Finanzielle Beihilfe für landwirtschaftliche Betriebe aus den Bereichen Obstbau, Gemüsebau und Anbau von Speisekartoffeln

Zum letzten Mal aktualisiert am 27.08.2021

Im Rahmen der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie hat das Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung eine finanzielle Beihilfe für landwirtschaftliche Betriebe aus den Bereichen Obstbau, Gemüsebau und Anbau von Speisekartoffeln eingeführt.

Diese Beihilfe kann für das Kalenderjahr 2020 beantragt werden.

Zielgruppe

Diese finanzielle Beihilfe soll die in den Bereichen Obstbau, Gemüsebau und Anbau von Speisekartoffeln tätigen Landwirte unterstützen.

Sie richtet sich an Haupterwerbslandwirte, das heißt an Landwirte:

  • die einen landwirtschaftlichen Betrieb leiten, dessen wirtschaftliche Größe seine wirtschaftliche Tragfähigkeit garantieren kann;
  • deren Anteil an Arbeitszeit, den sie Aktivitäten außerhalb des landwirtschaftlichen Betriebs widmen, weniger als die Hälfte ihrer gesamten Arbeitszeit ausmacht, wobei es sich nicht um mehr als 20 Stunden pro Woche handeln darf;
  • die keine Altersrente beziehen;
  • die noch nicht das Alter von 65 Jahren erreicht haben.

Handelt es sich um eine juristische Person, muss/müssen die Person(en), die den landwirtschaftlichen Betrieb leitet/leiten, zudem in Höhe von mindestens 40 % gemeinsam am Gesellschaftskapital beteiligt sein.

Voraussetzungen

Bewilligungskriterien

Um die finanzielle Beihilfe beantragen zu können, muss der Antragsteller Folgendes aufweisen können:

  • einen Standardoutput von insgesamt mindestens 75.000 Euro im Jahr 2020;
  • ein Haupteinkommen aus einem oder mehreren der folgenden Bereiche: Obstbau, Gemüsebau und/oder Anbau von Speisekartoffeln;
  • einen Output, von dem mindestens 40 % aus einem oder mehreren der förderfähigen Bereiche stammen;
  • einen Umsatzverlust von mindestens 30 % in einem oder mehreren der förderfähigen Bereiche;
  • eine Einbuße des Betriebsgewinns von mindestens 30 %.

Der Umsatzverlust wird unter Heranziehung des Mittelwerts des Umsatzes der Jahre 2018 und 2019 im Vergleich zum Jahr 2020 ermittelt.

Die Gewinneinbuße wird unter Heranziehung des Mittelwerts der Gewinne der Jahre 2018 und 2019 im Vergleich zum Jahr 2020 ermittelt.

Landwirtschaftliche Betriebe sind von der Beihilfe ausgeschlossen, wenn sie:

  • ihre Produktion im Jahr 2020 eingestellt haben; oder
  • ihre Produktionskapazität wesentlich verringert haben.

Förderfähige Kosten

Die folgenden Ausgaben werden bei der Berechnung der Höhe der bewilligten Beihilfe berücksichtigt:

  • Personalkosten;
  • Finanzaufwendungen;
  • Kosten in direktem Zusammenhang mit der Führung der Beihilfeantragsakte(n).

Fristen

Die Anträge müssen bis spätestens 15. November 2021 einschließlich eingereicht werden.

Vorgehensweise und Details

Antragstellung

Das Antragsformular kann unten in der Rubrik „Formulare/Online-Dienste“ heruntergeladen werden.

Das ausgefüllte und unterzeichnete Formular ist samt den erforderlichen Belegen beim Landwirtschaftlichen Wirtschaftsdienst (Service d'économie rurale) des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung einzureichen.

Es kann per Post an folgende Postanschrift geschickt werden:

Service d'économie rurale SER
Postfach 2102
L-1021 Luxemburg

Das Formular kann ebenfalls per E-Mail an folgende Adresse geschickt werden: aide2020@ser.etat.lu.

Belege

Dem Antrag müssen folgende Belege beigefügt werden:

  • die Steuerbuchhaltung und/oder der Vordruck 144 (Anlage: „Land- und Forstwirtschaft“) der Steuerverwaltung (Administration des contributions directes - ACD) der Jahre 2018, 2019 und 2020, wie sie beim Steueramt eingereicht wurden;
  • ein Bankidentitätsnachweis (RIB);
  • eine unterzeichnete eidesstattliche Erklärung über die Richtigkeit der bereitgestellten Angaben.

Gegebenenfalls müssen zudem folgende Belege hinzugefügt werden:

  • die Bankkontoauszüge, aus denen das Kurzarbeitergeld hervorgeht, das während das Jahres 2020 bezogen wurde;
  • die Bankkontoauszüge, aus denen die Beträge hervorgehen, die während des Jahres 2020 im Zusammenhang mit anderen COVID-19-Beihilfen bezogen wurden;
  • die Rechnung über die Kosten in direktem Zusammenhang mit der Errichtung der Beihilfeantragsakte und der als Zahlungsnachweis dienende Kontoauszug.

Beschäftigt der Betrieb Personal, muss der Antragsteller zudem Folgendes beifügen:

  • eine Kopie der Lohnabrechnungen der Arbeitnehmer und Kopien der Überweisungen der Löhne; und
  • eine von der Zentralstelle der Sozialversicherungen (Centre commun de la sécurité sociale - CCSS) erstellte Bescheinigung über die Arbeitgeberbeiträge des Jahres 2020.

Hat der Betrieb Finanzaufwendungen (Zinsen und Kosten, einschließlich Zinsen und Kosten im Zusammenhang mit den Kreditlinien), muss der Antragsteller eine Bescheinigung der Bank über die Finanzaufwendungen des Jahres 2020 beifügen.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung behält sich das Recht vor, weitere Unterlagen zu verlangen (selbst bei anderen Verwaltungen), um den Antrag bestmöglich bearbeiten zu können.

Höhe der Beihilfe

Berechnung der Höhe der Beihilfe

Landwirtschaftliche Betriebe, deren gesamter Standardoutput im Jahr 2020 mindestens 75.000 Euro betrug, wovon mindestens 50 % aus einem oder mehreren der förderfähigen Bereiche erzielt wurden, erhalten:

  • eine Pauschale von 4.000 Euro pro Betrieb; und
  • 75 % der förderfähigen Kosten pro Betrieb, bei einem Höchstbetrag von 16.000 Euro.

Pro Betrieb wird ein Höchstbetrag von 20.000 Euro (Pauschale + förderfähige Kosten) bewilligt.

Landwirtschaftliche Betriebe, deren gesamter Standardoutput im Jahr 2020 mindestens 75.000 Euro betrug, wovon 40 % bis 49 % aus einem oder mehreren der förderfähigen Bereiche erzielt wurden, erhalten:

  • eine Pauschale von 2.000 Euro pro Betrieb; und
  • 75 % der förderfähigen Kosten pro Betrieb, bei einem Höchstbetrag von 8.000 Euro.

Pro Betrieb wird ein Höchstbetrag von 10.000 Euro (Pauschale + förderfähige Kosten) bewilligt.

Wichtiger Hinweis zum bezogenen Kurzarbeitergeld

Laut den europäischen Vorschriften muss das für die Monate, auf die sich der Antrag bezieht, bezogene Kurzarbeitergeld bei der Berechnung der Höhe der Beihilfe berücksichtigt werden. Die Abrechnung der Kurzarbeit erfolgt jedoch in der Regel mit einer Verzögerung von 2 oder 3 Monaten.

Daher:

  • dürfen die Beträge, die im Zusammenhang mit der Kurzarbeit für einen oder mehrere vorangegangene Monate bezogen wurden, nicht berücksichtigt werden: Diese Beträge (falls vorhanden) müssen demnach abgezogen werden; und
  • müssen die Beträge berücksichtigt werden, die im Zusammenhang mit der Kurzarbeit für die Monate bezogen werden, auf die sich der Antrag bezieht: Diese Beträge (falls vorhanden) müssen demnach anhand von Belegen gemeldet werden.

Art der Beihilfe

Es handelt sich um eine direkte, nichtrückzahlbare Beihilfe.

Formulare/Online-Dienste

Demande pour l’obtention d’une aide financière pour exploitations agricoles des secteurs de l’arboriculture, du maraîchage et secteur de la pomme de terre

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