um eine natürliche Verjüngungsfläche oder eine Aufforstung in Gruppen handelt.
  • Zusammenhängende eingezäunte Flächen dürfen 1 Hektar nicht übersteigen. Aneinandergrenzende Zäune müssen durch einen mindestens 25 Meter breiten, nicht eingezäunten Gang voneinander getrennt sein.
  • Die erforderliche Mindeststückzahl der Einzelschutzvorrichtungen liegt bei 100, wobei die Kosten dieser Vorrichtungen nicht höher als die Kosten für die Errichtung eines zusammenhängenden Zauns sein dürfen.

Fristen

Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten vom Antragsteller eingereicht werden.

Vorgehensweise und Details

Antragstellung

Der Antragsteller muss seinen Antrag beim jeweiligen Bezirksleiter einreichen. Auf dem Antragsformular hat er Folgendes anzugeben:

  • seinen Namen und Vornamen;
  • seine Adresse;
  • seine Telefonnummer;
  • seine Bankverbindung;
  • seine nationale Identifikationsnummer;
  • die Fläche des gesamten Waldbesitzes;
  • Angaben zur Fläche: Gemeinde, Abschnitt, Flurname, Katasternummer, Katasterfläche, Länge des Zauns/Staketenzauns, Anzahl der individuellen Schutzvorrichtungen/Weisergatter.

Besitzt der Antragsteller einen landwirtschaftlichen Betrieb, muss er zudem Folgendes angeben:

  • seine Betriebsnummer;
  • die Nummer seiner landwirtschaftlichen Versicherung.

Belege

Der Antragsteller muss seinem Antrag folgende Unterlagen beifügen:

  • eine topografische Karte (Maßstab 1:10.000) mit Angabe des Durchführungsorts der Arbeiten;
  • einen Auszug aus dem Katasterplan der betreffenden Parzellen;
  • eine Kopie des Angebots / der quittierten Rechnung;
  • infolge von Windwurf oder eines Borkenkäferbefalls eine Bescheinigung über das Vorliegen von höherer Gewalt.

Beschluss

Der jeweilige Bezirksleiter übermittelt dem Antragsteller die Stellungnahme der Naturverwaltung bezüglich der Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, um eine Beihilfe zu erhalten.

Höhe der Beihilfe

Die Beihilfe beläuft sich auf:

  • 5 Euro pro Laufmeter für Zäune zwischen 1,5 und 1,8 Meter Höhe;
  • 6 Euro pro Laufmeter für Zäune von 2 Meter Höhe;
  • 8 Euro pro Laufmeter für Staketenzäune;
  • 50 % der Gesamtkosten bei Einzelschutzvorrichtungen, einschließlich der Anbringungs- und Materialkosten;
  • 400 Euro für die Errichtung eines Weisergatters.

Für die Umsetzung von Wildschutzmaßnahmen nach Windwurf bzw. Borkenkäferbefall können diese Beträge verdoppelt werden (ausgenommen davon ist die Beihilfe für die Anbringung von Weisergattern).

In diesem Fall beläuft sich die Beihilfe höchstens auf die tatsächlichen Kosten für die Errichtung der Einzäunungen oder Einzelschutzvorrichtungen. Der Antragsteller muss die durch Windwurf bzw. Borkenkäfer verursachten Schäden von der Naturverwaltung feststellen lassen, welche eine Bescheinigung über das Vorliegen von höherer Gewalt ausstellt. Diese Bescheinigung kann beim örtlich zuständigen Bezirk beantragt werden. Darüber hinaus hat der Minister das Vorliegen der Naturkatastrophe zu bestätigen.

Verpflichtungen

Der Begünstigte verpflichtet sich:

  • die Zäune und die Einzelschutzvorrichtungen regelmäßig zu kontrollieren;
  • der Verwaltung zwecks Überwachung Zugang zu den Vorrichtungen zu gewähren. Die Weisergatter müssen nach Stellungnahme der Verwaltung angelegt werden, und pro 100 Hektar Wald darf, unabhängig von Eigentumsrechten, nur ein Weisergatter errichtet werden;
  • den Zaun bei einer Bestandshöhe von 1,5 Meter zu entfernen, es sei denn, es halten sich Hirsche in der Nähe auf, und spätestens dann zu entfernen, wenn der Zaun seinen Zweck nicht mehr erfüllt. Sollte der Begünstigte diese Bedingung nicht einhalten, muss er die bezogene Beihilfe vollständig zurückzahlen.

Rückzahlung der Beihilfe

Der Begünstigte muss die erhaltene Beihilfe zurückzahlen, wenn:

  • diese aufgrund von unrichtigen oder unvollständigen Angaben gewährt wurde;
  • die Auflagen zur Gewährung der Beihilfen vom Begünstigten nicht beachtet wurden. In diesem Fall muss der Begünstigte auch Zinsen zum gesetzlichen Zinssatz zahlen, die ab dem Tag der Auszahlung bis zum Tag der Erstattung berechnet werden.

Darüber hinaus wird der Begünstigte unter folgenden Umständen für das betreffende Kalenderjahr von allen Beihilfen zur Verbesserung des Schutzes und der nachhaltigen Verwaltung des Ökosystems Wald ausgeschlossen:

  • bei Falschangaben wegen grober Fahrlässigkeit oder;
  • bei Nichtbeachtung der Grundsätze einer guten waldbaulichen Praxis.
Bei vorsätzlichen Falschangaben wird der Begünstigte auch im Folgejahr ausgeschlossen.

Rechtsmittel

Im Falle einer Ablehnung des Antrags oder eines Beschlusses zur Rückforderung der Beihilfen kann der Antragsteller diese behördliche Entscheidung mit den üblichen Rechtsmitteln (außergerichtlicher Rechtsbehelf, gerichtlicher Rechtsbehelf) anfechten, wobei die anwendbaren gesetzlichen Fristen einzuhalten sind.

Der Antragsteller kann sich darüber hinaus an den Ombudsmann wenden.

Formulare/Online-Dienste

Förderantrag zwecks Subventionierung von Pflanzenschutzmaßnahmen, Weisergatter

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