Jugendliche für die Unterstufe des technischen Sekundarunterrichts an einer öffentlichen Schule anmelden

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Nach Abschluss der Grundschule werden die Schüler in verschiedene Ausbildungsrichtungen des allgemeinen oder des technischen Sekundarunterrichts orientiert. Jeder Ausbildungsweg bietet einen bestimmten Unterrichtstyp an. Theoretisch kann jeder Schüler von einem Unterrichtstyp in einen anderen wechseln, vor allem in den ersten 3 Jahren.

Der technische Sekundarunterricht (enseignement secondaire technique - EST) bereitet auf das Berufsleben vor und gewährleistet eine allgemeine, soziale und technische Ausbildung. Einige Ausbildungswege ermöglichen selbst den Zugang zu einem Hochschulstudium. Der technische Sekundarunterricht wird in Schulen erteilt, von denen einige Sonderausbildungen im Bereich der Gastronomie, der Landwirtschaft, der Verwaltung oder des kaufmännischen Gewerbes anbieten.

Die Unterstufe umfasst die 7., 8. und 9. Klasse. Ziel dieser 1. Stufe ist:

  • die Grundkenntnisse zu erweitern und zu vertiefen;
  • in Richtung einer späteren Ausbildung zu orientieren und auf die weiterführenden Kurse in den verschiedenen Ausbildungszweigen der Mittelstufe vorzubereiten;
  • den Übergang in das Berufsleben zu vereinfachen.

In den unteren Klassen ist Deutsch Unterrichtssprache. Es gibt jedoch auch Klassen mit einer speziellen Sprachenregelung, in denen Französisch Unterrichtssprache ist. Englisch wird ab der 8. Klasse unterrichtet.

Zielgruppe

Die Unterstufe des technischen Sekundarunterrichts bietet sich für Schüler ab 12 Jahren an, die einerseits ihre Allgemeinbildung vertiefen und andererseits schrittweise eine technische Ausbildung erwerben oder den ihren Vorlieben und Fähigkeiten entsprechenden Beruf erlernen möchten.

Voraussetzungen

Um zur Unterstufe des technischen Sekundarunterrichts zugelassen zu werden, müssen die Schüler ausreichende Kenntnisse in den grundlegenden Fächern des Grundschulunterrichts besitzen, welche durch einen vom Orientierungsrat am Ende des 4. Zyklus (Ende der 6. Klasse des Primärunterrichts) ausgearbeiteten Orientierungsbescheid bescheinigt werden.

Vorgehensweise und Details

Orientierung und Anmeldung der Schüler am Ende des 4. Zyklus der Grundschule

Der Orientierungsbescheid

Die Aufnahme eines Schülers in eine 7. Klasse des EST erfolgt auf der Grundlage eines vom Orientierungsrat ausgearbeiteten und den Eltern per Post zugesandten Orientierungsbescheids.

Dieser berechtigt zur Aufnahme in eine 7. Klasse des technischen Sekundarunterrichts (EST) oder des Modularunterrichts im vorbereitenden Ausbildungszweig (régime préparatoire modulaire - MO).

Zwecks Anmeldung muss der Schüler diesem Orientierungsbescheid Folge leisten, selbst wenn im Falle der Uneinigkeit seitens der Eltern ein Widerspruchsverfahren möglich ist.

Anmeldung

In der Regel kann der Schüler seine Schule frei wählen. Übersteigt die Zahl der Anmeldungen die Anzahl an verfügbaren Plätzen, wird der Schüler vorrangig in einer Schule in der Nähe ihrer Wohnsitzgemeinde angemeldet, welche den im Orientierungsbescheid, der am Ende der Grundschule ausgestellt wird, empfohlenen Unterrichtstyp anbietet.

Die Mappe zwecks Anmeldung in einer Schule muss folgende Unterlagen enthalten:

  • das Original des Orientierungsbescheids oder das Dokument zwecks Bescheinigung einer positiven Entscheidung der Widerspruchskommission;
  • das ordnungsgemäß ausgefüllte Anmeldeformular (beim Lehrer erhältlich);
  • eine durch den Lehrer beglaubigte Kopie des Zeugnisses des letzten Grundschuljahres.

Der Anmeldezeitraum erstreckt sich von Ende Juni bis Anfang Juli. Nach der Anmeldung erhalten die Eltern eine Bestätigung vom Direktor der jeweiligen Schule unter Angabe der folgenden Informationen:

  • Datum des Schulbeginns;
  • zu besorgendes Material;
  • jeweilige Schulordnung;
  • Profil und Orientierungen der Schule;
  • Schulcharta.
Die Aufnahme eines volljährigen Schülers in ein Gymnasium bedarf eines vorherigen Orientierungsgesprächs. Der Bewerber muss die Schulordnung, enthaltend die Rechte und Pflichten, sowie die Schulcharta unterzeichnen. Eine Schule ist nicht verpflichtet, einen Schüler aufzunehmen, der als Volljähriger einer anderen Schule verwiesen wurde.

Unterstufe des technischen Sekundarunterrichts

Die Unterstufe umfasst die ersten 3 Klassen des EST:

  • die 7. Klasse gewährleistet eine orientierende Grundausbildung und eine Vertiefung der zuvor erworbenen Kenntnisse;
  • die 8. Klasse festigt die orientierende Grundausbildung sowie die zuvor erworbenen Kenntnisse;
  • die 9. Klasse bereitet den Zugang zur Berufsausbildung und die Weiterführung des Unterrichts in den verschiedenen Ausbildungszweigen und Fachrichtungen der Mittelstufe vor.
Orientierung in den technischen Sekundarunterricht am Ende des 4. Zyklus der Grundschule

7. Klasse des technischen Sekundarunterrichts (7e ST)

7. Klasse des vorbereitenden Modularunterrichts (7e modulaire)

8. Klasse des theoretischen Unterrichts (8e théorique)

8. Klasse des Orientierungsunterrichts (8e polyvalente)

8. Klasse des Modularunterrichts (8e modulaire)

9. Klasse des theoretischen Unterrichts (9e théorique)

9. Klasse des Orientierungsunterrichts (9e polyvalente)

9. Klasse des praxisbezogenen Unterrichts (9e pratique)

9. Klasse des Modularunterrichts (9e modulaire)

Diese Stufe ermöglicht den Schülern, ihre allgemeinen Kenntnisse zu vertiefen, um anschließend einen der 3 Ausbildungszweige (beruflich-technischer Ausbildungszweig, Technikerausbildung, berufsbildender Ausbildungszweig - régime technique, régime de la formation de technicien, régime professionnel) zu besuchen.

Parallel zur Unterstufe richtet sich der Vorbereitungsunterricht (régime préparatoire), welcher integrierender Bestandteil des technischen Sekundarunterrichts ist, an Schüler mit Schwierigkeiten, bestimmte Lerninhalte aufzufassen und dem gewöhnlichen Lernrhythmus zu folgen. Dieser Unterricht soll für solche Schüler eine Übergangshilfe sein und ihnen den Zugang zu den anderen Klassen der Unterstufe des EST ermöglichen.

7. Klasse des technischen Sekundarunterrichts (7e ST)

In der 7. Klasse des technischen Sekundarunterrichts sieht der Lehrplan Sprachen (Französisch, Deutsch), Mathematik, Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Einführung in die Technologien und Ausdrucksfächer sowie „Leben und Gesellschaft“ (vie et société) Kurse vor. Schülern, die dem vorgeschriebenen Lehrplan nur schwer folgen können, wird eine Anpassungsklasse (7e AD) angeboten.

8. Klasse des theoretischen und 8. Klasse des Orientierungsunterrichts

Gemäß den in der 7. Klasse erzielten Ergebnissen werden die Schüler in eine 8. Klasse des theoretischen Unterrichts oder eine 8. Klasse des Orientierungsunterrichts versetzt. Diese Ausbildungswege unterscheiden sich durch ihre allgemeine Orientierung, die Gewichtung der verschiedenen Unterrichtsfächer und die Unterrichtsmethoden.

9. Klassen

Das Bestehen dieser Klasse ermöglicht den Zugang zum beruflich-technischen Ausbildungszweig, zur Technikerausbildung oder zum berufsbildenden (dualen) Ausbildungszweig.

Der Versetzungsbeschluss in eine 10. Klasse der Mittelstufe wird vom Klassenrat entsprechend den Ergebnissen der Schüler in der 9. Klasse des theoretischen, Orientierungs- oder praxisbezogenen Unterrichts gefasst. Das Niveau und die Art des Unterrichts oder der Ausbildung, die den Schülern zugänglich sind, hängen von ihren jeweiligen Leistungen ab.

Ausbildungswege nach der 9. Klasse

9. Klasse des theoretischen Unterrichts (9e théorique)

Beruflich-technischer Ausbildungszweig (Abschlusszeugnis des technischen Sekundarunterrichts - technisches Abitur) oder Technikerausbildung (Techniker-Diplom - technische Fachhochschulreife) oder berufsbildender (dualer) Ausbildungszweig (DAP - Gesellenbrief, CCP)

9. Klasse des Orientierungsunterrichts (9e polyvalente)

Technikerausbildung (Techniker-Diplom - technische Fachhochschulreife) oder berufsbildender (dualer) Ausbildungszweig (DAP - Gesellenbrief, CCP)

9. Klasse des praxisbezogenen Unterrichts (9e pratique)

Berufsbildender (dualer) Ausbildungszweig (DAP - Gesellenbrief, CCP)

Modularklassen des Vorbereitungsunterrichts

Die Modularklassen des Vorbereitungsunterrichts des EST (7e MO) bieten sich für Schüler an, welche die für das Ende der 6. Klasse festgelegten Ziele nicht erreicht haben. Deutsch, Französisch und Mathematik werden dort in Form von Modulen unterrichtet, wodurch die Schüler ihrem Rhythmus entsprechend vorankommen und ihren schulischen Rückstand aufholen können. Der Vorbereitungsunterricht ermöglicht diesen Schülern den Zugang zu den Klassen der Unterstufen, d.h. der 8. Klasse des Orientierungsunterrichts oder der 9. Klasse des praxisbezogenen Unterrichts, oder zu einer Berufsausbildung.

Übergang von der Unterstufe zur Mittel- und Oberstufe

Der Übergang von der Unterstufe zur Mittel- und Oberstufe erfolgt auf der Grundlage eines Orientierungsprofils, das im Wesentlichen auf den Noten der Schüler gründet und die Ausbildungszweige, Fachrichtungen und Schwerpunkte angibt, in die der Schüler versetzt werden kann. Begleitet wird er von einem Orientierungsbescheid des Dienst für schulpsychologische Beratung und Schulorientierung (Service psycho-social et d'accompagnement scolaires - SePAS).

Zuständige Kontaktstellen

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