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Möglichkeit zur Erhöhung der Arbeitszeit in systemrelevanten Tätigkeitsbereichen

Coronavirus / Covid-19

Für die Dauer der Krise im Zusammenhang mit Covid-19 und aufgrund des Anstiegs der Aktivität in den Tätigkeitsbereichen, die für die Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Interessen der Bevölkerung und des Landes wesentlich sind, nämlich:

  • die öffentlichen Dienste, die für ein Aufrechterhalten des Staates notwendig sind;
  • das Gesundheits- und Pflegewesen, einschließlich der Aktivitäten der Krankenhäuser und Laboratorien für medizinische Analysen;
  • die Produktion von und Versorgung mit Energie und Erdölprodukten;
  • die Lebensmittelbranche;
  • die Wasseraufbereitung und -versorgung;
  • die Abwassersammlung und -behandlung;
  • die Abfallbeseitigung und -entsorgung;
  • der öffentliche Personennahverkehr;
  • Transport, Umschlag und Transport von Waren und Frachten;
  • Tausch-, Zahlungs- und Abwicklungssysteme für Finanzinstrumente;
  • Post- und Telekommunikationsdienste;
  • Wach-, Sicherheits-, Geldtransport- und Reinigungsdienste;
  • systemrelevante Aktivitäten im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung des Finanzsektors und des Versicherungs- und Rückversicherungssektors.

Betroffene Unternehmen können unter bestimmten Bedingungen beim Ministerium für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft (Ministère du Travail, de l'Emploi et de l'Economie sociale et solidaire) eine Erhöhung der Arbeitszeit ihrer Beschäftigten beantragen:

  • auf maximal 12 Stunden pro Tag;
  • auf maximal 60 Stunden pro Woche.

Der Antrag kann auf elektronischem Weg gestellt werden. Er muss folgende Informationen enthalten:

  • die maximale tägliche und ggf. wöchentliche Arbeitszeit, die beantragt wird;
  • die Anzahl der betroffenen Arbeitnehmer;
  • die Stellungnahme der Personalvertretung;
  • in Ermangelung einer Personalvertretung kann der Minister die Stellungnahme der Gewerkschaften einholen, die eine allgemeine nationale Repräsentativität rechtfertigen. In diesem Fall müssen die betreffenden Gewerkschaften ihre Stellungnahme innerhalb von 12 Stunden nach der Anfrage übermitteln;
  • die Gründe für die Inanspruchnahme dieser Ausnahmeregelung im Zusammenhang mit der Gesundheitskrise;
  • die positiven Auswirkungen der Ausnahmeregelung;
  • die den betroffenen Arbeitnehmern vorgeschlagenen Ausgleichsmaßnahmen.

Die Anträge müssen:

  • auf das Unverzichtbare und absolut Notwendige beschränkt werden;
  • angemessen und verhältnismäßig zum angestrebten Ziel sein. Dieses Ziel muss aus dem Antrag des Arbeitgebers klar hervorgehen.
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