Antrag auf Beihilfe für „ungedeckte Kosten“ – November 2020 bis Januar 2021

Zum letzten Mal aktualisiert am 19.03.2021

Die Modalitäten für die Inanspruchnahme der Beihilfe für ungedeckte Kosten für den Zeitraum Februar bis Juni 2021 sowie der entsprechende elektronische Vorgang unterscheiden sich von denen für November 2020 bis Januar 2021. Klicken Sie hier, um mehr zu den Einzelheiten für die Monate Februar bis Juni 2021 zu erfahren.

Im Rahmen der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie hat die Generaldirektion für Mittelstand (Direction générale des classes moyennes) eine neue monatliche Beihilfe für Unternehmen eingerichtet: die Beihilfe für ungedeckte Kosten. Diese Hilfe kann für die Monate November 2020 bis einschließlich Juni 2021 beantragt werden.

Förderfähige Unternehmen können wählen zwischen:

Die 2 Beihilfen können nicht kumuliert werden.

Die Anträge sind über MyGuichet.lu an die Abteilung Beihilfen für KMU (Service des aides aux PME) der Generaldirektion für Mittelstand des Ministeriums für Wirtschaft zu richten.

Zielgruppe

Mit der Einrichtung der Beihilfe für „ungedeckte Kosten“ beabsichtigt die luxemburgische Regierung, folgende Unternehmen und Einrichtungen zu unterstützen:

  • im Tourismus tätige Unternehmen;
  • Unternehmen der Veranstaltungsbranche;
  • das Hotel- und Gastronomiegewerbe (HORECA);
  • Unternehmen des Kultur- und Unterhaltungswesens;
  • Unternehmen im stationären Einzelhandel (Ladenverkauf);
  • Einrichtungen für berufliche Weiterbildung.
Ab dem 1. Januar 2021 gegründete Unternehmen sind nicht förderfähig.

Voraussetzungen

Bewilligungskriterien

Das Unternehmen muss folgende Bewilligungskriterien erfüllen:

  • Umsatzverlust von 40 % oder mehr:
    • bei Unternehmensgruppen: Der Umsatzverlust muss auf der Ebene der Gesamtheit der luxemburgischen Unternehmen der Gruppe und nicht auf der Ebene des einzelnen Unternehmens festgestellt worden sein;
  • wenn es Personal beschäftigt: ordnungsgemäß bei der Zentralstelle der Sozialversicherungen (Centre commun de la sécurité sociale - CCSS) eingetragen sein;
  • wenn es kein Personal beschäftigt: mindestens ein Selbstständiger muss bei der CCSS eingetragen sein;
  • Umsatz von mindestens 15.000 Euro.

Der Umsatzverlust wird durch den Vergleich des Umsatzes im Monat der Antragstellung mit dem Umsatz des gleichen Monats im Jahr 2019 ermittelt. Zum Beispiel:

  • November 2020 im Vergleich zu November 2019;
  • Dezember 2020 im Vergleich zu Dezember 2019;
  • Januar 2021 im Vergleich zu Januar 2019 usw.
Hinweis: Wenn es sich um ein junges Unternehmen handelt, das seine Tätigkeit im selben Monat des Jahres 2019 noch nicht ausgeübt hat, muss es den zwischen der Aufnahme seiner Tätigkeiten und dem Monat vor der Antragstellung erzielten Umsatz angeben, mit einer Aufschlüsselung nach Monaten.

Förderfähige Kosten

Das sind die Ausgaben der Konten der Klasse 6 im Standardkontenplan, nämlich:

  • Verbrauch von Waren;
  • sonstige externe Aufwendungen;
  • Personalkosten;
  • sonstige betriebliche Aufwendungen;
  • Finanzaufwendungen.

Buchführung

Die Generaldirektion für Mittelstand ist sich der Wichtigkeit einer raschen Bearbeitung der Anträge bewusst.

Angesichts der sehr hohen Anzahl von Anträgen, die bei ihr eingehen, hängt die Geschwindigkeit der Bearbeitung unter anderem von der Qualität und Einheitlichkeit der Antragsunterlagen ab.

Dieses Dokument enthält Empfehlungen bezüglich der anzugebenden Einnahmen und Ausgaben sowie der beizufügenden „Gewinn- und Verlustrechnung“.

Fristen

Die Anträge auf „ungedeckte Kosten“ müssen spätestens bis einschließlich 15. September 2021 eingereicht werden.

Vorgehensweise und Details

Antragstellung

Der Antrag auf Beihilfe für „ungedeckte Kosten“ ist über einen Online-Assistenten auf MyGuichet.lu einzureichen.

Die Person, die den Antrag einreicht, benötigt ein LuxTrust-Produkt (zum Beispiel: Token, Smartcard oder Signing Stick) oder einen elektronischen Personalausweis (eID).

Wie wird ein beruflicher Bereich auf MyGuichet.lu erstellt?

Es gibt 2 Möglichkeiten:

  • Die Person, die den Antrag einreicht, nutzt MyGuichet.lu zum ersten Mal und hat noch keinen privaten Bereich:
    Die Erstellung des Bereichs erfolgt in 2 Schritten:
    1. Registrierung als Nutzer;
    2. Erstellung des beruflichen Bereichs.

    Ein Tutorial im Video- oder PDF-Format hilft Ihnen dabei.

  • Die Person, die den Antrag einreicht, ist bereits MyGuichet.lu-Nutzer und verfügt über einen privaten Bereich: Ein neuer beruflicher Bereich muss erstellt werden.
  • Ein Tutorial im Video- oder PDF-Format hilft Ihnen dabei.

Sie können auch die Anleitungen für die Nutzung von MyGuichet.lu aufrufen.

Belege

Der Antragsteller muss seinem Antrag folgende Unterlagen beifügen:

  • die Bilanz für das Jahr 2019;
  • Gewinn- und Verlustrechnung für den Monat, für den die Beihilfe beantragt wird;
  • bei Betrieben in eigenem Namen: die Buchhaltungsunterlagen, die den im Antrag angegebenen Gesamtbetrag der Einnahmen und Ausgaben bescheinigen;
  • Dokumente betreffend den im Jahr 2019 erzielten Umsatz, nämlich:
    • Mehrwertsteuererklärung;
    • in Ermangelung einer Mehrwertsteuererklärung im Falle einer Neugründung: Unterlagen, die den zwischen dem Datum der Gründung und dem Monat vor der Antragstellung erzielten Umsatz belegen, mit einer Aufschlüsselung nach Monaten;
  • die letzte Kurzarbeitsabrechnung des den Antrag betreffenden Monats;
  • einen Kontoauszug, aus dem die Beträge hervorgehen, die in dem vom Antrag betroffenen Monat im Zusammenhang mit der Kurzarbeit für einen oder mehrere vorangegangene Monate bezogen wurden;
  • einen Sozialversicherungsnachweis des Selbstständigen, falls zutreffend;
  • Fotos von der Vorderseite sowie vom Innenbereich der Räumlichkeiten des Unternehmens;
  • einen Bankidentitätsnachweis;
  • im Falle einer Unternehmensgruppe (Gesellschafter, die mehr als 25 % der Anteile an anderen Gesellschaften halten): ein Organigramm der Unternehmensgruppe, aus dem für jede Einheit Folgendes eindeutig hervorgeht:
    • Prozentsatz der Anteile;
    • VZÄ;
    • Umsatz;
    • Gesamtbilanz.

Dauer der Beihilfe

Für jeden Monat muss ein gesonderter Antrag gestellt werden. Das heißt, dass Unternehmen für jeden Monat einen neuen Antrag stellen müssen.

Förderfähiger Betrag

Berechnung des förderfähigen Betrags

Der förderfähige Betrag wird wie folgt berechnet:

  • 100 % der Gesamtausgaben des Monats (Konten der Klasse 6 im Standardkontenplan, ohne Berücksichtigung etwaiger Wertberichtigungen);
  • minus die Gesamteinnahmen des Monats (Konten der Klasse 7 im Standardkontenplan / ohne Berücksichtigung etwaiger Wertberichtigungen).
Wichtiger Hinweis zu den Einnahmen: Nach den europäischen Vorschriften ist nur das Kurzarbeitergeld zu berücksichtigen, das für den Monat bezogen wurde, auf den sich der Antrag bezieht. Die Abrechnung der Kurzarbeit erfolgt jedoch in der Regel mit einer Verzögerung von 2 oder 3 Monaten.

Daher:

  • dürfen die Beträge, die im Zusammenhang mit der Kurzarbeit für einen oder mehrere vorangegangene Monate bezogen wurden, nicht berücksichtigt werden: Diese Beträge (falls vorhanden) müssen demnach abgezogen werden;
  • müssen die Beträge berücksichtigt werden, die im Zusammenhang mit der Kurzarbeit für den Monat bezogen werden, auf den sich der Antrag bezieht: Diese Beträge (falls vorhanden) müssen demnach hinzugerechnet werden.

HINWEIS zu den Beträgen, die im Zusammenhang mit Kurzarbeit für einen oder mehrere vorangegangene Monate bezogen wurden:

  • Wenn diese Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Monat des Antrags verbucht wurden, sollten sie abgezogen werden (und daher im Antrag gesondert angegeben werden).
  • Wenn diese Beträge nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Monat des Antrags verbucht wurden, sollten sie nicht abgezogen werden (und daher im Antrag nicht gesondert angegeben werden).

Gesamtbetrag der Beihilfe

Die Höhe des Zuschusses für:

  • Kleinst- und Kleinunternehmen (weniger als 50 Beschäftigte) beträgt 90 % des förderfähigen Betrags;
  • mittlere und große Unternehmen (ab 50 Beschäftigten) beträgt 70 % des förderfähigen Betrags.

Der Gesamtbetrag der Beihilfe pro Monat und einziges Unternehmen darf jedoch nicht höher sein als:

  • 20.000 Euro für ein Kleinstunternehmen;
  • 100.000 Euro für ein kleines Unternehmen;
  • 200.000 Euro für ein mittleres Unternehmen;
  • 200.000 Euro für ein großes Unternehmen.

Art der Beihilfe

Es handelt sich um eine direkte, nicht rückzahlbare Beihilfe.

Kumulierungsverbot

Die Beihilfe für ungedeckte Kosten kann nicht mit der Wirtschaftsförderungsbeihilfe kumuliert werden.

Gut zu wissen

Zum besseren Verständnis dieses Vorgangs werden im Folgenden 2 Beispiele angeführt:

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