Zahlung durch Lastschrift bzw. Bankeinzug

Mit der Lastschrift (bzw. dem Bankeinzug) können wiederholt vorgelegte Rechnungen automatisch beglichen werden. Hierfür erteilt der Inhaber eines Bankkontos (Schuldner) einem Gläubiger schriftlich die Genehmigung, von seinem Konto jedweden diesem Gläubiger geschuldeten Betrag abzubuchen.

In der Regel werden bei der Lastschrift die Fälligkeitstermine oder der Betrag nur selten festgelegt. Dieses Zahlungsmittel ist für die modernen Verarbeitungsverfahren und insbesondere für die elektronische Datenverarbeitung geeignet.

Die Lastschrift ermöglicht die Begleichung (Zahlung) sämtlicher Arten von Rechnungen, die wiederholt vorgelegt werden, die jedoch nicht immer auf denselben Betrag lauten (Telefon, Strom, Gas, Wasser usw.).

Zielgruppe

Selbstständige und Unternehmen können eine Zahlung durch Bankeinzug in den folgenden Fällen vornehmen:

  • Erstniederlassung (Strom, Wasser, Gas, Telefon usw.);
  • Wechsel der Lieferanten von Büroausstattung, Telefon, Strom usw.;

Voraussetzungen

  • Das Unternehmen, das dem Lastschriftverfahren zustimmt, und der Zahlungsempfänger müssen über ein Bankkonto verfügen.
  • Der Gläubiger kann erst dann eine Zahlung veranlassen (die Zahlung anfordern lassen), wenn er über eine Vollmacht verfügt, die vom Schuldner rechtsgültig unterzeichnet ist.
  • Für die SEPA-Lastschrift müssen in jedem Falle der IBAN- und der BIC-Code für die Identifizierung des Schuldnerkontos verwendet werden.
  • Das Bankkonto des Schuldners muss gedeckt sein oder über eine ausreichende Kreditlinie verfügen, damit die Ausführung der Zahlung zum Zeitpunkt der Anforderung sichergestellt ist.

Vorgehensweise und Details

Anwendung

Dauer

Die Lastschrift gilt bis zu ihrem Widerruf durch den Schuldner oder den Gläubiger.

Widerruf/Widerspruch

  • Widerruf der Lastschrift: jederzeit in schriftlicher Form;
  • Widerspruch gegen eine Abbuchung: Widerspruch gegen eine etwaige Zahlung.

Zahlungsfristen

Die Fristen für die Einrichtung eines Lastschriftverfahrens sowie die Zahlungsfristen unterscheiden sich von Bank zu Bank.

Vorteile, Nachteile und Risiken

Vorteile

  • automatisch (keinerlei Zahlungsvorgänge erforderlich);
  • keine Prüfung der Begleichung von Rechnungen (eine nachträgliche Prüfung ist möglich);
  • Überweisung gilt als unwiderruflich, sobald das Konto des Auftraggebers belastet wurde, da der Schuldner seinen Auftrag nicht mehr rückgängig machen kann;
  • Möglichkeit, vom Lieferanten einen kleinen Preisnachlass zu erhalten, da diese Zahlungsart in der Regel eine schnelle Zahlung ermöglicht.

Nachteile

  • Überprüfung der Richtigkeit des dem eigenen Konto belasteten Betrages nicht möglich;
  • dem Schuldner gewährte Zahlungsfrist ist sehr begrenzt, da die Zahlungsanforderung in aller Regel einige Tage nach der Rechnung erfolgt;
  • kein Eigentumsanspruch am Kontoguthaben durch bloße Lastschriftermächtigung, das Konto des Schuldners muss zum Zeitpunkt der Anforderung auch gedeckt sein.

Risiken

Der Schuldner riskiert, dass das Konto mit einem zu hohen Betrag und sogar mit bestrittenen Rechnungsbeträgen belastet wird.

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