Zahlung mit Kreditkarte oder Zahlungskarte

Es gibt zwei Arten von Zahlungskarten: Debitkarten (Typ Maestro) und Kreditkarten (wie die Visa- oder Mastercard-Karte).

Bei der Debitkarte handelt es sich um eine Karte, die von einem Aussteller (im Allgemeinen eine Bank) an einen Kunden, den Karteninhaber, ausgegeben wird und die es Letzterem ermöglicht, unter sofortiger Belastung seines Bankkontos seine Ausgaben (z. B. in einem Geschäft) zu begleichen oder Bargeld an einem Geldautomaten abzuheben. Die Zahlung und die Abhebung per Karte werden vom ausstellenden Institut bis zur Höhe eines vorher festgelegten Betrages garantiert.

Kreditkarte ist ein gängiger Oberbegriff, der jede Zahlungskarte oder Kreditkarte im eigentlichen Sinn umfasst. Eine Kreditkarte ermöglicht dem Karteninhaber die Begleichung seiner Ausgaben oder die Abhebung von Bargeld, wobei sein Bankkonto am Monatsende belastet wird. Streng genommen handelt es sich um eine Karte, die ihrem Inhaber einen Kredit in einer vom Aussteller festgelegten Höhe einräumt. Die Rückzahlung kann aufgeschoben werden und in Raten erfolgen, wofür Zinsen anfallen.

Gegenstand: Zahlungskarten ermöglichen die Bezahlung aller Arten von Käufen und Rechnungen, die mit dem täglichen Geschäftsablauf des Unternehmens in Verbindung stehen. Grundsätzlich nicht mit Zahlungskarten bezahlbar sind: Immobilien, umfangreiche Investitionen in Maschinen und Produktionsmittel, alle Käufe, die einen bestimmten, von der Bank festgelegten Betrag übersteigen.

Zielgruppe

Selbstständige und Unternehmen können eine Zahlung per Zahlungskarte in den folgenden Fällen vornehmen:

  • Fahrzeugkosten (Kraftstoff, Mautgebühren, Wartung, Reifen usw.);
  • Reisekosten und Spesen (Zugfahrkarten, Flugtickets, Mietwagen, Hotel, Präsente usw.);
  • Verpflegungsaufwendungen (Restaurant, Supermärkte usw.);
  • Kosten des täglichen Betriebs (Kauf von Kleinausstattung usw.).

Voraussetzungen

Für das Unternehmen als Karteninhaber

  • Der Inhaber einer Zahlungskarte bzw. sein Arbeitgeber, auf den die Karte ausgestellt wurde, sowie der Händler müssen über ein Bankkonto verfügen.
  • Der Händler muss die Zahlungskarten als Zahlungsmittel akzeptieren.
  • Der Inhaber einer Zahlungskarte muss deren PIN-Code kennen.
  • Das Bankkonto des Inhabers der Zahlungskarte bzw. von dessen Arbeitgeber, auf den die Karte ausgestellt wurde, muss gedeckt sein oder über eine ausreichende Kreditlinie verfügen, um die Ausführung der Zahlung zu ermöglichen.

Für das Unternehmen, das die Bezahlung mit Zahlungskarte akzeptiert:

  • EDV-Ausstattung für die Annahme von Kartenzahlungen;
  • Vertrag mit einer Stelle für die elektronische Zahlungsabwicklung (z. B. Cetrel).

Vorgehensweise und Details

Anwendung

Kosten

Die anfallenden Kosten sind von verschiedenen Kriterien abhängig, darunter z. B. die Bank, die Kartenart, die von der Karte gebotenen Serviceleistungen usw.

Limit

Debitkarten haben in der Regel ein Nutzungslimit, das je nach Bank und Bonität des Kunden unterschiedlich ist. Für einen neuen Kunden bieten die meisten luxemburgischen Banken eine Debitkartenlösung ohne Kreditlinie.

Kreditkarten haben in der Regel ein Nutzungslimit sowie eine Kreditlinie, die je nach Bank und Bonität des Kunden unterschiedlich sind. In bestimmten Fällen können mehrere Kreditkarten einer Gesellschaft ein einziges Limit haben, das dann deutlicher höher sein kann. Dieses Modell ist aus Sicherheitsgründen im Allgemeinen zu vermeiden.

Gültigkeit

Zahlungskarten haben in der Regel eine Gültigkeitsdauer von 2 bis 3 Jahren und werden vor Ablauf automatisch erneuert.

Zahlungsfristen

Bei einer Zahlungskarte wird das laufende Konto praktisch sofort belastet.

Bei der Nutzung einer Kreditkarte kann der Sollbetrag, der der Summe der im Laufe eines Monats getätigten Einkäufe entspricht, auf den Folgemonat übertragen oder gestaffelt zurückgezahlt werden (automatische Abbuchung am Monatsende in Höhe von 10% der Summe der Einkäufe oder Rückzahlung entsprechend den zwischen der Bank und dem Kunden vereinbaren Modalitäten).

Vorteile, Nachteile und Risiken

Vorteile

Für das Unternehmen als Inhaber einer Zahlungskarte:

  • einfache Nutzung (Karte und Code/Unterschrift);
  • Bargeldabhebung an Geldautomaten;
  • Nutzung als Kreditinstrument, da der Betrag erst im Monat nach der Zahlung belastet wird (Kreditkarte);
  • Nutzung zur Leistung einer Kaution, insbesondere bei Mietwagenfirmen;
  • Buchführung, Nachweis und Kontrolle der Ausgaben durch die von der Bank versandten monatlichen Abrechnungen vereinfacht.

Für das Unternehmen, das die Bezahlung mit Zahlungskarte akzeptiert:

  • Vereinfachung der Buchungsvorgänge;
  • sofortige Gutschrift nach Eingang der Rechnung bei der Bank;
  • Vereinfachung des finanziellen Aspekts des Verkaufs: bargeldlos, keine Einreichung von Schecks zum Einlösen;
  • Verringerung der Risiken und Unwägbarkeiten im Verbindung mit einer Scheckzahlung sowie Verringerung der Sicherheitsprobleme bei Handhabung und Transport von Geldscheinen;
  • einfache Zahlung und Kredit für den Karteninhaber.

Nachteile

Für das Unternehmen als Inhaber einer Zahlungskarte:

  • Kaufanreiz kann zu Überschuldung führen.

Für das Unternehmen, das die Bezahlung mit Zahlungskarte akzeptiert:

  • Je nach Land bzw. je nach Zahlungskartengesellschaft fallen hohe Gebühren an.

Risiken

Für das Unternehmen als Inhaber einer Zahlungskarte:

  • Verlust oder Diebstahl der Karte.

Für das Unternehmen, das die Bezahlung mit Zahlungskarte akzeptiert:

  • Fälschung von Zahlungskarten.
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