Antrag auf Beihilfe für „ungedeckte Kosten“

Zum letzten Mal aktualisiert am 23.02.2021

Derzeit wird ein Gesetzentwurf erarbeitet, um die Beihilfe für ungedeckte Kosten für die Monate Februar bis Juni 2021 anzupassen.

Die Modalitäten für die Inanspruchnahme der Beihilfe für ungedeckte Kosten für den Zeitraum Februar bis Juni 2021 sowie der entsprechende elektronische Vorgang werden online gestellt, sobald über den Gesetzentwurf abgestimmt und er im Amtsblatt veröffentlicht wurde.

Hinweis: Der derzeit auf MyGuichet.lu verfügbare Antragsassistent kann nicht für die Beantragung der Beihilfe für Februar bis Juni 2021 verwendet werden.

Im Rahmen der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie hat das Ministerium für Wirtschaft eine neue monatliche Beihilfe für Unternehmen eingerichtet: die Beihilfe für ungedeckte Kosten. Diese Beihilfe kann für die Monate November 2020 bis einschließlich März 2021 beantragt werden.

Förderfähige Unternehmen können wählen zwischen:

Die 2 Beihilfen können nicht kumuliert werden.

Die Anträge sind über MyGuichet.lu an die Abteilung Beihilfen für KMU der Generaldirektion für Mittelstand des Ministeriums für Wirtschaft zu richten.

Zielgruppe

Mit der Einrichtung der Beihilfe für „ungedeckte Kosten“ beabsichtigt die luxemburgische Regierung folgende Stellen zu unterstützen:

  • im Tourismus tätige Unternehmen;
  • Unternehmen der Veranstaltungsbranche;
  • das Hotel- und Gastronomiegewerbe (HORECA);
  • Unternehmen des Kultur- und Unterhaltungswesens;
  • Unternehmen im stationären Einzelhandel (Ladenverkauf);
  • Einrichtungen für berufliche Weiterbildung.
Unternehmen, die ihre Tätigkeit nicht vor dem 15. März 2020 ausgeübt haben, sind nicht förderfähig.

Voraussetzungen

Bewilligungskriterien

Das Unternehmen muss folgende Bewilligungskriterien erfüllen:

  • Umsatzverlust von 40 % oder mehr:
    • bei Unternehmensgruppen: Der Umsatzverlust muss auf der Ebene der Gesamtheit der luxemburgischen Unternehmen der Gruppe und nicht auf der Ebene des einzelnen Unternehmens festgestellt worden sein;
  • im Falle der Beschäftigung von Personal: ordnungsgemäß bei der Zentralstelle der Sozialversicherungen (CCSS) eingetragen sein;
  • ohne Beschäftigung von Personal: Mindestens ein Selbständiger muss bei der CCSS eingetragen sein;
  • Umsatz von mindestens 15.000 Euro.

Der Umsatzverlust wird durch den Vergleich des Umsatzes im Monat der Antragstellung mit dem Umsatz des gleichen Monats im Jahr 2019 ermittelt. Zum Beispiel:

  • November 2020 im Vergleich zu November 2019;
  • Dezember 2020 im Vergleich zu Dezember 2019;
  • Januar 2021 im Vergleich zu Januar 2019 usw.
Anmerkung: Hat das Unternehmen seine Tätigkeit im gleichen Monat des Jahres 2019 noch nicht ausgeübt, muss es den durchschnittlichen Monatsumsatz angeben, der zwischen der Aufnahme seiner Tätigkeit und dem 31. Dezember 2019 erzielt wurde.

Beispiel:

  • Beginn der Tätigkeit am 1. November 2019
  • Antrag auf Beihilfe für Januar 2021 mit einem Umsatz von 15.000 Euro
  • Das Unternehmen hat demnach keine Vergleichsdaten für den Monat Januar 2019
  • In diesem Fall wird der Umsatz des Monats, auf den sich der Antrag bezieht (Januar 2021), mit dem 2019 erzielten durchschnittlichen Monatsumsatz verglichen:
    • Umsatz vom 01/11/2019 bis zum 30/11/2019: 20.000 Euro
    • Umsatz vom 01/12/2019 bis zum 31/12/2019: 40.000 Euro
    • 2019 erzielter durchschnittlicher Monatsumsatz: 30.000 Euro

Vergleich des Umsatzes des Monats, auf den sich der Antrag bezieht (Januar 2021: 15.000 Euro), mit dem durchschnittlichen Monatsumsatz 2019 (30.000 Euro): Der Umsatzverlust beträgt 50 % und der Antrag ist somit zulässig.

Förderfähige Kosten

Das sind die Ausgaben der Konten der Klasse 6 im Standardkontenplan, nämlich:

  • Verbrauch von Waren;
  • sonstige externe Aufwendungen;
  • Personalkosten;
  • sonstige betriebliche Aufwendungen;
  • Finanzaufwendungen;
  • Steuern auf das Ergebnis;
  • sonstige Steuern.

Buchführung

Die Generaldirektion für Mittelstand ist sich der Wichtigkeit einer raschen Bearbeitung der Anträge bewusst.

Angesichts der sehr großen Anzahl von Anträgen, die bei ihr eingehen, hängt die Geschwindigkeit der Bearbeitung unter anderem von der Qualität und Einheitlichkeit der Antragsunterlagen ab.

Dieses Dokument enthält Empfehlungen bezüglich der anzugebenden Einnahmen und Ausgaben sowie der beizufügenden „Gewinn- und Verlustrechnung“.

Fristen

Der Antrag auf Beihilfe für „ungedeckte Kosten“ muss spätestens bis einschließlich 15. Mai 2021 eingereicht werden.

Vorgehensweise und Details

Antragstellung

Der Antrag auf Beihilfe für „ungedeckte Kosten“ ist über einen Online-Assistenten auf MyGuichet.lu einzureichen.

Die Person, die den Antrag einreicht, benötigt ein LuxTrust-Produkt (zum Beispiel Token, Smartcard oder Signing Stick) oder einen elektronischen Personalausweis (eID).

Wie wird ein beruflicher Bereich auf MyGuichet.lu erstellt?

Es gibt 2 Möglichkeiten:

  • Die Person, die den Antrag einreicht, nutzt MyGuichet.lu zum ersten Mal und hat noch keinen privaten Bereich:
    Die Erstellung des Bereichs erfolgt in 2 Schritten:
    1. Registrierung als Nutzer;
    2. Erstellung des beruflichen Bereichs.

    Ein Tutorial im Video- oder PDF-Format hilft Ihnen dabei.

  • Die Person, die den Antrag einreicht, ist bereits MyGuichet.lu-Nutzer und verfügt über einen privaten Bereich: Ein neuer beruflicher Bereich muss erstellt werden.
  • Ein Tutorial im Video- oder PDF-Format hilft Ihnen dabei.

Sie können auch die Anleitungen für die Nutzung von MyGuichet.lu aufrufen.

Belege

Der Antragsteller muss seinem Antrag folgende Unterlagen beifügen:

  • die Bilanz für das Jahr 2019;
  • beziehungsweise im Falle einer Neugründung: eine vorläufige Zwischenbilanz und eine vorläufige Zwischengewinn- und -verlustrechnung zum Zeitpunkt des Beginns der COVID-19-Krise (15. März 2020);
  • Gewinn- und Verlustrechnung für den Monat, für den die Beihilfe beantragt wird;
  • bei Betrieben in eigenem Namen: die Buchhaltungsunterlagen, die den im Antrag angegebenen Gesamtbetrag der Einnahmen und Ausgaben bescheinigen;
  • Dokumente betreffend den im Jahr 2019 erzielten Umsatz, nämlich:
    • Mehrwertsteuererklärung;
    • in Ermangelung einer Mehrwertsteuererklärung im Falle einer Neugründung: Unterlagen, die den zwischen dem Datum der Gründung und dem Beginn der COVID-19-Krise (15. März 2020) erzielten Umsatz belegen;
  • die letzte ihm vorliegende Kurzarbeitsabrechnung;
  • einen Kontoauszug, aus dem die Beträge hervorgehen, die in dem vom Antrag betroffenen Monat im Zusammenhang mit der Kurzarbeit für einen oder mehrere vorangegangene Monate bezogen wurden;
  • einen Sozialversicherungsnachweis des Selbstständigen, falls zutreffend;
  • Fotos von der Vorderseite sowie vom Innenbereich der Räumlichkeiten des Unternehmens;
  • einen Bankidentitätsnachweis;
  • im Falle einer Unternehmensgruppe (Gesellschafter, die mehr als 25 % der Anteile an anderen Gesellschaften halten): ein Organigramm der Unternehmensgruppe, aus dem für jede Einheit Folgendes eindeutig hervorgeht:
    • Prozentsatz der Anteile;
    • VZÄ;
    • Umsatz;
    • Gesamtbilanz.

Dauer der Beihilfe

Für jeden Monat muss ein gesonderter Antrag gestellt werden: Das heißt, das Unternehmen müssen für jeden Monat einen neuen Antrag stellen.

Förderfähiger Betrag

Berechnung des förderfähigen Betrags

Der förderfähige Betrag wird wie folgt berechnet:

  • für die Monate November 2020 bis März 2021: 100 % der Gesamtausgaben des Monats (Konten der Klasse 6 im Standardkontenplan / ohne Berücksichtigung etwaiger Wertberichtigungen);
  • minus die Gesamteinnahmen des Monats (Konten der Klasse 7 im Standardkontenplan / ohne Berücksichtigung etwaiger Wertberichtigungen).
Wichtiger Hinweis zu den Einnahmen: Nach den europäischen Vorschriften ist nur das Kurzarbeitergeld zu berücksichtigen, das für den Monat bezogen wurde, auf den sich der Antrag bezieht. Die Abrechnung der Kurzarbeit erfolgt jedoch in der Regel mit einer Verzögerung von 2 oder 3 Monaten.

Daher:

  • dürfen die Beträge, die im Zusammenhang mit der Kurzarbeit für einen oder mehrere vorangegangene Monate bezogen wurden, nicht berücksichtigt werden: Solche Beträge müssen demnach abgezogen werden;
  • müssen die Beträge berücksichtigt werden, die im Zusammenhang mit der Kurzarbeit für den Monat bezogen werden, auf den sich der Antrag bezieht: Diese Beträge (falls vorhanden) müssen demnach hinzugerechnet werden.

HINWEIS zu den Beträgen, die im Zusammenhang mit Kurzarbeit für einen oder mehrere vorangegangene Monate bezogen wurden:

  • Wenn diese Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Monat des Antrags verbucht wurden, sollten sie abgezogen werden (und daher im Antrag gesondert angegeben werden).
  • Wenn diese Beträge nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Monat des Antrags verbucht wurden, sollten sie nicht abgezogen werden (und daher im Antrag nicht gesondert angegeben werden).

Gesamtbetrag der Beihilfe

Die Höhe des Zuschusses für:

  • Kleinst- und Kleinunternehmen (weniger als 50 Beschäftigte) beträgt 90 % des förderfähigen Betrags;
  • mittlere und große Unternehmen (ab 50 Beschäftigten) beträgt 70 % des förderfähigen Betrags.

Der Gesamtbetrag der Beihilfe pro Monat und einziges Unternehmen darf jedoch nicht höher sein als:

  • 20.000 Euro für ein Kleinstunternehmen;
  • 100.000 Euro für ein kleines Unternehmen;
  • 200.000 Euro für ein mittleres Unternehmen;
  • 200.000 Euro für ein großes Unternehmen.

Art der Beihilfe

Es handelt sich um eine direkte, nicht rückzahlbare Beihilfe.

Kumulierungsverbot

Die Beihilfe für ungedeckte Kosten kann nicht mit der Wirtschaftsförderungsbeihilfe kumuliert werden.

Gut zu wissen

Zum besseren Verständnis dieses Vorgangs werden im Folgenden 2 Beispiele angeführt:

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