Der Binnenmarkt in der Europäischen Union

Der Binnenmarkt umfasst einen Raum ohne Binnengrenzen, der sich über das Gebiet der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) erstreckt und in dem die folgenden 4 Grundfreiheiten gewährleistet sind:

  • freier Warenverkehr;
  • Dienstleistungsfreiheit;
  • freier Kapital- und Zahlungsverkehr;
  • Personenfreizügigkeit.

Der Europäische Binnenmarkt ist mit seinen 502 Millionen Verbrauchern der größte gemeinsame Markt der Welt

Die Einrichtung des Binnenmarktes erfolgte schrittweise:

  • durch die Europäische Zollunion mit der Abschaffung der Ein- und Ausfuhrzölle beim innergemeinschaftlichen Handel ab dem 1. Juli 1968;
  • durch die Einheitliche Europäische Akte (verabschiedet 1968) als Grundlage für die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes;
  • durch den Vertrag von Maastricht im Jahre 1992 mit der Schaffung der Voraussetzungen für die Einführung des Euro als einheitliche Währung (derzeit in 18 der 28 EU-Mitgliedstaaten).

Damit diese vier Grundfreiheiten funktionieren, hat die EU neue Vorschriften (Verbraucherschutz, Anerkennung von beruflichen Qualifikationen, Entsendung von Arbeitnehmern usw.) eingeführt, um die innerstaatlichen Vorschriften der
Mitgliedstaaten auf der Grundlage des Verbots der Diskriminierung und der gegenseitigen Anerkennung zu harmonisieren.

Um den Unternehmen einen fairen Handelsraum zu gewährleisten und den Verbrauchern eine größere Auswahl zu besseren Preisen zu bieten, hat die EU Wettbewerbsvorschriften eingeführt.

Der Binnenmarkt hat dabei geholfen, dem innergemeinschaftlichen Handel, der mehr als zwei Drittel des luxemburgischen Außenhandels ausmacht, eine beträchtliche Dynamik zu verleihen.

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