Bewahrung des Ökosystems Wald durch Schutzmaßnahmen – Weisergatter

Zum letzten Mal aktualisiert am 20.09.2018

Die Regelung bezüglich der Beihilfen zur Verbesserung des Schutzes und der nachhaltigen Bewirtschaftung des Ökosystems Wald sieht eine Beihilfe für den Erhalt dieses Ökosystems durch Schutzmaßnahmen wie das Aufstellen von Einzäunungen aus Holzlatten, individuelle Schutzmaßnahmen oder Weisergatter vor.

Interessenten müssen ihren Antrag beim örtlich zuständigen Bezirk einreichen, der ihnen die Entscheidung der Naturverwaltung (Administration de la nature et des forêts) übermittelt.

Zielgruppe

Jeder, der eine Beihilfe für Pflanzenschutzmaßnahmen und/oder die Errichtung von Weisergattern in Anspruch nehmen möchte, muss diese beim zuständigen Bezirksleiter beantragen.

Voraussetzungen

Die Beihilfe für die Schutzmaßnahmen betrifft nur Pflanzungen oder natürliche Regenerationsflächen mit anderen Laub- oder Nadelbäumen als Fichte oder Kiefer.

Um in den Genuss der Beihilfe zu kommen, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Waldflächen müssen in einer Grünzone liegen. Ausgeschlossen sind Flächen, in denen Pestizide zum Einsatz kommen oder in denen Bodenarbeiten durchgeführt werden, die die Bodenstruktur schädigen (Bearbeitung und Stockrodung).
  • Die Anlagen dürfen nur zum Schutz von Pflanzungen oder Naturverjüngungen von Laubbäumen oder Nadelbäumen errichtet werden, bei denen es sich weder um Fichten noch um Waldkiefern handelt. Die Errichtung eines Zauns darf nur dann vor der Naturverjüngung erfolgen, wenn eine bedeutende Fruchtbildung festgestellt wird und der Altbestand derart präpariert wurde, um eine Naturverjüngung zu ermöglichen.
  • Ein Zaun muss mindestens 250 m lang sein. Die Länge kann auf ein Minimum von 100 m begrenzt werden, wenn es sich um eine natürliche Regenerationsfläche oder eine Aufforstung in Gruppen handelt.
  • Die Höchstfläche, die zusammenhängend eingezäunt werden darf, darf 1 ha nicht übersteigen. Aneinandergrenzende Zäune müssen durch einen mindestens 25 m breiten, nicht eingezäunten Gang voneinander getrennt sein.
  • Die Mindeststückzahl der Einzelschutzvorrichtungen liegt bei 100, wobei die Kosten dieser Vorrichtungen nicht höher als die Kosten für die Errichtung eines zusammenhängenden Zauns sein dürfen.

Fristen

Der Antragsteller muss seinen Antrag vor Beginn der Arbeiten beim Bezirksleiter einreichen.

Vorgehensweise und Details

Antragstellung

Bei der Antragstellung muss der Antragsteller Folgendes auf dem Formular angeben:

  • seinen Namen und Vornamen;
  • seine Adresse;
  • seine Telefonnummer;
  • seine Bankverbindung;
  • seine nationale Identifikationsnummer;
  • die Fläche des gesamten Waldbesitzes;
  • Angaben zur Fläche (Gemeinde, Abschnitt, Gemarkung, Katasternummer, Katasterfläche, Länge des Zauns/Holzgatters, Anzahl der individuellen Schutz-/Kontrollvorrichtungen).

Besitzt der Antragsteller einen landwirtschaftlichen Betrieb, muss er zudem Folgendes angeben:

  • seine Betriebsnummer;
  • die Nummer seiner landwirtschaftlichen Versicherung.

Belege

Der Antragsteller muss seinem Antrag folgende Unterlagen beifügen:

  • eine topografische Karte (Maßstab 1 : 10.000) mit Angabe des Durchführungsorts der Arbeiten;
  • einen Auszug aus dem Katasterplan der betreffenden Parzellen;
  • eine Kopie des Kostenvoranschlags / der quittierten Rechnung für die individuellen Schutzmaßnahmen.

Beschluss

Der jeweilige Bezirksleiter übermittelt dem Antragsteller den Bescheid der Naturverwaltung bezüglich der Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, um eine Beihilfe zu erhalten.

Höhe der Beihilfe

Die Höhe der Beihilfe ist wie folgt festgelegt:

  • 5 Euro pro Meter für einen Zaun zwischen 1,5 und 1,8 m Höhe;
  • 6 Euro pro Meter für einen Zaun von 2 m Höhe;
  • 8 Euro pro Meter für ein Hordengatter;
  • 50 % der Gesamtkosten bei Einzelschutzmaßnahmen, einschließlich der Installations- und Materialkosten;
  • 400 Euro für die Errichtung eines Weisergatters.

Verpflichtungen

Der Empfänger verpflichtet sich:

  • die Zäune und die Einzelschutzvorrichtungen regelmäßig zu kontrollieren;
  • der Verwaltung – zwecks Überwachung – Zugang zu den Vorrichtungen zu gewähren. Die Weisergatter müssen nach Stellungnahme der Verwaltung angelegt werden, und pro 100 ha Wald darf nur ein Weisergatter errichtet werden, unabhängig von Eigentumsrechten;
  • den Zaun bei einer Bestandshöhe von 1,5 m zu entfernen, es sei denn, es halten sich Hirsche in der Nähe auf, und spätestens dann zu entfernen, wenn der Zaun seinen Zweck nicht mehr erfüllt. Sollte der Begünstigte diese Bedingung nicht einhalten, muss er die bezogene Beihilfe vollständig zurückzahlen.

Zurückzahlung der Beihilfe

Die gewährten Beihilfen müssen der Staatskasse erstattet werden, wenn:

  • sie durch Erklärungen erlangt wurden, deren Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit dem Empfänger bewusst waren;
  • die Auflagen zur Gewährung der Beihilfen vom Empfänger nicht beachtet wurden. In diesem Fall muss der Empfänger auch Zinsen zum gesetzlichen Zinssatz zahlen, die ab dem Tag der Auszahlung bis zum Tag der Erstattung berechnet werden.

Im Falle der Feststellung einer Falschangabe durch grobe Fahrlässigkeit oder Nichtbeachtung der Grundsätze einer guten waldbaulichen Praxis wird der Empfänger für das betreffende Jahr ausgeschlossen.

Bei vorsätzlicher Falschangabe wird er auch im Folgejahr ausgeschlossen.

Formulare/Online-Dienste

Förderantrag zwecks Subventionierung von Forstarbeiten – Pflanzenschutzmaßnahmen, Weisergatter

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