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Außerordentliche Maßnahmen betreffend die Telearbeit von Grenzgängern

In Anbetracht der Gesundheitslage im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise werden viele Berufspendler in den kommenden Tagen und Wochen häufiger Telearbeit leisten müssen.

Zwischen Luxemburg und Belgien

Das Schlussprotokoll des belgisch-luxemburgischen Abkommens sieht eine Toleranzregel vor, die es Berufspendlern erlaubt, höchstens 24 Tage außerhalb des Staates, in dem sie ihre Tätigkeit für gewöhnlich ausüben, zu arbeiten, während sie in diesem Staat steuerpflichtig bleiben. 

Die belgischen und luxemburgischen Behörden sind der Ansicht, dass die derzeitige Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus einen Fall höherer Gewalt darstellt, für den die 24-Tage-Regel nicht gilt.

Es wurde daher beschlossen, dass ab Samstag, 14. März 2020, die Anwesenheit eines Arbeitnehmers zu Hause, insbesondere zur Durchführung von Telearbeit, in Bezug auf die 24-Tage-Regel nicht berücksichtigt wird

Diese Maßnahme ist bis auf Weiteres anwendbar.

Zwischen Luxemburg und Frankreich

Seit Inkrafttreten des neuen, 2018 unterzeichneten französisch-luxemburgischen Steuerabkommens dürfen französische Grenzgänger für ihren luxemburgischen Arbeitgeber bis zu 29 Tage von zu Hause aus arbeiten, ohne dass das dafür bezogene Entgelt in Frankreich besteuert wird.

Die französischen und luxemburgischen Behörden sind der Ansicht, dass die derzeitige Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus einen Fall höherer Gewalt darstellt

Demnach wurde vereinbart, dass ab Samstag, 14. März 2020, die Anwesenheit eines Arbeitnehmers an seinem Wohnsitz, um dort seiner Tätigkeit nachzugehen, in Bezug auf diese 29-Tage-Regelung nicht berücksichtigt wird. Diese Maßnahme ist bis auf Weiteres anwendbar.

Die praktischen Anwendungsmodalitäten dieser Entscheidungen, die ab dem 14. März 2020 gelten, werden zu einem späteren Zeitpunkt näher erläutert.

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