Zusätzliche Maßnahmen für professionelle freischaffende Künstler und Kurzzeit-Beschäftigte des Kulturbetriebs im Rahmen der COVID-19-Gesundheitskrise

Aufgrund der COVID-19-Epidemie und ihrer Auswirkungen auf die professionellen freischaffenden Künstler und Kurzzeit-Beschäftigten des Kulturbetriebs wurden zusätzliche Beihilfemaßnahmen eingerichtet, nämlich:

  • Beihilfen sozialer Art für professionelle freischaffende Künstler mit der Möglichkeit, eine monatliche Sozialhilfe bis in Höhe des sozialen Mindestlohns für qualifizierte Arbeitnehmer zu beziehen;
  • zusätzliche Tagessätze für Kurzzeit-Beschäftigte des Kulturbetriebs;
  • eine Anpassung der Zugangsbedingungen im Zusammenhang mit Anträgen auf Inanspruchnahme von Sozialmaßnahmen.

Diese vorübergehenden Beihilfen und Maßnahmen gelten zusätzlich zu den bereits bestehenden Beihilfen für professionelle freischaffende Künstler und Kurzzeit-Beschäftigte des Kulturbetriebs.

Zielgruppe

Professionelle freischaffende Künstler und Kurzzeit-Beschäftigte des Kulturbetriebs, die für die Beihilfen sozialer Art des Sozialfonds des Kulturbetriebs (Fonds social culturel) infrage kommen, nämlich:

  • Autoren und Darsteller im Bereich der grafischen und bildenden Kunst, der Bühnenkunst, der Literatur und der Musik;
  • Kunstschaffende und/oder -gestalter und Bühnentechniker, die sich vor allem der derzeitigen oder künftigen digitalen oder sonstigen Fotografie-, Film-, Tontechnik bzw. audiovisuellen oder sonstigen Spitzentechnologien bedienen.

Voraussetzungen

Um eine zusätzliche Beihilfe zu beziehen, muss der Antragsteller für die Inanspruchnahme der Beihilfen sozialer Art des Sozialfonds des Kulturbetriebs infrage kommen und nachweisen, dass das Ausbleiben der Tätigkeit im direkten Zusammenhang mit dem außergewöhnlichen Ereignis steht.

Beispiele: Absagen von Ausstellungen oder Konzerten, Absagen oder Verschiebungen von Film- oder Theaterproduktionen usw.

Vorgehensweise und Details

Antragstellung

Der Antragsteller reicht seinen Antrag auf zusätzliche Beihilfe anhand eines Formulars als Ergänzung zu dem Antrag ein, der normalerweise für ihn gilt (professioneller freischaffender Künstler oder Kurzzeit-Beschäftigter des Kulturbetriebs).

Der Antragsteller richtet seinen datierten und unterzeichneten Antrag folgendermaßen an das Ministerium für Kultur:

Ministère de la Culture
4, boulevard F.D. Roosevelt
L-2450 Luxembourg

In seinem Antrag macht er folgende Angaben:

  • Name und Vornamen;
  • seine nationale Identifikationsnummer (13-stellige Sozialversicherungsnummer);
  • seine Bankverbindung;
  • im Falle der zusätzlichen Tagessätze für Kurzzeit-Beschäftigte des Kulturbetriebs: wie viele Tage er von den im Hauptbogen angegebenen Tagen ungewollt ohne Beschäftigung war, sofern dies im direkten Zusammenhang mit der COVID-19-Krise steht;
  • im Falle der zusätzlichen monatlichen Beihilfe für professionelle freischaffende Künstler: eine Liste der in dem Monat abgesagten/verschobenen Projekte und den damit verbundenen Einkommensverlust.

Durch seine Unterschrift erklärt der Antragsteller:

  • an Eides statt, dass seine Angaben richtig sind;
  • dass er sich dessen bewusst ist, dass:
    • seine Beihilfe im Falle von Falschinformationen neu berechnet wird;
    • die Kumulierung von finanziellen Beihilfen (Beihilfen für Selbstständige und/oder sonstige Unterstützungsmaßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19) einen Einfluss auf seine Akte haben kann.

Belege

Der Antragsteller muss seinem Antrag folgende Unterlagen beifügen:

  • Nachweise für sein Engagement bei Aufführungen, Dreharbeiten, Konzerten usw.: Arbeitsverträge, Voranmeldung, Plakat mit dem Namen des Antragstellers, Bestätigungsmail usw.;
  • mit den Verträgen zusammenhängende Absagenachweise.

Der Antragsteller kann im Rahmen:

  • eines Antrags auf Erhalt von zusätzlichen Tagessätzen für Kurzzeit-Beschäftigte des Kulturbetriebs Folgendes angeben: eine Einschätzung der verlorenen Arbeitstage, wenn der Verlust auf der Grundlage von nachprüfbaren Informationen, die seine übliche und vorhersehbare Tätigkeit widerspiegeln, nachgewiesen werden kann;
  • eines Antrags auf Erhalt einer zusätzlichen monatlichen Beihilfe für professionelle freischaffende Künstler Folgendes angeben: eine Einschätzung des mit den Auswirkungen der Krise verbundenen Verlusts, wenn das potenzielle Einkommen des Monats auf der Grundlage von nachprüfbaren Informationen, die die übliche und vorhersehbare künstlerische Tätigkeit widerspiegeln, nachgewiesen werden kann.

Gut zu wissen

Es gibt spezielle Bedingungen im Zusammenhang mit dem Antrag auf Erhalt des Anspruchs auf die Beihilfen sozialer Art.

Für professionelle freischaffende Künstler

Um Anspruch auf die Beihilfen sozialer Art zu haben, muss der Antragsteller, wenn es sich um einen professionellen freischaffenden Künstler handelt, die allgemeinen Bedingungen erfüllen.

Eine der allgemeinen Bedingungen, um Anspruch auf die Beihilfen sozialer Art zu haben, ist, dass im Laufe des Jahres vor dem Antrag durch die künstlerische Tätigkeit ein Einkommen in Höhe von mindestens des 4-Fachen des monatlichen sozialen Mindestlohns für nicht qualifizierte Arbeitnehmer erzielt worden sein muss.

Diese einkommensbezogene Bedingung wird für jeden Monat, den der Krisenzustand anhält (durch großherzogliche Verordnung festgelegter Zeitraum), um einen Betrag von 714 Euro verringert. Der durch großherzogliche Verordnung festgelegte Zeitraum erstreckt sich vom 1. März 2020 bis zum 30. Juni 2020.

Für Kurzzeit-Beschäftigte des Kulturbetriebs

Um Anspruch auf die Beihilfen sozialer Art zu haben, muss der Antragsteller, wenn es sich um einen Kurzzeit-Beschäftigten des Kulturbetriebs handelt, die allgemeinen Bedingungen erfüllen.

Eine der allgemeinen Bedingungen, um Anspruch auf die Beihilfen sozialer Art zu haben, ist, dass der Kurzzeit-Beschäftigte des Kulturbetriebs eine Periode der Beschäftigung von mindestens 80 Tagen während eines Zeitraums von 365 Kalendertagen vor Einreichung des Antrags nachweisen können muss. Diese Periode der Beschäftigung wird für jeden Monat, den der Krisenzustand anhält (durch großherzogliche Verordnung festgelegter Zeitraum), um 7 Tage verringert.

Der durch großherzogliche Verordnung festgelegte Zeitraum erstreckt sich vom 1. März 2020 bis zum 30. Juni 2020.

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