Sonderbeihilfe für den stationären Einzelhandel

Zum letzten Mal aktualisiert am 24.07.2020

Mit dieser Beihilfe möchte die Luxemburger Regierung die Beschäftigung fördern und aufrechterhalten und die Einzelhandelsunternehmen unterstützen, da deren Branche von der Gesundheitskrise besonders stark betroffen ist.

Zielgruppe

Betroffene Unternehmen

Die Beihilfe richtet sich nur an kleine oder mittlere Unternehmen im stationären Einzelhandel (Ladenverkauf).

Unter „Einzelhandel“ versteht man die Beschaffung von Waren, um sie direkt an den Endverbraucher weiterzuverkaufen.

Förderungsfähige Unternehmen

Die Beihilfe richtet sich nur an Unternehmen im stationären Einzelhandel (Ladenverkauf), die:

  • ihre Tätigkeit aufgrund des durch die großherzogliche Verordnung vom 18. März 2020 verhängten Verbots des Besucherverkehrs unterbrechen mussten oder;
  • zwischen dem 15. März 2020 und dem 15. Mai 2020 Umsatzeinbußen von mindestens 50 % erlitten haben.

Zudem dürfen diese Unternehmen nicht:

  • im Rahmen von Kurzarbeit während des Monats, für den die Beihilfe beantragt wird, bezuschusst worden sein;
  • im Laufe des Monats, für den die Beihilfe beantragt wird, oder der förderungsfähigen Vormonate Mitarbeiter aus betriebsbedingten Gründen entlassen haben.

Liste der den Einzelhandelsunternehmen gleichgestellten Unternehmen (sofern sie über eine Verkaufsfläche des Typs „Einzelhandel“ verfügen):

  • Bäcker-Konditor (Feinbäcker);
  • Metzger/Fleischer;
  • Feinkoch;
  • Florist;
  • Uhrmacher;
  • Juwelier/Goldschmied;
  • Optiker;
  • Textilgestalter/Stylist;
  • Änderungsschneider;
  • Reinigung;
  • Schuster und Flickschuster;
  • Orthopädieschuhmacher und Bandagist;
  • Frisör;
  • Schönheitspfleger (Kosmetiker);
  • Fußpfleger;
  • Handpfleger (Schminker);
  • Innendesigner (Raumausstatter);
  • Elektriker;
  • Hunde- und Katzenpflegesalon.    

Voraussetzungen

Das Unternehmen muss:

  • seine Tätigkeit vor dem 15. März 2020 ausgeübt haben;
  • die Tätigkeit in allen Läden spätestens ab dem 1. Juni 2020 wieder aufgenommen und sie anschließend nicht eingestellt haben;
  • wenn es Personal beschäftigt, ordnungsgemäß bei der Zentralstelle der Sozialversicherungen (Centre commun de la sécurité sociale - CCSS) eingetragen sein;
  • über eine gültige Niederlassungsgenehmigung verfügen, die von der Generaldirektion für Mittelstand (Direction générale des classes moyennes) des Ministeriums für Wirtschaft ausgestellt wurde;
  • klein oder mittelgroß sein (d. h. nicht mehr als 250 Arbeitnehmer beschäftigten);
  • im Steuerjahr 2019 einen Umsatz von mindestens 15.000 Euro erzielt haben.

Bei Unternehmen, die im Laufe des Steuerjahres 2019 oder 2020 gegründet wurden, wird der Betrag anteilig unter Berücksichtigung des Datums der Aufnahme der Tätigkeit ermittelt (anteiliger Umsatz über ein Jahr mit dem zwischen der Aufnahme der Tätigkeit und der COVID-19-Krise erzielten Umsatz als Berechnungsgrundlage).

Zudem darf das Unternehmen nicht:

  • im Rahmen von Kurzarbeit während des Monats, für den die Beihilfe beantragt wird, bezuschusst worden sein und;
  • im Laufe des Monats, für den die Beihilfe beantragt wird, oder der förderungsfähigen Vormonate Mitarbeiter aus betriebsbedingten Gründen entlassen haben.

Fristen

Für die Einreichung der Anträge auf die Sonderbeihilfe für den Einzelhandel gelten folgende Fristen:

  • 1. bis 31. August 2020 für Anträge, die den Monat Juli 2020 betreffen;
  • 1. bis 30. September 2020 für Anträge, die den Monat August 2020 betreffen;
  • 1. bis 31. Oktober 2020 für Anträge, die den Monat September 2020 betreffen.

Vorgehensweise und Details

Antragstellung

Der Antrag auf die Sonderbeihilfe für den Einzelhandel ist mithilfe eines Online-Assistenten einzureichen, der auf MyGuichet.lu verfügbar ist.  

Die Person, die den Antrag einreicht, benötigt dazu ein LuxTrust-Produkt (z. B. Token, Smartcard oder Signing Stick) oder einen elektronischen Personalausweis (eID).

Wie wird ein beruflicher Bereich auf MyGuichet.lu erstellt?

Es gibt 2 Möglichkeiten:

  • Die Person, die den Antrag einreicht, nutzt MyGuichet.lu zum ersten Mal und hat noch keinen privaten Bereich:
    Die Erstellung des Bereichs erfolgt in 2 Schritten:
    1. Registrierung als Nutzer;
    2. Erstellung des beruflichen Bereichs.
  • Ein Tutorial im Video- oder PDF-Format hilft Ihnen dabei.

  • Die Person, die den Antrag einreicht, ist bereits MyGuichet.lu-Nutzer und verfügt über einen privaten Bereich: Ein neuer beruflicher Bereich muss erstellt werden.

  • Ein Tutorial im Video- oder PDF-Format hilft Ihnen dabei.

Belege

Der Antrag auf die Sonderbeihilfe für den Einzelhandel muss Folgendes beinhalten:

  • die Liste der Personen, die für das Unternehmen in einem der oben genannten förderungsfähigen Tätigkeitsbereiche arbeiten, mit:
    • der Identifikationsnummer (matricule);
    • dem Tätigkeitsbereich der Arbeitnehmer.

Auch der Selbstständige kann in dieser Liste stehen.

  • die Buchhaltungsunterlagen betreffend den zwischen dem 15. März 2020 und dem 15. Mai 2020 erzielten Umsatz (z. B. Hauptbuch, Rechnungen, MwSt.-Erklärung);
  • die Buchhaltungsunterlagen betreffend den in der Vergangenheit erzielten Umsatz (z. B. Hauptbuch, Rechnungen, MwSt.-Erklärung);

Kürzlich gegründete Unternehmen müssen die Buchhaltungsunterlagen betreffend den Umsatz seit der Gründung des Unternehmens (nach Monaten aufgeschlüsselt) einreichen.

  • einen Bankidentitätsnachweis des Unternehmens;
  • ein Foto der Auslage des Einzelhandelsgeschäfts;
  • ein im Innern der Verkaufsfläche aufgenommenes Foto;
  • bei juristischen Personen:
    • die Bilanz;
    • die Gewinn- und Verlustrechnung;
  • bei Unternehmen, die Teil einer Unternehmensgruppe sind (Teilhaber mit mehr als 25 % der Anteile anderer Gesellschaften): ein Organigramm der Unternehmensgruppe mit Angabe für jede Einheit:
    • des Prozentsatzes der Anteile;
    • des VZÄ;
    • des Umsatzes;
    • der Gesamtbilanz.

Dauer der Beihilfe

Für jeden Monat muss ein gesonderter Antrag gestellt werden, d. h. ein Antrag für den Monat Juli, einer für den Monat August und einer für den Monat September 2020.

Höhe der Beihilfe

Das Unternehmen erhält:

  • für den Monat Juli: 1.000 Euro pro Arbeitnehmer und pro Selbstständiger (in VZÄ);
  • für den Monat August: 750 Euro pro Arbeitnehmer;
  • für den Monat September: 500 Euro pro Arbeitnehmer.

Art der Beihilfe

Es handelt sich um eine direkte, nicht rückzahlbare Beihilfe.

Die Beihilfe richtet sich an Unternehmen, die den Kriterien der Kleinstunternehmen, Kleinunternehmen und mittleren Unternehmen genügen, und nimmt die Form von monatlichen Kapitalzuschüssen an, deren Betrag unter Berücksichtigung der Zahl der Arbeitnehmer und Selbstständigen des Unternehmens berechnet wird, 50.000 Euro pro Monat aber nicht überschreiten darf.

Formulare/Online-Dienste

Régime d'aide temporaire en faveur du commerce de détail en magasin - Juillet 2020

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