Verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA)

Zum letzten Mal aktualisiert am 05.08.2019

Die Europäische Union (EU) hat ein System für verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) eingerichtet, um den Wirtschaftsbeteiligten bei der Feststellung der genauen zolltariflichen Einstufung der Waren, die sie ein- bzw. auszuführen beabsichtigen, zu helfen.

Durch die verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) kann das Unternehmen vonseiten der Zollbehörden die Garantie einer zolltariflichen Einstufung erhalten, die in der gesamten Europäischen Union gilt, und zwar unabhängig vom Mitgliedstaat, aus dem die zu liefernde Ware stammt.

In Luxemburg müssen die vZTA-Anträge bei der Zoll- und Verbrauchsteuerverwaltung (Administration des douanes et accises) gestellt werden.

Zielgruppe

Unternehmen, die internationalen Ein- und Ausfuhrhandel mit Luxemburg treiben, können eine vZTA beantragen.

Vorgehensweise und Details

vZTA-Antrag

Das Unternehmen muss seinen Antrag auf verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) an die Zoll- und Verbrauchsteuerverwaltung richten.

Dem Antrag ist eine ausführliche Beschreibung der betreffenden Ware beizufügen. Gegebenenfalls kann die Vorlage eines Musters sachdienlich sein.

Gültigkeit der verbindlichen Zollauskunft (vZTA)

Eine vZTA gilt normalerweise 3 Jahre. In bestimmten Fällen jedoch, insbesondere bei der Veröffentlichung einer Vorschrift zur Einstufung oder auch bei der Änderung der Auslegung der Nomenklatur auf internationaler Ebene, kann eine vZTA ihre Gültigkeit verlieren.

In diesem Fall kann der Wirtschaftsbeteiligte bei den Zollbehörden eine „Schonfrist“ beantragen, während der er die vZTA weiter verwenden darf.

Alle von den nationalen Zollbehörden erteilten vZTA werden in die Europäische Datenbank für verbindliche Zolltarifauskünfte (EBTI database) aufgenommen, die von der Europäischen Kommission geführt wird.

Zuständige Kontaktstellen

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