Krankenpfleger

Bestimmte Gesundheitsberufe, die sog. reglementierten Gesundheitsberufe, bedürfen einer Genehmigung, bevor sie in Luxemburg ausgeübt werden können.

Dazu gehört auch der Beruf des Krankenpflegers.

Die Zulassung (Approbation) wird vom Ministerium für Gesundheit ausgestellt, wenn mehrere Bedingungen erfüllt sind (berufliche Bedingungen und Bedingungen bezüglich der körperlichen und geistigen Gesundheit).

Zielgruppe

Dienstleister, die sich in Luxemburg niederlassen und dort tätig sein wollen, müssen:

  • EU-Bürger oder
  • Bürger eines Staates des Europäischen Wirtschaftsraums (Island, Liechtenstein oder Norwegen) oder der Schweiz oder
  • Drittstaatsangehörige sein und:

Personen, denen ihre Zulassung in dem Land, in dem sie zuletzt praktiziert haben, (vorübergehend oder endgültig) entzogen wurde, dürfen ihren Beruf auch nicht in Luxemburg ausüben. Gleiches gilt bei einem anhängigen Verfahren zwecks Entzug der Zulassung.

Voraussetzungen

Der Dienstleister muss mehrere Bedingungen erfüllen.

  • im Besitz eines luxemburgischen oder ausländischen Diploms sein, das ihn zum Zugang zum jeweiligen Beruf berechtigt;
  • die für die Ausübung des Berufs erforderlichen Sprachkenntnisse besitzen
    • entweder in Französisch;
    • oder in Deutsch;
  • eine der 3 Amtssprachen des Landes (Deutsch, Französisch und Luxemburgisch) verstehen.

Die Sprachkenntnisse des Krankenpflegers in einer der 3 Sprachen können auf Antrag des Ministers für Gesundheit getestet werden.

Im Vorfeld zu erledigende Schritte

Eine Diplomanerkennung ist nicht erforderlich, wenn das Diplom:

  • in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) erworben wurde;
  • den EU-Standards entspricht;
  • einem der vorgesehenen Diplome entspricht (siehe Anhang V Ziffer 5.2.2 der EU-Richtlinie 2005/36/EG).

Wurde das Diplom in einem Drittstaat erworben, oder in der EU, entspricht aber nicht den oben genannten Kriterien, ist eine Diplomanerkennung Pflicht. Eine solche Anerkennung ist möglich, wenn im Vorfeld:

  • das Diplom in einem anderen EU- oder EWR-Mitgliedstaat anerkannt wurde;
  • diese Anerkennung zur Ausübung des Berufs in dem betreffenden Staat berechtigt hat.

Der Antrag auf Anerkennung ist beim Ministerium für Hochschulwesen und Forschung zu stellen.

Kosten

Personen, die sich als Krankenpfleger in Luxemburg niederlassen möchten, müssen eine Gebühr entrichten, um die Zulassung zu erhalten.

Diese Gebühr beträgt 75 Euro.

Sie ist durch Einzahlung oder Überweisung auf das Konto der Einregistrierungs-, Domänen- und Mehrwertsteuerverwaltung (Administration de l’enregistrement, des domaines et de la TVA) zu zahlen, dies unter Angabe des Namens und des Zwecks der Einzahlung oder Überweisung.

Kontoinhaber: Administration de l’enregistrement, des domaines et de la TVA
Bankkonto: IBAN LU13 1111 0011 4679 0000 (BIC: CCPLLULL)
Zweck: AUTOPROFSANTE + Name des Krankenpflegers

Vorgehensweise und Details

Zulassungsantrag

Damit er seinen Beruf in Luxemburg ausüben darf, muss der Krankenpfleger der Abteilung Gesundheitsberufe (Service professions de santé) des Ministeriums für Gesundheit einen Antrag auf Zulassung zukommen lassen, dem er folgende Unterlagen beifügen muss:

  • eine Kopie eines gültigen Ausweisdokuments oder Reisepasses, und im Falle von Drittstaatsangehörigen:
    • eine Kopie des gültigen Aufenthaltstitels oder
    • ein Dokument, welches belegt, dass ihm internationaler Schutz zuerkannt wurde;
  • einen vor weniger als 6 Monaten ausgestellten Strafregisterauszug aus dem Wohnsitzland (im Original). Lebt der Krankenpfleger seit weniger als einem Jahr in dem besagten Land, muss er einen Auszug aus dem Strafregister des Landes oder der Länder beifügen, in dem/denen er seinen Beruf zuvor ausgeübt hat;
  • eine (vor weniger als 6 Monaten) von einem Arzt ausgestellte Bescheinigung über die körperliche und geistige Gesundheit;
  • eine Kopie des erworbenen luxemburgischen oder ausländischen Diploms;
  • gegebenenfalls den Beschluss zur Anerkennung des Diploms;
  • einen Lebenslauf;
  • einen Zahlungsnachweis über die Entrichtung der Gebühr von 75 Euro;
  • wenn ihre Muttersprache nicht Französisch, Deutsch oder Luxemburgisch ist, einen Nachweis über die Sprachkenntnisse.

Sofern die Dokumente nicht auf Deutsch, Französisch oder Englisch verfasst sind, ist eine beglaubigte Übersetzung eines vereidigten Übersetzers beizufügen.


Praktikum zur beruflichen Wiedereingliederung

Wenn der Krankenpfleger seinen Beruf seit mindestens 5 Jahren nicht ausgeübt hat, muss er ein Wiedereingliederungspraktikum absolvieren, bevor er seine Tätigkeit wieder aufnimmt.

Er muss den Gesundheitsminister über seine Absicht, ein solches Praktikum zu absolvieren, in Kenntnis setzen und dabei Folgendes angeben:

  • die Zahl der Jahre, in denen er nicht tätig war;
  • die gewünschte Abteilung und den gewünschten Arbeitsort der Wiedereingliederung;
  • ob er an Weiterbildungen in dem Bereich teilgenommen hat.

Der Minister gibt dem Krankenpfleger:

  • eine Liste der möglichen anerkannten Praktikumsorte;
  • die Zahl der zu absolvierenden praktischen Unterrichtseinheiten;
  • eine Liste der Weiterbildungskurse;
  • die Zahl der Kursstunden, an denen der Krankenpfleger teilnehmen muss.

Anschließend muss eine Praktikumsvereinbarung zwischen dem Praktikanten, dem Praktikumsbetreuer, dem Vertreter der Praktikumsstätte und dem Ministerium für Gesundheit unterzeichnet werden.

Der Praktikumsbetreuer muss über eine mindestens 5-jährige Berufserfahrung im gleichen Beruf wie der Krankenpfleger, der das Wiedereingliederungspraktikum absolviert, besitzen.

Formulare/Online-Dienste

Antrag für die Ausübung eines Gesundheitsberufes

Ihre in diesem Formular erfassten personenbezogenen Informationen werden von der zuständigen Verwaltungsbehörde verarbeitet, um Ihren Antrag erfolgreich abzuschließen.

Diese Informationen werden von der Behörde für den zur Verarbeitung erforderlichen Zeitraum gespeichert.

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Gemäß der Verordnung (EU) 2016/679 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr haben Sie das Recht auf Zugang, Berichtigung und gegebenenfalls Löschung Ihrer personenbezogenen Informationen. Sie haben zudem das Recht, Ihre erteilte Einwilligung jederzeit zu widerrufen.

Weiterhin können Sie, außer in Fällen, in denen die Verarbeitung Ihrer Daten verpflichtend ist, Widerspruch einlegen, wenn dieser rechtmäßig begründet ist.

Wenn Sie diese Rechte ausüben und/oder Einsicht in Ihre Informationen nehmen möchten, können Sie sich unter den im Formular angegebenen Kontaktdaten an die zuständige Verwaltungsbehörde wenden. Sie haben außerdem die Möglichkeit, bei der Nationalen Kommission für den Datenschutz Beschwerde einzulegen (Commission nationale pour la protection des données, 1, Avenue du Rock'n'Roll, L-4361 Esch-sur-Alzette).

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Demande d'autorisation d'exercer une profession de santé

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Convention de stage de réintégration

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