Eine finanzielle Beihilfe für den Bau eines Niedrigenergie-/Passivhauses beantragen (PRIMe HOUSE)

Letzte Änderung dieser Seite am 24-11-2016

Zur Durchführung von Investitionsvorhaben, die die rationelle Energienutzung und die Erschließung erneuerbarer Energiequellen zum Ziel haben, gewährt das Umweltministerium Subventionen an Privatpersonen.

Mit dieser Regelung für die Gewährung finanzieller Beihilfen des Staates (PRIMe HOUSE) wird vor allem der Bau von Häusern mit hoher Energieeffizienz gefördert, d. h. der Bau von Passivhäusern (Klasse A) und Niedrigenergiehäusern (Klasse B).

Hinweis: Die Beihilfe PRIMe HOUSE kann nur für Gebäude in Luxemburg gewährt werden.

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    • Aide pour nouvelle maison (basse énergie / passive) à performance énergétique élevée (PRIMe HOUSE)

Zielgruppe

Die finanzielle Beihilfe für den Bau eines neuen Wohngebäudes (Ein- oder Mehrfamilienhaus) mit hoher Energieeffizienz kann von folgenden Personen beantragt werden:

  • natürlichen Personen;
  • Vereinigungen ohne Gewinnzweck (asbl);
  • Immobiliengesellschaften bürgerlichen Rechts (sociétés civiles immobilières);
  • privaten und öffentlichen Bauträgern.

Die Beihilfe PRIMe HOUSE kann nur für Gebäude in Luxemburg gewährt werden.

Für den Bau darf nicht bereits eine finanzielle Beihilfe gemäß der Beihilferegelung von 2009 bewilligt worden sein.

Sofern die Baugenehmigung für ein „Niedrigenergiehaus“ oder ein „Passivhaus“ bis einschließlich 31. Dezember 2012 eingeholt wurde und alle Bedingungen für die Förderfähigkeit im Einklang mit der geänderten großherzoglichen Verordnung vom 20. April 2009 erfüllt sind, fällt der Bau unter die Regelung für die Gewährung finanzieller Beihilfen von 2009.

Die Rechnungen für die Bauarbeiten müssen bis einschließlich 31. Dezember 2016 ausgestellt worden sein. Der Beihilfeantrag muss bis spätestens 31. Dezember 2017 gestellt worden sein.

Voraussetzungen

Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein, damit der Antrag zulässig ist:

  • Energieeffizienz im Einklang mit der geänderten großherzoglichen Verordnung
    vom 30. November 2007:
    • Klasse AAA und luftdichte Gebäudehülle (≤ 0,6/h);
    • Klasse BBB und luftdichte Gebäudehülle (≤ 1,0/h);
  • kontrollierte mechanische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (besondere Bedingungen für die Wirksamkeit des Wärmerückgewinnungssystems und die spezifische elektrische Leistung);
  • Fehlen einer festen Klimaanlage für aktive Kühlung.

Fristen

Die Anträge auf Förderung sind innerhalb von 4 Jahrengerechnet ab dem 31. Dezember des Kalenderjahres, auf das sich die Rechnung bezieht – beim Umweltamt einzureichen. Bei Mehrfamilienhäusern ist ein einziger Antrag einzureichen.

Der Antrag auf finanzielle Beihilfe ist bis spätestens 31. Dezember 2022 einzureichen.

Bei Passivhäusern (Klasse AAA) sind Investitionen und Dienstleistungen förderungsfähig, für die:

  • die Rechnung zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 31. Dezember 2020 ausgestellt wurde;
  • die Baugenehmigung zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 31. Dezember 2016 beantragt wurde.
Das Passivhaus muss bis spätestens 31. Dezember 2020 fertiggestellt sein.

Bei Niedrigenergiehäusern (Klasse BBB) sind Investitionen und Dienstleistungen förderungsfähig, für die:

  • die Rechnung zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 31. Dezember 2017 ausgestellt wurde;
  • die Baugenehmigung zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 31. Dezember 2013 beantragt wurde.
Das Niedrigenergiehaus muss bis spätestens 31. Dezember 2017 fertiggestellt worden sein.

Vorgehensweise und Details

Antragstellung

Der Antrag auf finanzielle Förderung beim Bau eines neuen Hauses mit hoher Energieeffizienz umfasst Folgendes:

  • die entsprechenden Rechnungen für die beantragten Finanzbeihilfen mit Aufgliederung und Quittungsstempel oder separatem Zahlungsbeleg.
Da jeder Antrag je nach Wahl des Eigentümers oder Architekten verschiedene Bereiche betreffen kann, sind den verschiedenen Datenblättern gegebenenfalls zusätzliche Unterlagen beizufügen, die in den Formularen angegeben sind.

Tabelle der Subventionen

Subventionen (in Euro pro m2)
    Niedrigenergiehaus

Passivhaus (Baugenehmigung zwischen dem 1.1.2013 und dem 31.12.2014)

Passivhaus (Baugenehmigung zwischen dem 1.1.2015 und dem 31.12.2016)
Einfamilienhausbis 150 m2 45 160 70
Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, Gesamtfläche unter 1.000 m2bis 80 m2 40 139 52
zwischen 80 m2 und 120 m2 25 87 31
Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, Gesamtfläche über 1.000 m2bis 80 m2 34 99 44
zwischen 80 m2 und 120 m2 21 57 26

Bestimmte Gemeinden gewähren zusätzliche Beihilfen zu den staatlichen Beihilfen für die Einsparung von Energie und für erneuerbare Energien. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, ob solche Beihilfen verfügbar sind.

Zusätzliche Maßnahmen

Für die Installation eines Erdwärmetauschers in Kombination mit einer kontrollierten Lüftung mit Wärmerückgewinnung wird eine Beihilfe von 50 % bewilligt, wobei diese nicht höher sein darf als:

  • 1.000 Euro für ein Einfamilienhaus;
  • 1.500 Euro für ein Haus, das 2 Wohnungen umfasst. Zu diesem Grundbetrag kommt für jede weitere Wohnung eine Zulage von 200 Euro hinzu. Die Gesamthöhe der Beihilfe ist auf 4.000 Euro pro Mehrfamilienhaus begrenzt.


Für die Installation eines Sonnenschutzsteuerungssystems, das sich nach der Intensität und der Richtung der Sonneneinstrahlung richtet, wird eine pauschale Beihilfe bewilligt:

  • 500 Euro für ein Einfamilienhaus;
  • 250 Euro für eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Die Beihilfe ist auf 2.500 Euro pro Mehrfamilienhaus begrenzt.

Zuständige Kontaktstellen

Umweltamt
1, avenue du Rock'n'Roll
L-4361 - Esch-sur-Alzette
Luxemburg
Tel: (+352) 40 56 56 400
Fax: (+352) 40 56 56 399

Öffnungszeiten
von 8.30 bis 11.30 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr