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Kurzarbeit im Zusammenhang mit COVID-19: Ausgleichsmechanismus

Aufgrund der Coronavirus-Krise wurden nacheinander 2 Kurzarbeitsregelungen eingerichtet. Diese sind:

Im Falle von Kurzarbeit bei höherer Gewalt im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise erstellt die Arbeitsagentur (ADEM) eine detaillierte Abrechnung auf der Grundlage der vom Unternehmen bereitgestellten Angaben. Diese Abrechnung, die dem Arbeitgeber für jeden Monat zugeschickt wird, enthält:

  • entweder einen positiven Saldo für einen eventuell ausstehenden Betrag;
  • oder einen negativen Saldo für zu viel erhaltene Beträge.

Um die betroffenen Unternehmen zu unterstützen, wurde ein Ausgleichsmechanismus eingeführt zwischen:

  • einerseits den negativen Saldi, die sich aus den Abrechnungen der Monate März bis Juni 2020 ergeben, und;
  • andererseits den geschuldeten Zuschüssen für die Kurzarbeit für die Monate Juli bis Dezember 2020.

3 Fallbeispiele sind demnach denkbar:

  1. Wenn sich aus den Abrechnungen für die Kurzarbeit für die Monate März bis Juni 2020 ein positiver Saldo ergibt, überweist die ADEM den ausstehenden Betrag an das betroffene Unternehmen.
  2. Wenn:
    • sich aus den Abrechnungen für die Kurzarbeit für die Monate März bis Juni 2020 ein negativer Saldo ergibt und;
    • das betroffene Unternehmen noch keine Rückzahlung vorgenommen hat;
  3. wird der zu viel erhaltene Betrag mit den ab Juli 2020 fälligen Kurzarbeitsentschädigungen ausgeglichen, vorausgesetzt, die Kurzarbeit für den/die betroffenen Monat(e) wurde vom Konjunkturausschuss gewährt.

    Dieser Ausgleichsmechanismus wird Mitte Oktober 2020 eingerichtet.
  4. Das Unternehmen hat ab dem Monat Juli keinen Antrag auf Kurzarbeit gestellt: Es muss die zu viel erhaltenen Beträge aus den Vorschüssen für die Monate März bis Juni 2020 zurückzahlen.

  5. Diese Rückerstattung muss innerhalb von 30 Tagen unter Angabe der Referenznummer der Akte auf das Bankkonto der Staatskasse überwiesen werden.

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