Als Angehöriger des öffentlichen Dienstes eine Zinssubvention beantragen

Wird derzeit aktualisiert

Unter bestimmten Bedingungen und nach festgelegten Modalitäten wird Angehörigen des öffentlichen Dienstes (entweder gemäß dem Allgemeinen Statut der Staatsbeamten, den Bestimmungen für Staatsangestellte oder dem Kollektivvertrag für Arbeiter im Staatsdienst, die für Verwaltungsbehörden und Dienststellen des Staates oder öffentliche Einrichtungen tätig sind), die ein Wohnungsdarlehen aufgenommen haben, eine Zinssubvention gewährt.

Die Zinssubvention ist eine Zinsbeihilfe des Staates, die gewährt werden kann, um die monatlichen Belastungen zur Rückzahlung eines Hypothekendarlehens zu vermindern, das für den Bau, die Anschaffung oder den Umbau von Wohneigentum, das als dauerhafter Hauptwohnsitz dient, aufgenommen wurde.

Zielgruppe

Die Subvention wird im aktiven Dienst befindlichen Angehörigen des öffentlichen Dienstes gewährt, die zum 1. Januar des Jahres, für das die Subvention beantragt wird, mindestens ein Dienstjahr vollendet haben. Wenn beide Ehepartner im öffentlichen Dienst tätig sind, muss einer der Ehepartner diese Bedingung erfüllen.

Es wird nur eine einzige Zinssubvention je Familie oder Haushaltsgemeinschaft gewährt.

Eine Haushaltsgemeinschaft ist eine Lebensgemeinschaft aus 2 Personen in einer Paarbeziehung, unabhängig von der rechtlichen Form dieser Gemeinschaft.

Ein Angehöriger des öffentlichen Dienstes kann während seiner Dienstzeit lediglich einmal die Gewährung einer Zinssubvention in Anspruch nehmen.

Falls dem Begünstigten diese Zulage beim Eintritt in den Ruhestand noch gewährt wird, besteht der Anspruch fort, sofern er zum 1. Januar des laufenden Jahres mindestens ein unterhaltsberechtigtes Kind hat.

Voraussetzungen

Ein Darlehensnehmer, der die Zinssubvention in Anspruch nehmen will, muss spätestens zum 1. Januar des Jahres, für das die Subvention beantragt wird, bei einer in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) zugelassenen Bank ein Hypothekendarlehen zu folgendem Zweck aufgenommen haben:

  • für den Bau,
  • für den Erwerb,
  • für den Umbau

von Wohneigentum, das sich innerhalb des Staatsgebiets des Großherzogtums Luxemburg befindet.

Unter Wohneigentum ist nur die Immobilie zu verstehen, über die der Angehörige des öffentlichen Dienstes oder seine Haushaltsgemeinschaft verfügen und die er tatsächlich und ständig bewohnt.

Ein Angehöriger des öffentlichen Dienstes sowie sein Ehepartner/Partner dürfen am 1. Januar des Jahres der Antragstellung weder Eigentümer noch Miteigentümer oder Nutznießer einer Immobilie sein, die sich im Großherzogtum oder im Ausland befindet.

Vorgehensweise und Details

Einreichung und Bearbeitung des Antrags

Der Antrag auf Gewährung der Subvention muss vor dem 1. Juli eines jeden Jahres unter Verwendung eines speziellen Formulars an das Ministerium für den öffentlichen Dienst und die Verwaltungsreform (Ministère de la Fonction publique et de la Réforme administrative) (Abteilung Zinssubvention/Service des subventions d’intérêt) gesandt werden, das die zu prüfenden Unterlagen zusammenstellt.

Die Formulare zur Beantragung der Zinssubvention können zu Beginn des Jahres telefonisch oder per E-Mail unter Angabe der Identifikationsnummer des Antragstellers angefordert werden.

Wird für das laufende Jahr der Antrag zurückgesandt, wird automatisch im April des darauffolgenden Jahres ein neuer Antrag zugesandt.

Wird der Antrag nicht zurückgesandt, bleibt der Vorgang solange unbearbeitet bis die 15 Jahre vergangen sind.

Der Vorgang wird nach 15 Jahren abgeschlossen, gerechnet ab dem Jahr nach der ersten Aufnahme eines Wohnungsdarlehens.

Die Subvention wird für die Laufzeit des oder der für dieselbe Wohnung aufgenommenen Darlehen(s) gewährt, jedoch höchstens für 15 Jahre.

Hinsichtlich der Vergabe einer Zinssubvention und des Inkrafttretens des Tilgungsplans werden lediglich die Jahre berücksichtigt, für die auf diesen Antrag hin eine Subvention verlangt und gewährt wird, wobei der 1. Antrag direkt nach dem Jahr erfolgen kann, in dem der Darlehensbetrag den Begünstigten ganz oder teilweise zur Verfügung gestellt wird. Bei mehreren Darlehen für dieselbe Wohnung gilt derselbe Tilgungsplan für alle Darlehen.

Beim Bau oder Umbau muss die Wohnung innerhalb von 2 Jahren ab dem 1. Januar des Jahres nach dem Jahr, in dem der 1. Antrag gestellt wurde, bezogen bzw. erneut bezogen werden. Das Ministerium für den öffentlichen Dienst und die Verwaltungsreform kann eine Befreiung bewilligen.

Beim Verkauf der Wohnung, für die die Zinssubvention gewährt wurde, und beim Kauf einer neuen Wohnung oder im Falle der Auflösung der Haushaltsgemeinschaft bleibt der Tilgungsplan weiterhin in Kraft. In diesem Fall kann jeder der ehemaligen Partner die Subvention während der vorgesehenen Restlaufzeit des Tilgungsplans nutzen, sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Der Angehörige des öffentlichen Dienstes hat alle Auskünfte und Daten beizubringen, die erforderlich sind, damit die Erfüllung der Bedingungen überprüft werden kann. Bei falschen Auskünfte, unrichtigen Angaben, einem Fehler seitens der Verwaltung oder Nichteinhaltung der Frist für den Bezug der Wohnung innerhalb von 2 Jahren muss die Subvention gegebenenfalls zurückgezahlt werden.

Höhe der Zinssubvention

Bei der Berechnung der Subvention werden die familiäre Situation und die Restschuld der Wohnungsdarlehen zum 1. Januar des Jahres berücksichtigt, für das die Subvention beantragt wird.

Der Subventionsbetrag wird für eine Höchstgrenze von 150.000 Euro und einen Tilgungsplan mit einer Laufzeit von 15 Jahren ab dem Zeitpunkt des ersten für Wohnzwecke aufgenommenen Darlehens ermittelt. Bei einem Angehörigen des öffentlichen Dienstes oder einer Haushaltsgemeinschaft ohne unterhaltsberechtigte Kinder beträgt die Subvention 0,50 %, berechnet auf die Restschuld des Darlehens und multipliziert mit dem Zinssatz laut Tilgungsplan. Sie wird für jedes unterhaltsberechtigte Kind um 0,50 % erhöht.

Als unterhaltsberechtigt gilt ein Kind, für das der Antragsteller Kindergeld erhält, oder ein Kind bis zum Alter von 27 Jahren, das über die Mitgliedschaft des Antragstellers bei der Krankenversicherung mitversichert ist, das mit dem Antragsteller in der Wohnung lebt und dort gemeldet ist.

Bei Begünstigten eines effektiven Zinssatzes unter dem Referenzzinssatz von 2 % wird die errechnete Subvention um die Differenz zwischen diesem Referenzzinssatz und dem effektiven Zinssatz des oder der aufgenommenen Darlehen(s) gemindert.

Es wird keine Subvention gewährt, wenn der errechnete Gesamtbetrag unter 25 Euro liegt.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Zinssubvention für Angehörige des öffentlichen Dienstes nicht kombinierbar ist mit den Vorzugszinsen auf Hypothekendarlehen, die ihnen bzw. ihren Ehepartnern/Partnern von ihrem öffentlichen oder privaten Arbeitgeber gewährt wurden.

Zuständige Kontaktstellen

Doppelklick, um die Karte zu aktivieren
Zum letzten Mal aktualisiert am