Unternehmen

Massenentlassung: Verhandlung notwendig

Ein Arbeitgeber, der aus Gründen, die mit der Tätigkeit des Unternehmens zusammenhängen (wirtschaftliche Gründe, Reorganisation usw.), mindestens 7 Arbeitnehmer über einen Zeitraum von 30 Tagen oder mindestens 15 Arbeitnehmer über einen Zeitraum von 90 Tagen entlassen möchte, muss eine Massenentlassung vornehmen.

Wenn das Unternehmen mindestens 15 Arbeitnehmer und eine Arbeitnehmervertretung hat, muss der Arbeitgeber das Massenentlassungsverfahren in Anwesenheit des Betriebsrats einleiten. Wenn es keinen Betriebsrat gibt, müssen zunächst Betriebsratswahlen organisiert werden.

Nachdem die Arbeitnehmervertreter und die ADEM schriftlich informiert wurden, nimmt der Arbeitgeber für einen Zeitraum von maximal 15 Tagen Verhandlungen mit den Sozialpartnern auf:

  • Im Falle einer Einigung wird der Sozialplan unterzeichnet und an die ADEM geschickt. Diese sendet ihn anschließend an das ITM, woraufhin er umgesetzt werden kann.
  • Kommt keine Einigung zustande, wird die Angelegenheit innerhalb von 3 Tagen nach Unterzeichnung des Protokolls über die Nichteinigung an die Nationale Schlichtungsstelle (Office nationale de conciliation) verwiesen. Eine paritätische Kommission tritt zusammen.

Im Falle eines Scheiterns kann der Arbeitgeber mit Einzelkündigungen fortfahren.

Er muss jeden Mitarbeiter über die Entlassung informieren:

  • per Einschreiben;
  • durch Aushändigung an den Arbeitnehmer, der den Empfang bestätigen muss.

Er muss eine Kündigungsfrist von mindestens 75 Tagen einhalten.

Der Arbeitgeber muss dann die entlassenen Mitarbeiter bei der CCSS abmelden und gegebenenfalls eine Steuerbefreiung für freiwillige Abfindungen oder Kündigungsentschädigungen beantragen.

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